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Immer obenauf: Mark Bitter  sammelt seit seinem Trainingseinstieg Titel en masse. Im Crosslauf wurde er Bayerischer Meister. Jetzt liegt sein Fokus auf Triathlon.

Triathlon-Hoffnung Mark Bittner

Der Erdinger Schnellstarter: Mark Bittner

Der Erdinger Mark Bittner trainiert erst seit einem Jahr und räumt alle Titel ab. Jetzt geht’s ins Sportinternat.

Erding– Oberbayerischer Triathlonmeister – so darf sich Mark Bittner nennen. Und so auch: Oberbayerischer Meister im 800-Meter-Lauf, Bayerischer Vizemeister im Mixed-Team-Relay-Triathlon und Bayerischer Meister im Crosslauf. Der ein oder andere Titel – vor allem im Triathlon, auf den sich Mark fokussiert – könnte da durchaus noch dazu kommen. Denn der Erdinger ist gerade einmal 14 Jahre alt. Ab September wird er im „Haus der Athleten“ in Nürnberg wohnen – ein Sportinternat für Nachwuchstalente im Leistungssport.

„Der Sohnemann ist praktisch mit Sport aufgewachsen“, sagt Franz Groß, der einstzu Bayerns besten 400-Meter-Läufern gehörte. Seine Frau Dorothee Bittner, also Marks Mutter, nahm an Triathlon-Langdistanz-Wettbewerben teil.

Eine Sportkarriere beginnt meist im Fußballverein. Aber Mark hat nie gekickt – ebenso wenig wie sein Vater. Sie hätten beide zwei linke Füße, verrät der 64-jährige Vermessungstechniker lachend: Radfahren beispielsweise mache ihnen viel mehr Spaß.

Über Turnen und Leichtathletik kam Mark 2012 zum Triathlon, „aber ich trainiere erst seit einem Jahr regelmäßig“, erklärt der 14-Jährige. Mit „regelmäßig“ meint er sechsmal die Woche: „Dreimal bin ich beim Schwimmen, an zwei Tage laufe ich und einmal fahre ich Fahrrad.“ Der siebte Tag sei kein kompletter Ruhetag, da müsse er Dehnübungen machen.

Sein Vater fügt hinzu: „Da müssen wir uns bei den Delphinen bedanken. Mark ist zwar beim Trisport Erding, darf bei den Delphinen aber auch trainieren, und bekommt volle Unterstützung.“

Die einzeln trainierten Disziplinen müssen dann beim Wettkampf kombiniert werden. In Marks Altersklasse (Jugend B) stehen 400 Meter Schwimmen, zehn Kilometer Radfahren und 2,5 Kilometer Laufen auf dem Plan. Beim Wechsel zwischen den Disziplinen läuft die Uhr weiter. Papa Groß erklärt: „Bei diesen kurzen Distanzen im Jugendbereich kann die Wechselzeit wirklich entscheidend sein.“ Deshalb muss sie der Gymnasiast auch extra trainieren. Im Sommer macht er das einmal im Monat, im Winter etwas seltener.

Dieses intensive Training kam vor einem Jahr in Marks Alltag. Auch seine Titel holte er alle innerhalb des vergangenen Jahres. „Meine Eltern fanden im Internet einen Leistungskader des Bayerischen Triathlon-Verbands. Sie haben mich dann gefragt, ob ich da mitmachen will“, sagt Mark.

Als er sich dazu entschied, fing er mit dem intensiven Training an. Und im Oktober vergangenen Jahres schaffte er auch den Sprung in den Kader. „Ich habe ein Trainingsprogramm bekommen und muss auch ein Trainingstagebuch führen, das die Trainer lesen und kommentieren“, so Mark weiter. Einmal im Monat ist Kadertraining.

Der Leistungskader eröffnete Mark auch die Möglichkeit, im Sportinternat der Nürnberger Bertolt-Brecht-Schule, dem Haus der Athletenausgebildet zu werden. Sein Vater findet das „ein bisschen schade, weil es im Korbinian-Aigner-Gymnasium, das Mark besucht, sehr gute Sportlehrer gibt, die Mark immer unterstützt haben.“ Mark dagegen ist erst mal gespannt auf das neue Erlebnis: „Ich habe einen Countdown. Ich habe bei 100 Tagen angefangen und zähle runter.“

In Nürnberg wird der künftige Neuntklässler das erste Mal auf sich allein gestellt sein. An Wochenenden darf er aber nach Hause. Und im schlimmsten Fall sollten die knapp 170 Kilometer zwischen Erding und Nürnberg auch kein Problem sein: Beim Ironman war Mutter Dorotheeimmerhin 180 Kilometer auf dem Fahrrad unterwegs.

VON MAYLS MAJURANI

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