Trainer Heinz Zerres stellt sich mit Neuzugang Jonas Huber und Co-Trainer Klaus Killy dem Fotografen.
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Die Neuen: Trainer Heinz Zerres mit dem Ex-Dorfener Jonas Huber und Co-Trainer Klaus Killy – als Spieler vor seiner Heirat besser bekannt als Klaus Mayer (v. l.).

EISHOCKEY

Ex-Bundesliga-Spieler als ESV-Trainer

Der neue ESV-Trainer Heinz Zerres gibt bei seiner Vorstellung schon mal Gas: „Gegen Gebensbach zu spielen, muss für jeden Gegner der Scheißtag der Woche sein.“

Gebensbach – Heinz Zerres ist neuer Trainer des ESV Gebensbach. Alex Aigner, der sportliche Leiter des Eishockey-Bezirksligisten, stellte den neuen Mann am Sonntagvormittag im Vereinsheim der Mannschaft vor. Und der neue Coach sprach auch gleich Klartext: „Gegen Gebensbach zu spielen, muss für jeden Gegner der Scheißtag der Woche sein“.

Der gebürtige Landshuter, der mit dem EVL sowie mit Mannheim, Augsburg und Kaufbeuren zwölf Jahre in der 1. Bundesliga spielte, blickt inzwischen auf über vier Jahrzehnte im Trainergeschäft zurück.

Heinz „Zorro“ Zerres erarbeitete sich von München bis Hamburg den Ruf als ein „Aufstiegstrainer“ – bis rauf in die Bundesliga. Der 73-Jährige ist voller Tatendrang. Wie ein Junger präsentierte er sich im Eishockeydorf.

Bayernligist Pfaffenhofen sowie die Landesligisten aus Freising und Bad Aibling waren seine bisher letzten Trainerstationen. In der Kurstadt brach er während der Saison 2018/19 seine Tätigkeit ab, nachdem er im familiären Umfeld mehrere Schicksalsschläge wegzustecken hatte.

Zerres wohnt inzwischen in Dingolfing und hilft dort Chefcoach Billy Trew ehrenamtlich bei der Nachwuchsarbeit. Aber seine Leidenschaft gehöre der Arbeit mit Seniorenmannschaften, und darauf habe er nun wieder Lust.

In der kommenden Saison, die wohl auch stark vom Corona-Virus beeinflusst wird, geht es für Zerres zurück an einen Ort seiner Triumphe: Den EHC Mitterteich führte er 2013 aus der Landesliga in die Bayernliga, die er als bester Aufsteiger hielt.

Die Franken sind einer von vier neuen Kontrahenten des ESV Gebensbach, der zusammen mit dem EV Aich, Dorfen 1 b und Waldkraiburg 1 b in die Bezirksliga Gruppe 1, die frühere Nord-Gruppe, umgesiedelt wurde. Neben Mitterteich heißen die weiteren auf den ersten Blick neuen Gegner ERC Regen, EHC Regensburg und EHC Straubing. So ganz neu sind sie aber alle nicht. Mit Straubing, Regensburg und Mitterteich kreuzte der ESV früher schon die Schläger in der Landesliga, und Regen war mal sowas wie ein Dauerrivale in Landes- und Bezirksliga. Immerhin hat es der Verband geschafft, vier zahlenmäßig gleich starke Gruppen mit je acht Teams zu bilden.

Der Pflichtspielbetrieb soll mit zwei Pokalrunden im Oktober beginnen. Für Freitag 30. Oktober, ist der Punktrundenstart angesetzt. Der Modus bleibt unverändert. Am 14. Februar ist der letzte Ligaspieltag, und dann geht es für die jeweils Erst- und Zweitplatzierten in die Playoffs. Da will der neue ESV-Trainer mit seinen Schützlingen hin. Jetzt ist noch zweimal wöchentlich Trockentraining auf dem Gebensbacher Sportplatz angesagt, ehe es Anfang September in Dorfen aufs Eis geht. Helmut Findelsberger

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