Jugendfußball

Ex-JFG-Vorstand: Keine Einigung vor Gericht

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Der Gerichtsstreit zwischen dem ehemaligen Vorsitzenden und einem entlassenen Trainer der JFG Sempt dauert an.

Erding – Der Zwist zwischen dem ehemaligen Vorsitzenden der JFG Sempt Erding, Hans Egger, und einem entlassenen B-Jugend-Trainer ist vor Gericht in die zweite Runde gegangen. Egger hatte vor dem Landgericht Landshut Widerspruch gegen die Anweisung des Erdinger Amtsgerichts erhoben, es zu unterlassen, den Coach einen Psychopathen zu nennen. Damit ist der 61-Jährige aber erneut nicht erfolgreich gewesen. Genauso wenig damit, einen Vergleich zu erzielen, bei dem der Trainer seine Strafanzeige wegen Beleidigung und übler Nachrede fallen lässt. Im Spiel sind unter anderem noch Rassismus-Vorwürfe und eine E-Mail Eggers an vier abwanderungswillige B-Jugendliche, in denen er sich über wirtschaftliche Probleme des Trainers in der Vergangenheit auslässt.

Egger ist der Auffassung, Psychopath sei ein Fachbegriff, der unter Umständen keine Beleidigung sei. Ein zweites Mal will er gegen die Unterlassungsanordnung aber nicht Berufung einlegen, sagte der 61-Jährige nun unserer Zeitung. „Ich bin nicht bereit, ewig weiterzutun.“ Er habe überzogen und sich dafür in der Presse auch entschuldigt.

Dem Trainer geht das aber nicht weit genug. Es sei keine Entschuldigung, nur davon zu sprechen, etwas zu bereuen. „Es wäre eine gewesen, wenn er gesagt hätte, er möchte sich bei mir und meiner Familie in aller Öffentlichkeit entschuldigen.“ Zudem stört den Coach, dass Egger vor Gericht in Landshut nicht persönlich anwesend war.

Egger sagt, der Vergleich sei bis zwei Tage vor dem Gerichtstermin schon so gut wie ausgehandelt gewesen. Dem widerspricht der Trainer: „Es war gar nichts ausgehandelt.“ Egger habe ihm 200 Euro für seine Aufwendungen angeboten. Es hätten aber auch 5000 Euro sein können, und es hätte sich nichts geändert: „Es geht nicht ums Geld, sondern darum, dass man, wenn man einen Fehler macht, die Größe hat, sich zu entschuldigen.“ Egger habe Angst um seinen Stadtratsposten. Deswegen wolle er nun wohl keine Berufung mehr einlegen.

„Ich könnte weitermachen, aber für mich ist der Fall erledigt“, sagt Egger. Die Staatsanwaltschaft ermittelt aber noch wegen der Strafanzeige. Ein Gerichtstermin steht noch nicht fest. Der Trainer will danach zudem eine Klage auf Schadenersatz einreichen.

Rubriklistenbild: © dpa/dpaweb

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