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Skispringen

Fabian Seidl will wieder am Weltcup schnuppern

Der Auerbacher Skispringer kämpft sich zurück und ist bei Wettbewerben von Kasachstan bis Klingenthal dabei.

AuerbachFabian Seidl ist derzeit der einzige Skispringer des SC Auerbach, der auf internationaler Ebene im Wettkampfgeschehen aktiv ist. Der 22-Jährige arbeitet und trainiert bei der Landespolizei. Noch vor zwei Jahren lief es gut für den Auerbacher. Er wurde Dritter bei den deutschen Meisterschaften, doch heuer kämpft er um den Anschluss.

„Ich habe in diesem Sommer an einigen Elementen meines Sprungsystems gearbeitet. Unter anderem haben wir an meiner optimalen Anfahrtposition gearbeitet, den richtigen Absprungzeitpunkt gesucht und die Anläufe hierfür stabilisiert, was für die Symmetrie des Absprungs und des darauffolgenden Flugs eminent wichtig ist“, erklärt Seidl.

Schwierige Materialumstellung

Was ihm zu schaffen gemacht habe, war, „dass ich auf Anraten der Trainer mein komplettes Material umgestellt habe“, sagt Seidl. „Mittlerweile kann ich feststellen, dass mir bereits wieder einige gute Sprünge gelungen sind, bei denen ich meine Anfahrtstellung, Pünktlichkeit beim Absprung und den Übergang in die Flugphase wesentlich stabilisieren konnte, zusammen mit meiner Sprungkraft, damit auch die Weite stimmte“, kommentiert der Auerbacher seine Fortschritte.

In der Mattensaison 2019 meldete sich Seidl mit einigen Achtungserfolgen zurück. Er gewann die Vierer- Serie des Edelweißcups in Berchtesgaden auf der 62,5-Meter-Schanze mit deutlichem Vorsprung. Er sprang die Bestweite des gesamten Wettbewerbs und erhielt für den 65-Meter-Sprung hervorragende Noten von viermal 18,5 Punkten.

Bis Oktober 2019 absolvierte er neben seinem Training auch noch sechs Wettbewerbe im Rahmen des Continental- und des FIS-Cup.

Dabei reiste er durch die ganze Welt. In Schuchinsk (Kasachstan) kam er zum Beispiel mit 118,5 und 117 Metern auf Platz 23, steigerte sich am zweiten Tag auf Rang 20 (123,5 und 130 m; Gesamtnote 226,1).

In Ljubno (Slowenien) schaffte es der Auerbacher mit 82 und 86 Metern auf Rang sechs. Am zweiten Tag warf ihn ein missglückter ersten Versuch aus dem Rennen (Platz 34).

Der junge Auerbacher kennt seine technischen Probleme: „Meine Wettkampfleistungen fielen zum Teil ziemlich ungleichmäßig aus und haben bessere Platzierungen verhindert“, meint Seidl mit Blick auf das Klingenthaler Ergebnis, wo er bei beiden COC-Wettkämpfen nur einmal auf Platz 31 landete. Bei den abschließenden deutschen Meisterschaften, ebenfalls in Klingenthal, kam er auf Rang 18. Mit der Mannschaft Bayern 2 verpasste er als Vierter haarscharf eine DM-Medaille.

Als 93. einen Platz besser als Noriaki Kasai

Bis zu den ersten Sprüngen auf Schnee wird es noch einige Zeit dauern. Anders als viele seiner Kollegen in den drei Ebenen des internationalen Skisprunggeschehens (FIS-, Continental- und Weltcup), hatte Seidl bisher nie mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Ziel des jungen Auerbachers ist es, über den FIS- und den Continentalcup (COC) wieder am Weltcup zu schnuppern. „Das ist mein Ziel für den Winter 2019/20“, betont Seidl.

Mit einem Schmunzeln fügt er hinzu, dass er in der Rangfolge des Sommer-COC 2019 als 93. (von mehr als 125 teilnehmenden Skispringern) immerhin einen Platz vor Noriaki Kasai liege.

VON ALARICH HERRMANN

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