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Thomas Bachmaier ist Coach des Tabellenersten FC Hohenpolding.

Fußball A-Klasse 8

Die Fantastischen Vier

  • Dieter Priglmeir
    VonDieter Priglmeir
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Die Teams aus Hohenpolding, St. Wolfgang, Isen und Hörgersdorf dominieren die A-Klasse 8. Aber wer macht das Rennen? Vier Fragen an die Trainer:

Erding – Drei Punkte liegen zwischen dem Tabellenersten und -vierten der A-Klasse Gruppe 8. Danach kommt lange nichts. Aber wer macht das Rennen? Die Hohenpoldinger Offensivmonster? Das Isener High-Quality-Team? Oder die doch sehr breit aufgestellten Mannschaften aus St. Wolfgang und Hörgersdorf, die am Sonntag um 14.30 Uhr aufeinandertreffen? Wir haben die Trainer befragt. Der Respekt voreinander ist sehr groß, aber jeder glaubt an seine Chance.

Was lief in der Vorrunde richtig gut?

Thomas Bachmaier (FC Hohenpolding): Bereits während der Vorbereitung habe ich gemerkt, wie interessiert und motiviert das Team ist. Außerdem hat mich die schnelle Auffassungsgabe und Lernfähigkeit der einzelnen Spieler sowie des Kollektivs beeindruckt. Das hatte ich so in der Form nicht erwartet. Für mich ist es eine große Freude, den kontinuierlichen Fortschritt in unserem Spiel zu beobachten. Wir schaffen es immer öfter, richtig guten Fußball zu spielen.

Daniel Stangl (TSV Isen): In der Summe lief bei acht Siegen und vier Unentschiden sehr viel gut bei uns. Und das trotz den langwierigen Ausfälle unseres Kapitäns Tiemo Wennrich und von Neuzugang Wolfgang Vogt. Da kann man sich nicht beschweren. Die Mannschaft setzt mehr und mehr die Dinge um, die gefordert werden. In der Defensive stehen wir äußerst gut und vorne sind wir immer für ein Tor gut.

Felix Stocklauser und Bernhard Schöberl (FC Hörgersdorf): Alle haben voll mitgezogen, fleißig und konzentriert trainiert, sich gut auf die Spiele vorbereitet. So konnten wir auch die engen Spiele für uns entscheiden.

Alexander Auhagen (TSV St. Wolfgang): Die Integration der jungen Spieler hat sehr gut funktioniert. Wir hatten schon in der vergangenen Saison eine junge Mannschaft. Und jetzt sind nochmals drei 18-Jährige dazugekommen. Natürlich fehlt ihnen noch die Erfahrung, aber die Jungs sind extrem willig. Ich habe immer zwischen 25 bis 28 Leute im Training. Wir gewinnen zwar nie hoch, aber immer verdient.

Welches Spiel würdet ihr gern ungeschehen machen?

Stangl (TSV Isen): Da fällt mir sofort das Heimspiel gegen Lengdorf 2 mit dem bitteren Ausgleich in der letzten Sekunde ein. Bis dahin hätte es schon 5:0 für uns stehen müssen.

Bachmaier (FC Hohenpolding): Da fällt mir sofort unsere einzige Niederlage ein, das 1:3 in St. Wolfgang. Wir waren desolat und haben dem Gegner die Bälle auf dem Silbertablett serviert, sodass wir mit dem Ergebnis noch gut weggekommen sind. Aber wir haben so viel aus dem Spiel gelernt, dass ich es eigentlich gar nicht mehr missen will.

Stocklauser und Schöberl (FC Hörgersdorf): Das Spiel gegen Hohenpolding. Da haben wir 1:4 verloren.

Auhagen (TSV St. Wolfgang): Ich schaue lieber in die Zukunft als zurück in die Vergangenheit. Aber das Spiel gegen Grüntegernbach wurmt einen natürlich. Wir hätten das zweite und dritte Tor machen müssen, haben sogar einen Elfmeter verschossen, und dann kassierst du in der 75. Minute den Ausgleich.

Wer ist der schärfste Konkurrent, welchen Spieler hätten Sie gerne im Team?

Bachmaier (FC Hohenpolding): Das hängt ganz davon ab, wer es schafft, gut aus der Winterpause zu starten. Spielerisch hat mich am ehesten der TSV Isen überzeugt. Natürlich gibt es den ein oder anderen guten Spieler in den gegnerischen Reihen, der jeder Mannschaft gut tun würde. Aber wenn ich meinen Kader anschaue, dann sehe ich keine Position, auf der ein Spieler verdrängt werden könnte.

Stangl (TSV Isen): Wenn ich mich auf jemanden festlegen müsste, dann wäre es Klaus Reger vom FC Hörgersdorf. Es ist mega unangenehm, gegen ihn zu spielen. Den schärfsten Konkurrenten sehe ich in Hörgersdorf. Meiner Meinung nach ist Hohenpolding mit seiner enormen Offensive klarer Favorit. Ich bin mit meinem Team mehr als zufrieden.

Stocklauser und Schöberl (FC Hörgersdorf): Daniel Stangl hätten wir gern bei uns. Alle drei anderen Mannschaften sind stark, das sieht man an den Ergebnissen gegeneinander. Da wird nichts hergeschenkt.

Auhagen (TSV St. Wolfgang): Ich bin mit meinem Kader sehr zufrieden, und wir setzen ausschließlich auf einheimische Spieler. Wenn ich mir einen wünschen dürfte, dann wäre es ein körperlich robuster Stürmer mit Erfahrung. Der schärfste Konkurrent? Alle drei sind stark. Hohenpolding hat den besten Sturm, ist aber in der Abwehr verwundbar. Am ausgeglichensten ist Hörgersdorf besetzt. Und Isen hat mit Daniel Stangl schon sehr hohe individuelle Klasse im Team. ich kenne ihn ja noch gut aus unserer gemeinsamen Zeit in Moosinning.

Und warum werdet am Ende doch Ihr aufsteigen?

Bachmaier (FC Hohenpolding): Nach einer wirklich tollen Hinrunde sind wir eine Nasenlänge voraus, also haben wir die besten Chancen. Einen Aufstieg aber kann man nicht planen. Durch die Erfahrungen, die ich in den letzten Jahren machen durfte, habe ich gelernt, dass es nichts Schwierigeres gibt, als aufzusteigen. Du musst es dir über die ganze Saison, in jedem einzelnen Spiel verdienen. Dazu kommen noch Faktoren wie Glück und Verletzungen, die eine Rolle spielen. Wenn wir weiterhin so demütig bleiben und in jedem Spiel alles geben, dann können wir uns aber berechtigte Hoffnungen machen.

Stangl (TSV Isen): Den Druck übe ich gegenüber meiner Mannschaft nicht aus. Weil wir jegliche Ausfälle kompensieren können und in der Breite auch sehr gut aufgestellt sind und super als Team agieren, wird der Weg Richtung Kreisklasse aber definitiv über uns führen.

Stocklauser und Schöberl (FC Hörgersdorf): Warum wir aufsteigen? Weil die Last auf mehrere Schultern verteilt ist. Durch den breiteren Kader haben wir endlich Konkurrenzkampf innerhalb des Teams. Das tut der Entwicklung der Mannschaft gut.

Auhagen (TSV St. Wolfgang): Weil wir von den vier Teams das ausgeglichenste sind. Hohenpolding spielt fast immer mit der gleichen Mannschaft. Isen ist durch seine Achse Tobias Stangl/Andi Oberprieler/Daniel Stangl leichter ausrechenbar. Ich habe 18 oder 19 Spieler, die ich problemlos spielen lassen kann.

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