Eishockeyprofi Felix Schütz

Felix Schütz wird wieder Papa und ein Kölner Hai

Felix Schütz (stehend, l.) führte jüngst mit den Erdinger Fußballern eine Trainingseinheit durch. Bald ist er für die Kölner Haie wieder im Einsatz.

Felix Schütz kehrt wieder zurück nach Deutschland. Der 29-jährige Eishockey-Profi, der zuletzt in Schweden aktiv war, spielt in der neuen Saison für die Kölner Haie.

Erding – „Ich habe auch mit Berlin verhandelt, mich aber am Ende für Köln entschieden“, erzählt der Außenstürmer. Bei den Rheinländern war der 129-fache Nationalspieler bereits in den Spielzeiten 2011/12 sowie 2012/13 unter Vertrag und stand 2013 sogar im Finale um die deutsche Meisterschaft.

Schütz begann als Vierjähriger in seinem Geburtsort Erding mit dem Eishockey, damals hatte ihn Legende Hans Huber unter seinen Fittichen, der als Aktiver immer mit der Nummer 5 auflief. Ihm zu Ehren trägt Schütz bei seinen Clubs und in der Nationalmannschaft stets die Nummer 55 – so auch jetzt wieder in Köln.

Nach einem Jahr bei den Jungadlern Mannheim und einer Spielzeit in Landshut – mit Einsätzen in der DNL und der zweiten Liga – zog es den Erdinger nach Nordamerika. Von 2005 bis 2007 spielte er in der Junioren-Liga QMJHL für die Saint John Sea Dogs und Val-d‘Or Foreurs. 2006 wurde er von den Buffalo Sabres in der vierten Runde gedraftet.

2007/08 absolvierte Schütz seine erste Saison in der DEL für den ERC Ingolstadt. 2008 wechselte er erneut nach Nordamerika, wo er für die Portland Pirates in der AHL auflief. 2010 kehrte der Erdinger nach Deutschland zurück, spielte bis Oktober 2011 erneut für Ingolstadt, ehe er sich in der Saison 2011/12 den Kölner Haien anschloss.

Nach gut zwei Jahren zog es den Stürmer in die russische KHL, wo er – bis auf ein Kurzgastspiel 2014/15 in München – bis Januar 2016 für Admiral Vladivostok, Avangard Omsk, Dinamo Riga und Torpedo Nizhny Novgorod spielte. In 120 KHL-Spielen kam er auf 59 Scorerpunkte. Im Anschluss wechselte Schütz in die schwedische Eliteliga zu Rögle BK und schaffte mit dem Außenseiterteam zweimal den Klassenerhalt. 29 Scorerpunkte in 65 spielen stehen hier in der Statistik des Erdingers.

„Wir haben uns verständigt, dass der Vertrag nicht mehr verlängert wird“, erzählt der 29-Jährige. „Die Schweden wollten nicht mehr und ich auch nicht, ich wollte wieder zurück nach Deutschland.“ Hauptgrund ist die Familie. Seine Frau Caro ist schwanger, im September bekommt Töchterchen Heidi eine Schwester oder einen Bruder. „Wir wissen nicht, was es wird und wollen es auch nicht wissen“, sagt Schütz. „Das war bei der Heidi auch schon so. Wir lassen uns wieder überraschen.“

Kommende Woche wird dann Felix Schütz nach Köln fahren, dort den Vertrag unterschreiben und sich nach einer Wohnung umschauen. Denn im Gegensatz zu seinen Auslandsstationen kann und will er diesmal die Familie dabei haben. „Und außerdem müssen wir schauen, wo eine Klinik für die Entbindung ist.“

Dass sein Kind dann im Rheinland zur Welt kommt und nicht in Bayern, das stört ihn nicht – der Kreißsaal in Erding wäre ohnehin nicht zur Verfügung gestanden. „Mei, dann ist es halt so“, meint er schmunzelnd, Hauptsache es ist gesund – und ich kann dabei sein.“

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