Trainer Fabian Aupperle und seine Erdinger können den Abstieg nicht mehr verhindern.

Fußball - Bezirksliga Nord

Der FC Erding ist abgestiegen

Aus und vorbei: Der Abstieg des FC Erding aus der Bezirksliga Nord ist jetzt amtlich. Die Truppe von Spielertrainer Fabian Aupperle unterlag am Karsamstag mit 0:2 (0:1) Toren beim TSV Rohrbach. Damit war für die Kreisstädter auch rechnerisch ein Relegationsplatz nicht mehr zu erreichen. Am Ostermontag setzte es eine 1:6-Schlappe beim SV Manching.

Erding – Die Niederlage in Rohrbach hätte definitiv nicht sein müssen. Erding bestimmte die Anfangsviertelstunde und erspielte sich dabei zwei gute Tormöglichkeiten. Die Schüsse von Amar Mujezinovic und Kapitän Sebastian Sattelmayer aus vielversprechenden Positionen verfehlten aber das Rohrbacher Gehäuse knapp.

Mit dem ersten durchdachten Angriff ging der Gastgeber nach 19 Minuten in Führung. Bei einer Flanke aus dem Halbfeld stimmte im Erdinger Strafraum die Zuordnung überhaupt nicht. Michael Humbach konnte den Ball ungestört mit der Brust annehmen und aus wenigen Metern zum 1:0 einschießen. Danach hatte Rohrbach die Partie besser im Griff, ohne zwingend zu werden. Die offensiven Ansätze der Gäste wurden aber jeweils im Keim erstickt, sodass es bis zur Pause beim 1:0 blieb.

In der 53. Minute musste Erdings Torwart Deniz Aksoy weit aus seinem Tor eilen, um einen langen Ball vor dem heranstürmenden Gegenspieler zu klären. Dabei bekam er nach Ansicht des Schiedsrichters den Ball an die Hand, was sofort mit einem Platzverweis geahndet wurde. Louis Stärkl übernahm den Posten im Erdinger Tor und vertrat Aksoy gut. Rohrbach verwaltete weiterhin die knappe Führung und wäre beinahe bestraft worden. Bei einem Konter spielte Sattelmayer Mujezinovic mustergültig frei, dieser traf aber aus etwas ungünstigem Winkel nur das Außennetz.

Rohrbach war dadurch aber wieder wachgerüttelt und drückte in Überzahl auf die Entscheidung. Diese fiel in der 77. Minute nach einem schnellen Einwurf. Wieder wurde Humbach in Position gebracht, und dieser hämmerte das Leder freistehend aus zehn Metern unhaltbar zum 2:0 unter die Latte. Erding steckte auch danach nie auf und zeigte Moral, brachte aber freilich das Rohrbacher Tor nicht mehr entscheidend in Bedrängnis.

Nur 45 Minuten hielt der FC am Montag in Manching mit. Dann steigerten sich die Hausherren erheblich und zerlegten die Kreisstädter mit 6:1 Toren. Für den rotgesperrten Aksoy stand AH-Keeper Tobias Hunn im Tor, die Innenverteidigung bildeten Marco Bertsch und Ferdinand Zink. In den ersten 15 Minuten passierte wenig. Manching hatte nach 22 Minuten eine Halbchance, doch Daniel Spies traf die halbhohe Flanke nicht richtig. Überraschender Doppelschlag dann nach einer halben Stunde: Erdings Deniz Arslan flankte von halbrechts an den Fünfer, wo Manchings Abwehrchef Fabian Schlienz den Ball, bedrängt von Haberl, über seinen rauslaufenden Keeper ins eigene Netz köpfte – 0:1. Doch schon im Gegenzug glich der Gastgeber aus. Wieder segelte eine Flanke von halbrechts rein, wo sie an Freund und Feind vorbei im langen Eck einschlug. Torschütze war Stefan Schauer.

Manching setzte nach und ging wenig später in Führung: Kapitän Nico Ziegler wollte von der linken Seitenauslinie hart nach innen flanken, windunterstützt senkte sich der Ball jedoch über Torwart Hunn ins Erdinger Netz.

Nach dem Seitenwechsel versuchte Manching, erkennbar mehr Druck aufzubauen. Die Gäste kamen nun kaum noch über die Mittellinie. Bertsch klärte bei einem Versuch von Marko Witasek im letzten Moment vor der Torlinie. Nach 62 Minuten fiel jedoch das 3:1. Bei einem Eckball brachte der FCE den Ball nicht aus der Gefahrenzone, und Witasek staubte aus einem Meter ab. Zwei Minuten später wurde Nikita Müller schön durch die Viererkette hindurch freigespielt und markierte aus zwölf Metern das 4:1. Manching machte nun ernst, was im 5:1 durch Said Magomedov resultierte (70.). Volley hatte er eine Rechtsflanke aus zehn Metern ins Netz gehämmert. Drei Minuten vor dem Ende überspielte Manching nochmal die Erdinger Abwehrreihe, so dass Nico Ziegler alleine vor Hunn das halbe Dutzend vollmachen konnte. nd

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