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Biber verbibbern den Sieg

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Spannender Handball bis zur letzten Sekunde: Die Handball-Herren der SpVgg Altenerding holten bei der HSG Freising-Neufahrn ein 19:19-Unentschieden. Für einen Sieg waren am Ende die Nerven zu sehr verloren gegangen.

von doris breuer und katharina gotz

Altenerding – Ihre bisherigen Spiele in der Handball-Bezirksoberliga hatte die SpVgg Altenerding deutlich gewonnen. Mit der HSG-Freising-Neufahrn wartete nun ein dickerer Brocken. Das 19:19 war am Ende das gerechte Ergebnis eines Spiels, das die Abwehrreihen und die Torhüter geprägt hatten.

Beide Mannschaften zeigten ein flottes Spiel und agierten auf Augenhöhe. Es konnte sich keine Mannschaft richtig absetzen. War eines der beiden Teams auf ein oder zwei Tore enteilt, dauerte es nicht lange, bis der Gegner aufgeschlossen hatte. Im Angriff taten sich die Biber schwer. Aus dem Rückraum heraus konnte sich keiner richtig durchsetzen, und wenn sie mal durch die Deckung kamen, stand der Freisinger Torwart im Weg. Denis Wieland hielt hinten, was zu halten war, schickte seine Mitspieler oft über die erste und zweite Welle nach vorne, doch oft konnten die Altenerdinger die 100-prozentigen Chancen nicht im Tor unterbringen. Zur Pause stand so ein mageres 8:8.

In der Pause forderte das Trainergespann Klawe/Stelzer seine Schützlinge auf, im Angriff flüssiger zu spielen. Vieles sei zu statisch. In der zweiten Hälfte dominierten aber weiterhin die Abwehrreihen. Kritisch wurde es für die Biber, als sich Freising mit drei Toren davonschlich. Die Biber kämpften sich aber mit tollen Toren von Thomas Peteranderl, Tobias Koburger und Bernhard Glas ins Spiel zurück, und schon wurde wieder auf Augenhöhe gekämpft. Das Spiel war an Spannung kaum zu überbieten.

An ein flüssiges Spiel war weiter nicht zu denken, weil das auch der Gegner durch seine aggressive Abwehr nicht zuließ. Dennoch hatten sich die Biber kurz vor Ende des Spiels einen Zwei-Tore- Vorsprung erarbeitet. Nun sah man aber förmlich die Nervosität der Altenerdinger. Freising spielte so clever seine Chancen aus und kam noch verdient zum 19:19.

SpVgg-Tore:

Tobias Koburger 8, Bernhard Glas 3, Quirin Huber 3, Maxi Arnold 4 und Thomas Peteranderl.

Eine Abwehr so löchrig wie ein Käse

Die zweite Mannschaft muss noch immer auf ihre ersten Auswärtspunkte warten: In Freising unterlag sie dem Gastgeber HSG Freising-Neufahrn 2 g mit 26:38 Toren deutlich. Mit Personalsorgen mussten sich die Altenerdinger diesmal nicht herumschlagen, trotz des Verzichts auf die Unterstützung der A-Jugend. Die Niederlage brockten sich die Biber selbst ein – durch eine schlechte Chancenverwertung im Angriff und einer laut Trainer Simon Klawe „absolut löchrigen Abwehr“.

Das erste Tor erzielte Christopher Guttmann. Das sollte für mehr als fünf Minuten der einzige Treffer der SpVgg bleiben. Ein vergebener Siebenmeter und ein platzierter Treffer von Jochen Hartmann waren die magere Ausbeute der folgenden Minuten. In der Altenerdinger Abwehrreihe klafften immer wieder Lücken, in die die Gegner gnadenlos vordrangen. In die Pause ging man mit einem 12:20.

Zurück auf dem Feld blitzte bei den Bibern schließlich ein kurzes Hoch auf: Daniel Sagert legte drei Tore vor, und Moritz Baars versenkte einen Siebenmeter im Netz. Dann schwanden mehr und mehr die Kräfte. Nach der verletzungsbedingten Auswechslung von Daniel Sagert war die Niederlage bereits so gut wie sicher. Zwar versuchte Marc Arendt im Tor noch zu retten, was zu retten war, doch das half nichts mehr.

„Mit einer solchen Einstellung können wir auch kein Heimspiel nächste Woche gewinnen“, sagte Trainer Simon Klawe. „Wir müssen mehr zusammenarbeiten, uns aufbauen, wenn wir hinten liegen und vor allem mehr Laufbereitschaft zeigen“.

SpVgg-Tore:

Christopher Guttmann 7, Daniel Sagert 6, Maximilian Rainer 2, Niklas Fleps 2, Moritz Baars 2/2, Jochen Hartmann 2, Simon Klawe 2, Robert Klotz, Dennis Koburger und Brian-Torben Akodo.

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