Handball – SpVgg 

In Hälfte zwei dreht Spitzenreiter Altenerding auf

Zur Pause führten die Altenerdinger Handballer beim TSV Karlsfeld mit gerade mal zwei Törchen. Im zweiten Durchgang zeigten sie dann, warum sie die Bezirksoberliga anführen.

Altenerding – Dank einer sehr starken zweiten Hälfte siegten die Handball-Herren der SpVgg Altenerding deutlich mit 35:20 (13:11) Toren beim TSV Karlsfeld und verteidigten damit ihre Tabellenführung in der Bezirksoberliga.

Im ersten Abschnitt stimmte zwar die Abwehrarbeit – Michael Sack organisierte seine Truppe hier über die gesamte Spielzeit bestens. Nach vorne fabrizierte Altenerding aber zu viele Fehler, die von Karlsfeld zu Kontern genutzt wurden. Trainer Simon Klawe war sich sicher: „Dadurch haben wir den Gegner stark gemacht.“ Deshalb entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Die Gäste lagen zwar zwischendurch 7:5 vorne, beim 9:9 hatte Karlsfeld aber wieder den Ausgleich geschafft. 11:11 stand es dann kurz vor dem Pausenpfiff, ehe Altenerding dank eines kleinen Zwischenspurts noch zwei Tore erzielte.

In der Kabine mahnte Klawe an, dass man sich seiner Stärken besinnen solle, individuell eigentlich doch deutlich besser sei. Seine Worte fanden Anklang. Fortan zeigte Altenerding aus einer sicheren Defensive heraus ein schnelles Spiel nach vorne. Maximilian Arnold und Lukas Alber leiteten die Angriffe dabei bestens ein, dazu überzeugte Thomas Peteranderl mit starken Aktionen vor dem gegnerischen Kasten. Die Gäste probierten es zudem mit zwei Kreisläufern: Quirin Huber und Michael Sack wurden immer wieder gut in Szene gesetzt.

Dem Favoriten gehörten gleich mal die ersten beiden Treffer nach Wiederanpfiff zum 15:11, und in der Folge kam Karlsfeld nicht mehr näher als auf vier Tore heran. Nach dem 20:16 erhöhte Altenerding munter weiter, lag wenige Minuten später bereits 28:18 in Front. Man merkte, dass bei den Gastgebern die Kräfte deutlich nachließen. Dass es am Ende sehr deutlich wurde, war auch den beiden Torhütern Otto Donaubauer und Dennis Weiland zu verdanken. Die ließen den Gegner mit vielen Paraden immer wieder verzweifeln.

Letztlich war Klawe zufrieden: „In der ersten Hälfte war bei den Spielern deutlich Nervosität zu spüren. Danach aber haben sie den Schalter umgelegt und das gezeigt, was sie können. Karlsfeld hat dagegen dann keine Mittel mehr gefunden.“ In der Tabelle hat Altenerding weiterhin vier Minuspunkte weniger als der Ligazweite TV Altötting.

SpVgg-Tore:

Quirin Huber 7, Niklas Fleps 7/5, Thomas Peteranderl 6, Michael Sack 5, Maximilian Arnold 4, Lukas Alber 2, Daniel Sagert, Lukas König, Tobias Schlecht und Brian-Torben Akodo.

Frauen siegen beim Schlusslicht

Trotz eines arg dezimierten Kaders hielten sich Altenerdings Handball-Frauen beim Bezirksoberliga-Letzten SVA Palzing schadlos. Sie gewannen dort souverän mit 32:17 (18:8) Toren und stehen weiter auf dem sechsten Rang in der Tabelle. Um überhaupt genügend Frauen zur Verfügung zu haben, mussten mit Julia Kranich, Steffi Rott und Katharina Künstner drei Spielerinnen ran, die wenige Stunden zuvor schon mit der zweiten Truppe eine Auswärtspartie absolviert hatten. Nachdem Trainer Alexander Polz verhindert war, coachte diesmal Nicole Steinbrecher die Mannschaft, unterstützt von Michael Zartner.

Die Gäste setzten von Beginn an aufs Tempo und wollten für klare Verhältnisse sorgen. Bis zum 4:4 blieb die Partie zwar ausgeglichen, doch dann zog Altenerding – auch dank vieler Gegenstoßtore – unaufhaltsam davon. Nach nicht einmal 20 Minuten lag die SpVgg-Truppe bereits 12:5 in Front und hatte zur Pause beim 18:8 einen ZehnTore-Vorsprung. Häufig wusste sich das BOL-Schlusslicht nur durch Fouls zu helfen, und es gab einige Siebenmeter: Annabelle Kaube bewies hier Nervenstärke und verwandelte sicher.

Trotz ihrer Doppelbelastung zeigte Rott auch bei der Ersten eine prima Leistung und durfte sich über acht Tore freuen. Im zweiten Abschnitt probierten die Trainer einiges im Abwehrverbund aus, wechselten von der 6:0- auf eine offensivere Variante. Die Mädels störten dabei gut die Palzinger Angriffsbemühungen, doch häufig gab es „Gnadenpfiffe“ der Unparteiischen gegen Altenerding. So formulierte es Zartner nach der Partie. Der Vorsprung erhöhte sich weiter, auch wenn die Gäste im Formationsspiel gegen die SpVgg-Abwehr das eine oder andere Mal konsequentes Durchstoßen vermissen ließen. 26:13 stand es nach 50 Minuten für Altenerding, und auch in den letzten Minuten machte man konzentriert weiter.

Über ein Trainerlob durften sich die beiden Torfrauen freuen. Die ersten 40 Minuten stand Marcella Callovini im Kasten. Sie zeigte ebenso starke Paraden wie die eingewechselte Evelyn Schroeter. Das Fazit von Zartner: „Wir haben eine schöne Teamleistung gezeigt und uns nicht dem Gegner angepasst.“ Bernd Heinzinger

SpVgg-Tore: 

Anabelle Kaube 9/5, Stefanie Rott 8, Katharina Künstner 5, Clarissa Weber 4, Kati Gottschalk 3/1, Theresa Whynalek 2 und Claudia Brueckl.

Rubriklistenbild: © Foto: Christian Riedel

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