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Im Achtelfinale kommt das Aus

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Von: Bernd Heinzinger

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Mit Speed um die Olympia-Stangen im Genting Snow Park P & X Stadion in Zhangjiakou: Der Lengdorfer Yannik Angenend kam im Snowboard-Parallelslalom bis ins Achtelfinale. Der 21-Jährige schied dort aus und landete damit auf dem 13. Rang. Kleiner Fehler an der letzten Kuppe
Mit Speed um die Olympia-Stangen im Genting Snow Park P & X Stadion in Zhangjiakou: Der Lengdorfer Yannik Angenend kam im Snowboard-Parallelslalom bis ins Achtelfinale. Der 21-Jährige schied dort aus und landete damit auf dem 13. Rang. Kleiner Fehler an der letzten Kuppe © AFP/Marco Bertorello

Einen tollen Wettkampf lieferte Yannik Angenend bei den Olympischen Winterspielen in Peking ab.

Lengdorf/Zhangjiakou – Am Ende sprang für den 21-jährigen Lengdorfer im Snowboard-Parallel-Riesenslalom der 13. Platz unter 32 Teilnehmern heraus: „Ich bin damit sehr zufrieden,“ jubelte der Deutsche im Anschluss.

In der Qualifikation ging es in zwei Läufen auf der anspruchsvollen Piste – jeweils einen auf dem roten und blauen Abschnitt – darum, den Sprung unter die besten 16 zu schaffen. Das klappte beim jungen Lengdorfer bestens, im Gegensatz zu seinen deutschen Kollegen. Vor allem bei Stefan Baumeister (18.) war die Enttäuschung riesig, galt er doch als Mitfavorit. Angenend meinte zu seinen Qualifikationsläufen: „Ich habe es versucht, diese sicher zu absolvieren.“ Mit einem 13. Platz schaffte er souverän den Sprung in die Endläufe, in denen im K.o.-System jeweils ein Lauf den Ausschlag über Weiterkommen oder Ausscheiden gab.

Im Achtelfinale wartete mit Tim Mastnak aus Slowenien ein harter Brocken auf den Lengdorfer. „Meine Nervosität steigerte sich vor den Finals schon noch einmal deutlich, es hielt sich aber noch in Grenzen“, sagte der 21-Jährige. Nach dem Start sei er auch ziemlich gut gefahren, sagte Angenend. „Ich konnte mich sehr gut auf meinen Lauf konzentrieren. Leider habe ich dann an der letzten Kuppe einen kleinen Fehler gemacht.“ Dieser gab letztlich den Ausschlag, der Slowene setzte sich mit einem knappen Abstand von 0,27 Sekunden durch. Das war das Aus für den Lengdorfer, der am Ende Platz 13 belegte. Sein slowenischer Achtelfinal-Kontrahent schaffte hingegen später den Sprung aufs Siegerpodest und holte Silber hinter dem Österreicher Benjamin Karl.

Das Resümee von Yannik Angenend nach dem bisher bedeutendsten Wettkampf seiner Karriere: „Ich bin mega-zufrieden, dass ich überhaupt die Finals erreicht habe.“ Ein gelungener Wettkampf für den 21-Jährigen, der sich nun immerhin bester deutscher Snowboarder beim olympischen Parallel-Riesenslalom nennen darf.

Große Planungen für den restlichen Tag hatte der Lengdorfer am Dienstagabend nicht mehr: „Heute geht sicherlich nicht mehr viel zusammen, weil zu feiern haben wir ja nicht wirklich etwas.“ Trotz seines guten Abschneidens überwog letztlich die Enttäuschung im deutschen Lager, denn neben Baumeister bei den Männern galt bei den Frauen Ramona Hofmeister als Medaillenkandidatin – sie schied aber im Viertelfinale aus.

„Vielleicht setzen wir uns noch ein bisschen zusammen und reden über unsere Wettkämpfe,“ sagte Angenend und fügte an: „Auf alle Fälle war es ein sehr großes Erlebnis für mich, hier dabei zu sein. Leider wurde das Ganze allerdings durch Corona ein wenig gedämpft.“ Ein paar Tage bleiben er und seine Teamkollegen noch in China, ehe nach dem Heimflug am 11. Februar schon der nächste Wettkampf in Georgien auf dem Programm steht.

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