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Erfolgreich in Ingolstadt: Lena Birkner, Lena Vidovic und Annica Päßler (v.l.).

International Swim Cup

Flinke Erdinger Delfine: In Ingolstadt purzeln die Bestzeiten

Tunesien, Litauen, Georgien, Schweiz, Italien und viele mehr – beim International Swim Cup (ISC) in Ingolstadt hätte man vermuten können, hier käme die internationale Schwimm-Elite zusammen. Tatsächlich war es ein spektakuläres Einladungsschwimmen des PSV Eichstätt gewesen, zu dem auch eine Erdinger Delegation geladen war.

Erding – Sander Liebig (Jahrgang 2004) qualifizierte sich über 100 m Brust für den Finallauf, in dem er in 1:11,39 Minuten den sieben Platz belegte und eine neue Bestzeit erreichte. Für die Teilnahme an den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften (DJM) fehlen ihm auf dieser Strecke allerdings noch 22 Hundertstelsekunden. Dafür reichte es über 200 m Lagen mit einer Zeit von 2:23,32 Minuten für einen neuen Vereinsrekord.

Stephan Rauscher (2003) hingegen konnte sich bei vielen Bestzeiten besonders über das 100 m-Freistil-Ergebnis freuen, weil er erstmals unter einer Minute blieb (59,83 sec). Er holte außerdem über 200 Meter Schmetterling in 2:27,87 Minuten den zweiten Vereinsrekord.

Sieben Starts, sieben Bestzeiten

Lena Birkner (2009) hatte mit sieben Strecken, die sie ausnahmslos in Bestzeit abschloss, ein volles Programm. Besonders groß war die Freude über den dritten Platz in ihrem Jahrgang über 50 m Rücken (43,22 Sek.). Lena Vidovic (2009) blieb über 50 m Freistil (32,80) und 50 m Schmetterling (38,77) ungeschlagen. Über 200m Brust holte sie in 3:25,28 Minuten ihren zweiten Silberrang.

Ein straffes Programm hatte auch Annica Päßler (Jahrgang 2008), die in zwei Tagen acht Mal ins Wasser sprang und nur mit Bestzeiten wieder herauskletterte. Den größten Sprung machte Päßler über 200 m Freistil, wo sie sich um satte 30 Sekunden auf 3:03,94 Minuten verbesserte.

Drei Stockerlplätze gingen außerdem dank Sophia Geyer (2006) auf das Konto der Erdinger Delphine. Die Schmetterlingspezialistin holte sich über 200 m in 3:04,95 Minuten den Sieg und auf den beiden kürzeren Distanzen jeweils den dritten Platz.

Bei Felicitas Ambros (2004) reichten die Endzeiten über 200 m Brust und Freistil jeweils für den fünften Platz in der offenen Wertung. In der Jahrgangswertung belegte sie auf der Bruststrecke mit dem dritten Vereinsrekord (2:53,65 Min.) den zweiten Platz und der Sieg im Freistil.

Sechs Stockerlplätze für Emma Grichtmair

Für Emma Grichtmair (2007) vom SC Prinz Eugen München waren die Bestzeiten über die Rückendistanzen ein großer Schritt Richtung DJM. Über 50 m Rücken schlug sie in 34,26 Sekunden an und auf der doppelten Distanz in 1:13,11 Minute. Um die Norm zu knacken, fehlen der Erdingerin aktuell noch eine halbe Sekunde auf den jeweiligen Strecken. Allerdings qualifizierte sich für die süddeutschen Jahrgangsmeisterschaften in Dresden über 50 m Rücken. Grichtmairs Ausbeute am Ende des Tages: zwei erste, drei zweite und ein dritter Platz.

Amelie Zachenhuber (2004) qualifizierte sich über 100 m Freistil und 100 m Schmetterling jeweils für die Finals. Dass diese aber nur drei Minuten auseinander sind und somit gar keine Zeit zur Erholung war, macht das auch für die ehrgeizige Zachenhuber nicht gerade einfacher. Dennoch zeigte sie im Freistil-Finale eine ordentliche Leistung, die ihr den dritten Platz einbrachte. Direkt im Anschluss reichte es über 100 m Schmetterling für eine Zeit von 1:04,49 Minute, die sie unter anderen Umständen zwar niemals zufrieden gestellt hätten, in diesem Fall aber mit dem einhergehenden Platz zwei völlig in Ordnung waren. 

Aleks Scharfe

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