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Weißbier-Dusche für den Sieger: Patrick Lange (M.) wird von seinem Teamkollegen Fabian Reuter (l.), dem Zweiten über die Olympische Distanz, und Sebastian Neef, dem Besten der BM-Wertung, zum König von Erding gekrönt – beziehungsweise übergossen.
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Ab ins kühle Nass: Die Volkstriathleten hechten in den Kronthaler Weiher.
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Nach dem Schwimmen keine Zeit verlieren – von der Wechselzone geht’s weiter auf die Radstrecke.
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Damit alles mit rechten Dingen zugeht, schaut das Antidoping-Team mit BTV-Vize Gerd Rucker (l.) genau hin.
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In der Weißbräu-Kurve geben Athleten, Fans und Cheerleader alles.
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Die First Lady von Erding: Anna-Lena Pohl.
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24. Stadttriathlon

Der Ironman-Champion rockt Erding

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Der König von 1200 Athleten heißt Patrick Lange. Beim 24. Erdinger Stadttriathlon lief er gestern über die Olympische Distanz allen davon. Veranstalter Trisport Erding konnte wieder zufrieden sein. Zusätzliche Wertungen sorgten allerdings für Verwirrung.

Erding – Wer 2016 bei der großen Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii Bronze geholt und den Ironman Texas für sich entschieden hat, der gilt beim Erdinger Stadttriathlon zwangsläufig als heißer Anwärter auf den Sieg. Und er hat geliefert: Patrick Lange vom DSW Darmstadt ist gestern seiner Favoritenrolle gerecht geworden. Das Energiebündel, 30 Jahre alt, 1,78 Meter groß und 63 Kilo schwer, kam mit deutlichem Abstand auf die Konkurrenz im Ziel am Schrannenplatz an. Die 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen legte er in 1:52,54 Stunden zurück.

„Was für ein Rennen“, schnaufte er zufrieden ins Mikrofon von Sport1-Moderator Hartwig Thöne. „Erst mal herzlichen Dank an die Fans. Das war Gänsehaut pur, als ich hier eingelaufen bin.“ Das im Vergleich zum verregneten Vorjahr wieder zahlreicher erschienene Erdinger Publikum lässt eben auch einen Mann, der schon in Texas triumphiert hat, nicht kalt. Als Athlet des Teams Erdinger Alkoholfrei sei es schön, auch mal vor Ort zu sein in der Herzogstadt. „Das ist ein supergeiles Event“, befand Lange und lobte damit nicht zuletzt Veranstalter Trisport Erding, der mit rund 150 Mann wieder einmal für einen geregelten Ablauf gesorgt hatte.

Der Titelverteidiger muss zuschauen

Etwas holprig war dagegen Langes Start. Der 30-Jährige stieg gerade mal als Dritter aus dem Wasser am Kronthaler Weiher. „Die Taktik war ein bisschen falsch“, gestand er. Jan Sibbersen, 42-jähriger Triathlon-Oldie, am Ende Drittplatzierter (2:01,24) und Manager des späteren Siegers, hatte hier noch die Nase vorne gehabt. Sebastian Neef kam als Zweiter über die Ziellinie, wurde allerdings anders gewertet. Auf Platz zwei der Olympischen Distanz landete am Ende Langes Teamkollege Fabian Reuter (1:57,00). Neef war für die Liga-Wertung im Rahmen der bayerischen Meisterschaften (BM) gestartet und stand damit im BM-Klassement ganz oben – wurde allerdings in der Königsdisziplin nicht aufgeführt. Für die Zuschauer war das durchaus kompliziert.

Während sich Lange, Neef und Reuter mit Bier überschütteten, schaute ihnen ein Mann etwas traurig zu: Titelverteidiger Nils Daimer lehnte am Zaun im Zielbereich. Seine Knieprobleme waren doch größer gewesen als befürchtet, weshalb der Freisinger auf seinen Start verzichten musste. „Ich hätte gerne mitgemischt, aber ich will jetzt nicht jammern“, sagte Daimer, der Lange durchaus hätte gefährlich werden können. Im vergangenen Jahr hatte er die Olympische Distanz sogar in 28 Sekunden weniger zurückgelegt als der Champion von gestern.

Moderator Thöne forderte die Athleten auf, Erding zu rocken. Und das taten sie auch – bei den Frauen allen voran die 26-jährige Anna-Lena Pohl, die dem Team des Hauptsponsors des Events den zweiten großen Triumph bescherte. Nach zwei Stunden und elf Minuten kam sie im Ziel an und feierte damit gleich bei ihrer Premiere in Erding den Sieg. Thöne war begeistert und kürte sie gleich zur „First Lady von Erding“.

Kaum war Pohl mit dem Sieger-Interview durch, tippte ihr schon eine Vertreterin des Antidoping-Teams, das Trisport zusammengestellt hatte, auf die Schulter. Zusammen mit einem Trisport-Vertreter und dem Technischen Delegierten Gerd Rucker vom Bayerischen Triathlon Verband (BTV) nahm sich das Team stichprobenartig ein paar Athleten heraus. Rucker, der ganz nebenbei noch Vizepräsident des BTV ist, hatte übrigens allen Grund zur Freude. Sein Sohn Felix war in der Altersklasse 1 für die 20- bis 24-Jährigen an den Start gegangen und belegte Rang drei.

Komplikationen bei den Ergebnislisten

Beliebteste Disziplin bei den Athleten ist der Volkstriathlon, der mit knapp 500 Anmeldungen ausgebucht war. Bei den Herren siegte Kilian Bauer. Bester Landkreis-Starter war Markus Kalb von der RSA Berglern auf Platz 14 vor Jörg Salmen (15./Team Erdinger Alkoholfrei) und dem Lengdorfer Martin Holnburger (17.). Bei den Frauen triumphierte Romina Siebentritt vom Team Arndt. Melanie Stern vom Team Erdinger Alkoholfrei wurde Elfte.

Dass die BM sowie Bayern- und Regionalliga in diesem Jahr parallel zum Stadttriathlon stattfanden, war für Trisport ein nettes Zubrot, sorgte aber wie am Beispiel Neefs für Verwirrung. Außerdem streikte der Computer: Die BM-Ergebnislisten standen bis Redaktionsschluss nicht fest. 

Alle Ergebnisse gibt’s unter www.trisport-erding.de.

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