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Jägers Aufholjagd landet im Wasser

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Eichenried - Nur zwei Runden lang durfte Stephan Jäger bei seinem ersten Auftritt als Profi im heimischen Golfclub München Eichenried seine Bahnen ziehen, dann war gestern Nachmittag Schluss. Der Lokalmatador verpasste mit insgesamt 152 Schlägen (75/77) und acht über Par den Cut klar. Auch Martin Kaymer ist ausgeschieden.

Der Eichenrieder Stephan Jäger nahm sein Ausscheiden relativ gelassen: „Ob 8, 1 oder 4 über Par ist doch Wurst, der Cut ist verpasst. Damit hat sich die Sache erledigt.“ Waren es am ersten Tag einige verschobene Putts, die dem 26-Jährigen einen besseren Score als drei über Par gekostet haben, so tappte er gestern in die Wasserfalle.

Nachdem Jäger am ersten Tag im letzten Flight des Tages auf die Runde gegangen war, durfte er gestern zusammen mit dem Waliser Oliver Farr und Justin Walters (Südafrika) schon am Vormittag ab Tee zehn ran. Nach einem Birdie und zwei Bogeys versenkte er seinen Ball auf Bahn 16 zum ersten Mal im Wasser. Am Donnerstag hatte er hier sein einziges Birdie erzielt, gestern reichte es nur zum Doppel-Bogey.

Doch es kam noch schlimmer: Auf der Bahn 18 landete die weiße Kugel gleich zweimal im Teich. Die Folge waren acht Schläge. Damit war für den Eichenrieder die Messe gelesen. „Es ist schon frustrierend, wenn man es probiert und probiert, aber es kommt nichts zustande“, sagte Jäger nach seinem Ausscheiden. Dabei lief es diesmal beim Putten wesentlich besser als am Tag zuvor. Das habe er schon beim Einspielen gemerkt. Doch machte ihm das Wasser einen Strich durch die Rechnung und vermasselte ihm eine erfolgreiche Aufholjagd.

Gut habe er sich an den beiden Tagen auf seinem Heimatplatz gefühlt, meinte Eichenried, der seit zehn Jahren in Amerika wohnt und auf der Web.com-Tour spielt. Natürlich habe er den Cut schaffen wollen, doch einen Heimvorteil habe er nicht gehabt. „Ich glaube, dass ich in den vergangenen neun Jahren vielleicht zwölf Mal auf dem Platz gespielt habe.“ Nun will er das „Positive aus diesen Tagen rausziehen“. Obwohl sein Fokus ganz auf der Tour in Amerika liegt, sei es auf alle Fälle richtig gewesen, dass er nach Deutschland gekommen sei und dieses Turnier auf seinem Heimaplatz gespielt habe. Nächstes Jahr, wenn die BMW Open im Wechsel wieder in Köln-Lärchenhof gespielt werden, werde er sicher nicht dabei sein.

Zwei Tage lang hat er nun Zeit, das Geschehen als Zuschauer zu erleben, alte Freunde zu treffen und auf der Driving-Range zu üben. Am Montag jettet er nach Kanada, wo er den nächsten Wettkampf der Web.com-Tour bestreitet. „Hoffentlich läuft’s dann besser“, sagte Jäger, schwang sich auf seinen Roller und brauste nach Hause, nur einen Steinwurf vom Turnierplatz entfernt.

Jäger befindet sich in prominenter Gesellschaft, denn auch der viel gepriesene Kolumbianer Camilo Villegas schaffte den Cut nicht. Deutschlands Aushängeschild Martin Kaymer ist nach einem Bogey auf Bahn 18 mit 1 unter Par ebenfals ausgeschieden. Marcel Siem (-3), der als Jugendlicher in Eichenried aufgewachsen ist, schaffte den Cut. Er liegt aber weit hinter Rafa Cabrera-Bello aus Spanien, der mit 12 unter Par das Feld anführt (siehe auch MM-Sport).

(Johann Kalteis)

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