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Freddy Obermeier hat sein Amt als Jugendleiter niedergelegt.

Jahreshauptversammlung FC Moosinning

Obermeier: „Jugend des FC Moosinning will lieber feiern“

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Die Fußballmannschaften sind die Aushängeschilder beim FC Moosinning. Mit drei Teams im Senioren- und 13 im Nachwuchsbereich zählt der FCM zu den führenden Vereinen im Landkreis. Aber von Seiten der Verantwortlichen gibt es auch Kritik.

Moosinning – Vorsitzender Karl Thumbs, der in der Jahreshauptversammlung des FC Moosinning einstimmig wieder gewählt worden ist (wir berichteten), hatte in seinem Rechenschaftsbericht nicht ohne Stolz darauf hingewiesen, dass der FCM drei Herrenmannschaften im Spielbetrieb hat. „Die Erste in der Bezirksliga, mit Blickrichtung Landesliga, die Zweite in der Kreisklasse, die Dritte in der A-Klasse“, berichtete Thumbs. „Da kann im Landkreis nur der FC Finsing mitreden.“

Fußball-Abteilungsleiter Rupert Lanzinger fasste anschließend die vergangene Saison zusammen, mit gleich zwei Trainerwechseln. Ziel für die erste Mannschaft sei es, zumindest die Aufstiegsspiele zur Landesliga zu erreichen, „allerdings sind die Aufstiegschancen da bei nur etwa 30 Prozent“.

Viel Zeit für seinen Rechenschaftsbericht nahm sich der scheidende Jugendleiter Freddy Obermeier, der sein Amt nach fünf Jahren abgab und in die Hände des jungen Max Kaifel legte. 200 aktive Fußballer habe der FCM vergangene Saison im Spielbetrieb gehabt, um die sich etwa 30 Trainer kümmern. 15 Jugendmannschaften seien es gewesen, inklusive zweier Spielgemeinschaften. In der aktuellen Saison habe der FCM 13 Nachwuchsteams im Spielbetrieb – ohne Spielgemeinschaften. „Der Boom bei den Mädels hält an“, sagte Obermeier und erinnerte an das Merkur CUP-Finale in Moosinning: „Ein sensationelles Event.“

Der scheidende Jugendleiter verhehlte aber auch nicht, dass es Probleme gibt. „Die U 19 sollte eigentlich das Aushängeschild des Vereins sein, aber nachdem bei uns unmittelbar vor Saisonbeginn fünf Spieler gegangen sind, haben wir einen akuten Spielermangel“, stellte er fest. „Wir haben derzeit elf reine U 19-Spieler im Kader, dazu vier aus der B 1 und B 2.“ Er hofft, „dass wir die Saison noch über die Bühne bringen und in der Kreisliga bleiben“.

Und noch eine andere Sache habe ihn sehr geärgert. „Die Entwicklung, also die sportliche Qualität und die Einstellung zum Fußball, spielt bei vielen nicht mehr die große Rolle“, kritisierte Obermeier. „Party, ein Watt-Turnier oder der 80. Geburtstag von der Oma sind wichtiger als Fußball.“ Und was das Schlimmste sei: „Meistens bei denen, die mit mehr Talent gesegnet sind.“ Folglich werde es für den eigenen Nachwuchs immer schwerer, im Herrenbereich Fuß zu fassen. Er verstehe daher den Einwand mancher Zuschauer nicht, dass der eigene Nachwuchs zu kurz käme. Für Obermeier ist klar: „Nur mit Eigengewächsen könnten wir höchstens Kreisliga spielen – wenn überhaupt.“ Um das sportliche Level so zu halten wie bisher, mit der ersten Mannschaft in der Bezirks- oder gar Landesliga, „müssen wir es weiter so machen, wie in den letzten 25 Jahren“. Er bedauere, „dass es mir nicht gelungen ist, die Situation zu verbessern“.

Der 52-Jährige, der seit 25 Jahren beim FCM ist, richtete zum Abschluss noch sehr persönliche Worte an den Vorsitzenden, mit dem er durchaus auch mal „zammg’ruckt“ sei. „Aber wir haben immer alles ausreden können.“ Sichtlich gerührt sagte Obermeier, bevor es eine herzliche Umarmung mit Thumbs gab: „Der FCM war und ist immer ein Stück Heimat für mich.“ Unter großem Applaus überreichte ihm der Vorsitzende ein Kuvert mit einem Restaurant-Gutschein.

Thumbs bedankte sich dazu bei allen Trainern, Betreuern und Helfern. „Ich wünsche mir, dass wir alle unsere Ziele erreichen“, sagte er abschließend. „Dass wir mit der Ersten aufsteigen und mit der Zweiten und Dritten in der jeweiligen Liga bleiben.“

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