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Voll fokussiert: Die gebürtige Moosenerin Luzia Obermeier gilt als gro ßes Talent.

Tennistalent Luzia Obermeier

Junge Karriere mit Auf- und Rückschlägen

Luzia Obermeier aus Moosen ist eines der vielversprechendsten Tennistalente in Bayern und liegt derzeit in der Rangliste auf Platz sechs.

Moosen  Die Zuschauer auf der Moosener Tennisanlage staunen immer, wenn die 16-Jährige ihre privaten Tenniseinheiten abhält. Ihre Partner sind häufig Vater Robert, der viele Jahre als Mannschaftsspieler aktiv war, aber auch ihr drei Jahre ältere Bruder Jonas vom TC Dorfen. Außerdem ist Alia Lex aus Zwiesel, momentan die Nummer 2 in Bayern, regelmäßiger Gast in Moosen.

Obermeier begann ihre Karriere 2009 beim TC Taufkirchen in der Kleinfeldmannschaft. Im Alter von zehn Jahren spielte sie abwechselnd in drei Nachwuchsmannschaften, 2013 mischte sie gemeinsam mit Bruder Jonas in der Knaben-Bezirksliga mit und erreicht eine ausgeglichene Bilanz.

Danach wechselt die Moosenerin zum SV Haimhausen, war abwechselnd in der Mädchen- und Juniorinnen Bezirksliga S aktiv und verlor dabei saisonübergreifend nur ein Einzel. 2015 war sie als Juniorinnenspielerin beim TC Erding aktiv und verstärkte das Damenteam des VfL Waldkraiburg, ehe sie fest zu den Erdinger Landesliga-Damen wechselte und dort auf Position zwei gesetzt war. Mittlerweile war Obermeier auch ins BTV-Team berufen worde und durfte an der „Tennis Base“ in Oberhaching trainieren.

Heuer wechselte die Moosenerin zum renommierten Münchner Tennisverein GW Luitpoldpark. Dort spielte sie in der zweiten Mannschaft im Regionalligateam als Mannschaftskollegin der ehemaligen Erdinger Spielerin Verena Gantschnig. In Großhesselohe durfte sie sogar ein Spiel in der 2. Bundesliga zusammen mit der gebürtigen Taufkirchenerin Julia Thiem bestreiten. Besonders viel Spaß machte ihr das Engagement in Österreich beim UTC Fischer Ried. Dort spielte sie 2017 in der 2. Bundesliga, schlug nach dem Aufstieg in der Bundesliga auf – zusammen mit der Zwieselerin Lex – und gewann zwei ihrer vier Einzel. Diese Resultate spiegelten sich in Ranglistenpunkten wider. Und so ist Obermeier nun in Deutschland die Nummer 196.

Der Erfolg hat aber natürlich seinen Preis. Freizeit ist bei diesem Aufwand Mangelware, denn auch die Schule darf nicht zu kurz kommen. Ihre Eltern Irmi und Robert betonen, dass Profi-Tennis bei ihnen nie ein Thema gewesen sei.

Zuletzt hatte die 16-Jährige allerdings einen kleinen Rückschlag hinnehmen müssen. Sie war einige Jahre Teil des Talentpools des Bayerischen Tennis Verbands (BTV), der sie auch finanziell unterstützt hat. Vergangenen Winter war Obermeier jedoch länger verletzt und konnte keine Turniere spielen. Folglich büßte sie Ranglistenpunkte ein und wurde aus dem Kader gestrichen. Weil die Moosenerin mittlerweile die Fachoberschule in Erding besucht und die weiten Wege in den Trainingsstützpunkt ohnehin nicht mehr zu realisieren waren, trainiert sie nun zweimal wöchentlich in Erding und absolviert darüber hinaus das Mannschaftstraining bei Luitpoldpark.

Höhepunkte in der abgelaufenen Saison waren der Sieg beim Damenturnier in Zell am Harmersbach gegen die Nummer 60 der deutschen Damenrangliste sowie der Erfolg bei den oberbayerischen U 16-Meisterschaften. Trotz der verletzungsbedingten Rückschlage ist die Lust am Spiel bei der 16-Jährigen immer zu spüren, die ihre Zukunft ganz entspannt sieht. Nach dem angestrebten Abitur kann sie sich gut vorstellen, in den USA mit einem Tennis-Stipendium an einem College zu studieren. Mutter Irmi Obermaier betont, dass die Familie sie immer unterstützen wird, egal welchen Weg sie einschlagen wird. Die Moosener Tennisspieler halten ihr die Daumen und freuen sich, wenn „ihre“ Luzia auch weiterhin häufig auf der Tennisanlage aufkreuzt und ihr Können zeigt.

Manfred Slawny

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