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„Kein Interesse an weiterem Zündeln“

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Von: Helmut Findelsberger

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Da war die Dorfener Eishockeywelt noch in Ordnung: Max Huber, Torschütze Reik Walter und Dario Braun (schwarze Trikots, v. l.) bejubeln das 1:0, die Erdinger (v. l.) Ryan Henke, Torwart Thomas Hingel und Paul Wallek sind bedient. Am Ende aber schossen die Gladiators einen klaren 7:2-Erfolg heraus.
Da war die Dorfener Eishockeywelt noch in Ordnung: Max Huber, Torschütze Reik Walter und Dario Braun (schwarze Trikots, v. l.) bejubeln das 1:0, die Erdinger (v. l.) Ryan Henke, Torwart Thomas Hingel und Paul Wallek sind bedient. Am Ende aber schossen die Gladiators einen klaren 7:2-Erfolg heraus. © Hermann Weingartner

Die Wogen waren hochgegangen rund um das Landkreisderby der Eishockey-Bayernliga zwischen den Eispiraten des ESC Dorfen und den Erding Gladiators.

Dorfen – Das Ganze betraf weniger das Geschehen auf dem Eis, sondern vielmehr das Hin und Her im Vorfeld um eine vom ESC gewünschte Verlegung. In der Pressekonferenz nach dem Spiel ging es dann so richtig heiß her (wir berichteten).

Mit einigen Tagen Abstand möchte Dorfens Abteilungsleiter Manfred Detterbeck, der am Freitagabend krankheitsbedingt nicht im Stadion war, aber durch Videos und Rücksprachen bestens informiert war, „nicht weiter Öl ins Feuer gießen und auch nicht nachtreten“. Verraucht ist sein Ärger erkennbar noch nicht. „Wir werden unsere Lehren daraus ziehen, was Zusammenarbeit und Umgang mit Erding betrifft“, sagt er, „aber weiteres Zündeln ist nicht in meinem Interesse“. Für Detterbeck ist es wichtiger, „dass der ESC nach vorne schaut und nicht mehr auf das, was gewesen ist“.

Zum Gewesenen gehört für den Eispiraten-Chef auch, „dass Kempten sofort zu einer Verlegung des Sonntagsspiels bereit war, ohne auf die nötigen Atteste zu bestehen, denn Sonntag war der ESC wirklich nicht mehr spielfähig“. Kemptens 2. Vorsitzender Marcus Kubena habe gegenüber Detterbeck auch darauf verwiesen, „dass es sportlich keinen Wert habe und auch dem Publikum gegenüber keinen Sinn ergebe, einen derart dezimierten Gegner antreten zu lassen“.

Die unterschiedlichen Voraussetzungen vor beiden Spieltagen stellte Detterbeck schon nochmal heraus: „Am Freitag waren wir nach den Statuten spielfähig, und Erding konnte somit auf der Durchführung der Partie bestehen, am Sonntag war dies nicht mehr der Fall.“ Und er machte nochmal klar: „Das Statement von Trainer Franz Steer in der Pressekonferenz war keine Abrechnung mit Erding, sondern hatte den Zweck, den Zuhörern zu erklären, wie es zum Antreten mit dem dezimierten Kader gekommen war.“

Für Erdings Eishockey-Abteilungsleiter Michael Westphal „ist das Ganze schon vergessen – und so wichtig war es auch nicht“. Für ihn war die „Veranstaltung“ nach dem Spiel „auch keine Pressekonferenz“. Westphal weiter: „Da stellt das Fachpublikum, wie etwa die Presse, Fragen an die Protagonisten, und alle anderen sollten ruhig sein.“ Erdings Eishockeychef zeigte sich überrascht, wie das abgelaufen war und betont, „dass wir uns lieber über die sportlichen Themen unterhalten hätten“. Westphal erklärte außerdem, „dass wir deshalb die Veranstaltung verlassen haben, weil wir das Niveau nicht mitgehen wollten“.

Zu dem Hin und Her in den Tagen vor dem Spiel meinte Erdings Abteilungsleiter, „dass wir halt entschieden haben, dass wir keine Verlegung wollen. Und wir hatten Informationen, die uns zu dieser Entscheidung veranlasst hatten“. Für Westphal „gibt es dazu auch nicht mehr zu sagen – und jetzt kann Gras drüber wachsen, das Eis dicker werden oder schmelzen, wir schauen jetzt jedenfalls nach vorne“.

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