Deutschlands Bester: Der Langengeislinger Robert Parstorfer begeisterte in Raubling. Foto: privat

König der Bogenschützen

Langengeisling/Taufkirchen - Deutscher Rekord und Goldmedaille - Robert Parstorfer ist der beste Bogenschütze der Jugendklasse.

Robert Parstorfer vom BSV Taufkirchen hat sich die Goldmedaille bei den deutschen Meisterschaften im Bogenschießen geholt. Mit einem neuen nationalen Rekord gewann der Langengeislinger in der Jugendklasse überlegen den Titel.

Über 700 Teilnehmer schossen in Raubling bei herrlichem Wetter vor einem traumhaften Alpenpanorama ihre Meister aus - auf 60 Zielscheiben in allen Altersklassen mit Compound- und Recurve-Bogen. Darunter Parstorfer, der aktuell fünf deutsche Rekorde hält und auch schon deutscher Vizemeister war. Diesmal holte sich der 16-jährige Schütze des BSV Taufkirchen mit 15 Ringen Vorsprung vor dem Zweitplatzieren Nico Wiegand aus Sachsen und Tobias Benz aus Baden-Württemberg die Goldmedaille in der Compound-Jugend.

Die Plätze zwei bis fünf trennten gerade einmal sieben Ringe. Das macht noch einmal deutlich, wie eng das Feld der Spitzensportler beieinander liegt und welch herausragende physische wie psychische Leistung es ist, sich derart souverän behaupten zu können. Mit 683 Ringen bei 2 x 36 Pfeilen auf 50 Meter stellte der Geislinger auch gleich noch einen neuen deutschen Rekord auf. Da verwunderte es auch nicht, dass gleich nach dem letzten Schießen ein Vertreter des deutschen Bundeskaders das Gespräch mit Robert und seinem Vater, Coach und Jugendwart des BSV Taufkirchen, Manfred Parstorfer, suchte. „Er möchte einen Landeskader für die besten Compoundschützen aufstellen“, sagte der Meister-Schütze, der von der Idee begeistert ist. Neben seinem üblichen Training - „viermal die Woche mit meinem Vater in Taufkirchen“ - könnte Parstorfer, der vor drei Jahren sein erstes Turnier geschossen hat, dank der Elite-Förderung an Tagesseminaren teilnehmen. Außerdem wäre er automatisch bei Ranglisten-Turnieren dabei, durch die er sich für die Europameisterschaften qualifizieren könnte.

Die Olympischen Spiele dagegen sind noch in weiter Ferne, da dort nur mit Recurve-Bögen geschossen wird. „Aber unsere Funktionäre versuchen, das gerade zu ändern“, sagt Parstorfer, der sich auch noch auf eine andere Herausforderung freut: In wenigen Tagen beginnt er am Flughafen München seine Ausbildung als Mechatroniker.

Pter Stadler/Dieter Priglmeir

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