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Die Krisenkinder im Landkreis-Fußball

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Alle Hände voll zu tun haben die Feldspieler im Tor der SpVgg Eichenkofen. Beim 1:3 in Langenpreising am Wochenende war das Michael Perzl. © Albrecht

Erding - Zusammen haben sie in der laufenden Saison 18 Spiele absolviert. Allesamt haben die SpVgg Eichenkofen, der FC Inning und der FC Grünbach verloren, bei einer ernüchternden Differenz von 11:78 Toren. Dabei sah es für zwei der Klubs am Wochenende zunächst ganz gut aus.

Dass es ausgerechnet am sechsten Spieltag bei Kreisklassen-Tabellenführer Langenpreising zu den ersten Saisonpunkten reichen würde, war nicht unbedingt zu erwarten. Doch träumen durften die Eichenkofener zumindest für kurze Zeit. 2. Minute: Fabian Aigner nimmt sich aus 20 Metern Torentfernung ein Herz und wuchtet das Leder genau in den Winkel.

„Das war unsere erste Führung in der Saison. Wir haben gesagt, wenn wir mal in Führung gehen, gewinnen wir auch. Das hat ganze vier Minuten gehalten“, sagt Trainer Tobias Hilbich lachend. Denn dann kassierte sein Team den Ausgleich, wenig später das 1:2, und verlor am Ende 1:3.

Feldspieler wechseln sich im Tor ab

Trotzdem: Hilbich bleibt nach sechs punktlosen Spielen mit 5:25 Toren optimistisch. Schließlich hatte er diesmal „bis auf zwei, drei Verletzte“ alle Mann an Bord. Zuvor waren immer mindestens fünf Spieler im Urlaub. Eine Zahl, die er so bislang noch nicht erlebt habe. Außerdem zögen seine Spieler im Training nach wie vor gut mit, „keiner gibt sich auf“. Hilbich  ist  vor der Saison schon klar gewesen, dass es für seine Mannschaft gegen den Abstieg gehen würde. Die durchgehend hohe Urlauberzahl habe aber dazu beigetragen, „dass wir so chancenlos waren“.

Weitere Baustellen: Markus Hintsche, vergangene Saison mit 18 Toren bester Eichenkofener Schütze, ist zu Kreisligist Langengeisling gewechselt. Dazu ist Libero Andre Wagenbauer langzeitverletzt. Ein Kuriosum ist die Torhütersituation. Denn momentan hat die SpVgg keinen Schlussmann. Spiel für Spiel steht ein anderer Feldspieler zwischen den Pfosten. „Unser einziger Torwart, Martin Strobl, fällt mit einem Handbruch bis zum Winter aus“, erzählt Hilbich, der trotzdem guten Mutes ist: „In Eichenkofen geht es steil bergauf“, sagt er sogar. Schließlich habe man den Tabellenführer geärgert, und die bislang auch punktlose Reserve hat in der C-Klasse nun sogar den ersten Dreier eingefahren. Und das beim 5:1 in Oberding sogar furios.

Inninger Sturmflaute

Etwas negativer gestimmt ist der Abteilungsleiter von A-Klassist FC Inning, Christian Hermansdorfer. 0:3 hat sein Team am Wochenende gegen Forstern verloren. Bislang steht nur ein eigener Treffer zubuche – bei 16 Gegentoren. Sechs Abgänge hatte der FCI vor der Saison zu verzeichnen, trotzdem war man angesichts einiger vielversprechender Neulinge aus der A-Jugend optimistisch. Aber: „Die hätten eine gute Qualität, doch wir sind oft noch zu grün hinter den Ohren und machen zu viele Fehler“, so Hermansdorfer. „Nach vorne herrscht zu wenig Entlastung, im Sturm haben wir nicht die Qualität.“

Hoffnung keimte durch die Rückkehr von Offensivmann David Hauser auf. Doch der hat sich gegen Forstern prompt wieder schwer am Knie verletzt. Hinzu kommt, dass der neue Trainer Michael Tsimeridis derzeit gelegentlich privat verhindert ist. Hermansdorfer bescheinigt ihm aber volles Engagement. „Zu diesem Zeitpunkt stehen wir auf alle Fälle hinter ihm“, sagt der Abteilungsleiter.

Grünbach trotz Überzahl chancenlos

Nicht unerwähnt soll an dieser Stelle der FC Grünbach bleiben, der mit seiner ersten Mannschaft auf dem letzten Platz der B-Klasse steht. Die schaurige Tordifferenz: 5:35. Dabei sah es am Wochenende zunächst gar nicht mal so schlecht aus, weil beim Gast, dem FSV Steinkirchen 2, Robert Retzer nach gerade mal 13 Minuten die Rote Karte gesehen hatte. Trotzdem setzte sich der FSV problemlos 5:0 durch.

Markus Schwarzkugler

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