Maxi Dallinger muss weiter um sein Olympia-Ticket zittern. Bei der EM in  Breslau verfehlte der Lengdorfer Luftgewehr-Schütze nach tollem Start das Finale und landete auf Rang 21.
+
Ratloser Blick: Maxi Dallinger hat in Breslau den Finaleinzug verfehlt.

Das Aus kommt in der vierten Serie

Maxi Dallinger ist bei EM auf Finalkurs und fällt dann weit zurück

  • Wolfgang Krzizok
    vonWolfgang Krzizok
    schließen

Maxi Dallinger muss weiter um sein Olympia-Ticket zittern. Bei der EM in  Breslau verfehlte der Lengdorfer Luftgewehr-Schütze nach tollem Start das Finale und landete auf Rang 21.

Lengdorf/Breslau – Maxi Dallinger muss weiter um sein Olympia-Ticket zittern. Bei der Europameisterschaft im polnischen Breslau verfehlte der Lengdorfer Luftgewehr-Schütze nach tollem Start das Finale und landete auf Rang 21. Die letzte Chance auf die Olympischen Spiele wird sich im Mai bieten, nachdem der Weltcup in Indien ins Wasser fällt.

„Ich hatte ein gutes Training und hab noch ein bisschen was am Gewehr geändert“, erzählt der 23-Jährige. „Eine gute Trainingseinheit“ war zum Auftakt der Mixed-Wettbewerb, wo Dallinger gemeinsam mit Anna Janßen antrat und einen Mittelfeldplatz belegte.

Tags darauf war der Einzelwettbewerb angesagt. „Ich habe mich gut gefühlt, und die ersten drei Serien waren super“, berichtet der Lengdorfer. 104,7, 104,9 und 105,1, „das war ganz knapp unterm 10,5er-Schnitt“. Die Tendenz sei ganz klar Richtung Finaleinzug gegangen, doch die vierte Serie mit 102,9 war deutlich schwächer. „Da waren viele flache Zehner und auch Neuner dabei“, sagt Dallinger. „Ich habe mich mit dem Trainer besprochen, aber wir waren beide ein bissl ratlos.“ Am Ende standen 626,3 Ringe zu Buche „Das war ein Zehntel mehr als 2019 und hätte da locker zum Finale gereicht“, erinnert er sich und fügt an: „So einen hochrangigen Wettkampf kenne ich von den letzten Jahren her gar nicht.“

So sah es auch Claus Dieter Roth, Bundestrainer Gewehr. „Maxi hat einen guten Wettkampf gezeigt. Es ist einfach auf dem Niveau so, dass man sich kaum Schwächen erlauben kann“, sagte er. „Wir machen für die Einzel-Wettbewerbe einen Haken dran und werden in Pilsen einen nächsten Anlauf auf die Quotenplätze nehmen.“

Er sei mit dem Gesamtergebnis letztlich nicht unzufrieden, erklärte Dalinger. „Es geht bergauf, und ich verspreche mir noch Einiges“, lautet sein Resümee. Eigentlich hätte er nächste Woche zum Weltcup nach Indien aufbrechen wollen, wo erneut Plätze für die Olympischen Spiele in Tokio vergeben werden sollten. Aber jetzt ist alles anders. Am Mittwoch sei die offizielle Info vom Schützenverband gekommen. „Einige Nationen haben sich wegen Corona abgemeldet, jetzt wird der Wettkampf wohl stattfinden, aber es werden keine Weltcup-Punkte vergeben, weil das nicht fair wäre, wenn die Top-Besetzung nicht am Start wäre“, erzählt Dallinger. Also wird auch Deutschland keine Schützen nach Indien schicken. „Das wäre jetzt ein riesen Aufwand und bringt nichts.“

Ersatzweise wird der Deutsche Sportschützenbund jetzt zu einem Lehrgang nach Dortmund einladen. Der Weltcup werde nämlich nicht nachgeholt, und ob es einen vergleichbaren kontinentalen Wettbewerb gibt, stehe noch nicht fest. So gilt Dallingers ganze Konzentration jetzt der Euro-Quotenplatz-Quali, einem Wettkampf, bei dem ab 18. Mai die europäische Elite am Start sein wird und bei dem nochmal zwei Olympia-Plätze vergeben werden – Dallingers allerletzte Chance.

Wolfgang Krzizok

Auch interessant

Kommentare