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Schnell in der Loipe: Christian Moser, der für Gambrinus Niedergeiselbach startet, überzeugte mit starken Laufleistungen. Am Ende der Winter World Masters Games in Innsbruck hatte er sich zwei Medaillen erkämpft.

Schießfehler auf der Strecke wettgemacht

Winter World Masters Games: Biathlet Christian Moser gewinnt zweimal Silber

Christian Moser von Gambrinus Niedergeislbach war bei den Winter World Masters Games in Innsbruck am Start. Zwei Silbermedaillen und ein vierter Platz waren die erstklassige Ausbeute.

Innsbruck/Furtarn – Christian Moser von Gambrinus Niedergeislbach war bei den Winter World Masters Games in Innsbruck am Start. Zwei Silbermedaillen und ein vierter Platz waren die erstklassige Ausbeute.

Bei den Winter World Masters Games handelt es sich um das weltweit größte Wintersport-Festival für Sportler ab 30 Jahren. In verschiedenen Orten rund um Innsbruck waren eine Woche lang insgesamt mehr als 3000 Sportler in zwölf Wintersportdisziplinen am Start.

Der Furtarner Moser startete für Deutschland im Biathlon M35. Hier waren die 200 Startplätze rasch vergeben, das Feld umfasste ehemalige Kaderathleten und Hobbysportler. Diese Wettbewerbe wurden auf der Biathlonanlage in Seefeld ausgetragen. Bei Traumwetter fanden die Biathleten hier ausgezeichnete Bedingungen vor, die Strecken waren mit Kunstschnee hervorragend präpariert. Der Schießstand barg seine Tücken, denn es galt vor dem Schießstand einen Anstieg zu bewältigen, was das Schießen auf die 50 Meter entfernten Scheiben nicht leicht machte.

Dreimal war der erfolgreiche Sommerbiathlet mit Langlaufskiern und Gewehr auf dem Rücken am Start: im Einzel, im Sprint und mit der deutschen Staffel. Groß war die Freude bei Moser, als beim ersten Wettkampf gleich die Silbermedaille raussprang. Im Einzel über zehn Kilometer lief es am Schießstand mit insgesamt acht Fehlern bei vier Schießeinlagen zwar nicht nach Wunsch – pro Fehler gab es 45 Sekunden Zeitstrafe –, aber auf der Strecke war der Furtarner dann sehr gut unterwegs. Er lieferte sich mit seinem Mannschaftskollegen Mario Felgenhauer ein spannendes Duell auf Augenhöhe. Beide hatten am Ende acht Fehler geschossen, und im Ziel trennten die beiden Athleten nur 1,5 Sekunden. Hauchdünn war der Abstand zum Drittplatzierten: Der Litauer Igoris Scekocichinas lag nach sechs Schießfehlern eine Hundertstelsekunde hinter Moser.

Freude pur: Der Erstplatzierte Mario Felgenhauer (r.) und Christian Moser (l.) nehmen den Litauer Bronzemedaillengewinner Igoris Scekocichinas in die Mitte.

Im Sprint über sechs Kilometer wurde zweimal geschossen, und hier waren für die Fehlschüsse Strafrunden zu absolvieren. Scekocicinas war hier nicht zu schlagen. Der Litauer zeigte mit nur einem Fehler eine sehr gute Leistung und sicherte sich mit einer Top-Laufleistung den Sieg vor Felgenhauer. Moser und sein Teamgefährte Benjamin Höflinger lieferten sich einen ganz engen Wettkampf. Beide schossen insgesamt vier Fehler, in der Laufzeit lag Moser nur zwei Sekunden hinter Höflinger und wurde Vierter.

Die guten Einzelleistungen konnten die drei Biathleten für das Team Deutschland zum Abschluss im Staffelwettbewerb umsetzen. Moser, Felgenhauer und Höflinger hatten jeweils sechs Kilometer in der Loipe und zwei Schießeinlagen zu absolvieren. Das deutsche Trio leisteten sich gegenüber der schießstarken Mannschaft aus Russland einige Nachlader und Strafrunden zuviel. So blieb am Ende für Deutschland der zweite Platz. Moser hatte sich liegend und stehend trotz dreier Nachlader eine Strafrunde eingehandelt und war zweitbester Deutscher hinter Felgenhauer. Trotzdem war die Freude über die Silbermedaille groß.

Für den gerade 40 Jahre alt gewordenen Athleten ein toller Erfolg. „Ich bin mit meinen Platzierungen zufrieden, allerdings hätte es am Schießstand besser laufen können“, zog Moser eine positive Bilanz seiner Teilnahme an den Winter World Masters Games.

Erfahrung mit großen Wettkämpfen hat der erfolgreiche Athlet, er nahm bereits 2009 an der Sommerbiathlon-Weltmeisterschaft in Oberhof teil. Im Sommerbiathlon hat Moser viele Medaillen bei bayerischen und deutschen Meisterschaften gesammelt, jetzt glänzen zwei Silbermedaillen von den Winter World Masters Games in der Sammlung.

Gabriele Gams

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