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Nach den lehrreichen Wochen mit packenden Rennen in Italien freut er sich nun auf den ersten EM-Lauf in den Niederlanden.

Motocross

Lion Florian: Holpriger Start, halbgutes Ende

  • Dieter Priglmeir
    vonDieter Priglmeir
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Der Erdinger Motocrosser Lion Florian zahlt bei seinen italienischen Wochen erst einmal Lehrgeld, erreicht dann das Superfinale, ist aber dennoch unzufrieden.

Valkensvaard/Erding – Die einen feierten Karneval in Venedig, Lion Florian verbrachte seine italienischen Wochen lieber auf seiner 250-ccm-Maschine. Und der Motocrosser hatte einige heiße Tänze darauf.

Mit seinem neuem Team WZ-Racing KTM trainierte Florian, der nach längerer Verletzungspause im Herbst vergangenen Jahres ein tolles Comeback feierte,  erst zwei Wochen auf Sardinien, um dann dort an der internationalen italienischen Meisterschaft teilzunehmen. Auf der Sandstrecke von Riola Sardo lief es allerdings überhaupt nicht. Im Qualifying fuhr zu früh über die Startlinie. Die Uhr hatte noch nicht umgeschaltet. „Somit habe ich die erste Runde gleich versaut. Da es im Sand sehr wichtig ist, gleich im ersten Turn eine gute Zeit zu setzen, war die Quali so gut wie gelaufen“, ärgert sich der Erdinger, der dann auch im ersten Wertungslauf fast in einen Startcrash verwickelt worden wäre und gegen Ende des Rennens wegen technischer Probleme aufgeben musste.

Auch in Ottobiano lief es für den 18-Jährigen nicht optimal. Nach durchwachsenem Start und Aufholjagd, die ihn in die Top 20 brachte, „habe ich meinen Flow und viele Plätze verloren“. Letztlich arbeitete er sich von Position 32 auf Platz 26 vor.

Deutlich besser lief es für Florian im norditalienischen Mantova. Auf der 1950 Meter langen Sandstrecke, auf der auch der neunfache Weltmeister Antonio Cairoli sowie der amtierende MXGP- Champion Tim Gajser starteten, schaffte es der Erdinger erstmals ins Superfinale, wo er mit den 450ccm-MXGP-Piloten am Start stand. Nach Rang neun im Qualifying schaffte er den 18. Platz im Wertungslauf, womit der 18-Jährige nicht zufrieden war. Nach starker Viertelstunde „haben die Spuren nicht mehr gepasst, und ich habe viel Zeit verloren“. Dennoch reichte es für seinen ersten Start im Superfinale, das er als 19. beendete. Er war damit Siebtbester in seiner 250 ccm Klasse.

Podiumsplatz in Magdeburg

„Mein Start war relativ gut, aber es ist fast unmöglich, gegen eine 450 ccm einen Start zu gewinnen“, so Florian, der dann aber Pech hatte. „In der zweiten Kurve stürzte ein Fahrer direkt vor mir und ich verhakte mich in seinem Bike, somit musste ich von ganz hinten wieder losfahren.“ Vier Kurven später gab es einen Massencrash, wodurch er Positionen gut machen konnte.

Florians Bilanz nach den ersten Rennen: „Klar, bin ich mit meinen Ergebnissen nicht zufrieden, aber es war eine gute Vorbereitung – und ich habe viel gelernt“.

Richtig gut lief es dann beim Wintercup des MSV Dolle. Den ersten Lauf auf der 1600 Meter langen Sandstrecke in der Nähe von Magdeburg beendete er als Sechster. Im zweiten Lauf legte Florian er einen sehr guten Start hin, war nach der ersten Kurve Dritter und fuhr auf der einspurigen Strecke noch auf Rang zwei vor.

Der Podiumsplatz war für ihn eine weitere Bestätigung. „Ich bin auf dem richtigen Weg, werde noch meinen Speed verbessern und hart arbeiten“, verspricht Florian, der übrigens mit der Sparkasse Erding-Dorfen einen neuen Sponsor gefunden hat. Am Wochenende, 7./8. März, wird’s ernst. Dann steigen in Valkensvaard die ersten EMX-Läufe. Italien ist Vergangenheit, nun darf er sich auf die Niederlande freuen.

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