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Lion Florians EM-Beginn: Stolperstart, Sturz, Spitzenplatz

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Von: Dieter Priglmeir

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Große Sprünge vor großer Kulisse: Lion Florian begeisterte die 26 000 Zuschauer im niederländischen Valkenswaard. © SevenOnePictures

Der Erdinger Motocrosser Lion Florian liegt nach den ersten beiden Rennen auf Rang fünf

Erding – Lion Florian gehört spätestens jetzt zur internationalen Motocross-Elite. Nach den ersten beiden Läufen zur Europameisterschaft steht der Erdinger auf Platz fünf – und es wäre sogar noch mehr drin gewesen.

Über 26 000 Zuschauer wollten sich den Auftakt der 250er-EM im niederländischen Valkenswaard, südlich von Eindhoven, nicht entgehen lassen. Auch Lion Florian freute sich auf 1630 Meter feinsten Sandboden, der sich allerdings aufgrund des vorausgegangenen Regens extrem tief ausfuhr.

84 Fahrer aus 19 Ländern waren gemeldet. In zwei Gruppen mit je 42 Startern ging es ins Qualifying. Jeweils die ersten 20 mit der schnellsten Rundenzeit durften im Rennen an den Start gehen.

Florian, der zusammen mit Bastian Bøgh Damm für das WZ Racing Teams am Start war, musste sich im Qualifying mit der neuntbesten Zeit in der zweiten Gruppe zufrieden geben. „Der Speed war da, aber ich hab am Anfang keine freie Lücke gefunden. Das hat mir eine gute Position versaut“, ärgerte sich der 18-Jährige. Die Folge war Startplatz 18 im ersten Lauf.

Den Start bezeichnete er selbst als „mittelmäßig“. Danach machte er sich an die Aufholjagd. Nach den ersten Runden war er bereits in den Top Ten, und ab der Hälfte des Rennens lag er schon auf Platz fünf. „Mein Speed hätte für die Top drei gereicht, jedoch habe ich mich im Rennverlauf zu sehr verausgabt“, berichtet der Erdinger. Bis zum Rennende habe er die Geschwindigkeit nicht mehr aufrecht erhalten können. Über Rang fünf freute er sich dennoch mächtig.

Der zweite Lauf begann sehr gut. Schnell war der Erdinger Elfter, doch dann setzte er in einer tiefen Rille mit dem Fußraster auf und wurde über den Lenker geschleudert – ein Crash in der ersten Runde. Die Konkurrenz fuhr davon. Die gute Nachricht: Es war noch genügend Zeit für die Aufholjagd. „Von Anfang an war mein Speed gut, wodurch ich mich sehr schnell wieder nach vorne kämpfen konnte“, sagt Florian, fügt aber hinzu: „Mein Speed hätte für deutlich mehr gereicht. Allerdings war ich zu weit weg, um noch in die Top fünf zu fahren.“ Am Ende bedeutete dies Platz sieben im zweiten Lauf und Rang fünf in der Gesamtwertung.

Florians Fazit: „Mein Speed ist definitiv schon ganz gut, und meine Starts wurden auch besser.“ Aber um aufs Podest zu fahren, müsse er sich da noch verbessern. Der Perfektionist: „Ein super Saisonstart. Ich weiß, dass ich noch mehr aus mir rausholen kann, und das werde ich im nächsten Rennen probieren.“

Teamchef Waldemar Zichanowisch freute sich über die starke Performance seines Schützlings: „Lion hat sich sehr toll entwickelt und jedem gezeigt, dass auch Sandstrecken zu seinen Stärken gehören. Er hat nur ganz knapp das Podium verpasst. Ich bin mir sicher, wir werden von ihm noch einiges sehen.“

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