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Auf selbst gespurten Loipen waren die Wintersportler am Wochenende unterwegs.

WINTERSPORT

Loipen: Landratsamt Erding drückt Auge zu

  • Dieter Priglmeir
    vonDieter Priglmeir
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Das Amt wird nicht ahnden,  wenn im Landkreis Erding zum Beispiel durch Vereine oder Privatpersonen unentgeltlich frei zugängliche Loipen gespurt werden.

Erding – Kaum war der erste Schnee des Jahres gefallen, streiften schon die ersten Langläufer durchs Gelände und spurten sich ihren Weg. Für richtige Loipen reichte die Schneedecke allerdings bisher noch nicht, wie die Skiclubs aus Auerbach, Buch, Dorfen und Lengdorf meldeten. Aber dürfen Loipen während des Lockdowns überhaupt genutzt werden? Das Landratsamt Erding hatte für die Wintersportler gute Nachrichten.

Zwar sei während des Lockdowns der Betrieb und die Nutzung von Sporthallen, Sportplätzen, Fitnessstudios, Tanzschulen und anderen Sportstätten – wie eben Loipen – derzeit grundsätzlich untersagt, erklärt Michael Schöttl, Leiter des Fachbereichs Verbraucherschutz. Analog zur Auslegung anderer oberbayerischer Landkreise wie zum Beispiel Rosenheim oder Garmisch-Partenkirchen werde das Landratsamt Erding jedoch nicht ahnden, „wenn im Landkreis Erding zum Beispiel durch Vereine oder Privatpersonen unentgeltlich frei zugängliche Loipen gespurt werden.“

Allerdings müssten die verantwortlichen Vereine beziehungsweise Privatpersonen gewährleisten, dass die jeweils geltenden Kontaktbeschränkungen – seit dem heutigen Montag sind es maximal ein Haushalt gemeinsam mit einer weiteren Person – und Abstandsregelungen auf den gesamten Loipenflächen eingehalten werden können. „Hierzu sind entsprechende Hinweisschilder aufzustellen und stichprobenartige Kontrollen durchzuführen“, so Schöttl weiter. Ferner sei insbesondere darauf hinzuwirken, dass auf Parkplätzen/-flächen beziehungsweise an den Ein- oder Ausstiegsbereichen in die Loipen keine Menschenansammlungen auftreten. „Vereinstätigkeiten, Wettbewerbe oder gastronomische Angebote zum Verzehr an Ort und Stelle sind ebenfalls leider nicht zulässig“, erklärt Schöttl.  pir

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