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Die wenigen Tage in Vietnam genoss Marina Rappold mit ihrem Freund Maximilian Janussek.  

Leichtathletik

Marina Rappold und die Pause zwischen Vietnam und Budapest

  • Dieter Priglmeir
    vonDieter Priglmeir
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Die Langstreckenläuferin aus Unterschwillach plant heuer ihren ersten Marathon. Jetzt war erst einmal Pause angesagt.

Unterschwillach– Das Jahr 2020 soll für Marina Rappold ein weiterer Meilenstein werden. Genauer gesagt sollen es sogar mehr als 26 davon sein, denn so viele Meilen (beziehungsweise 42,195 km) hat ein Marathon. Im Herbst will die Unterschwillacherin ihren ersten laufen. Erst einmal hat aber der Corona-Virus auch ihre Pläne durcheinandergewirbelt.

Gemeinsam mit ihrem Freund, dem Handballer Maximilian Janussek vom SV Anzing, war sie in Vietnam unterwegs. „Wir mussten dann vorzeitig unseren Urlaub abbrechen“, erzählt die 22-Jährige. „Ich bin froh, dass ich es nachhause geschafft habe.“

Und jetzt? „Die letzten beiden März-Wochen war erst einmal komplett Pause, berichtet die Langstreckenläuferin.“ Wirklich komplett, gar nichts? „Ich habe die 18 Monate zuvor durchtrainiert. Es war also auch durchaus mal an der Zeit, den Körper mal ruhig zu stellen“, so Rappold. Das habe sie auch mit Markus Guetzlaff besprochen. Seit 2012 trainiert er die mehrfache Gewinnerin des Erdinger Stadtlaufs und Deutsche U 23-Meisterin über 10 000 Meter.

Im April werde sie wieder langsam anfangen mit dem Grundlagentraining. „Das sind ausschließlich aerobe Einheiten, also Dauerläufe über zehn, zwölf Kilometer. Sonntags werden es dann vielleicht mal 20 Kilometer sein“, erklärt Rappold und fügt hinzu, „aber es wird noch kein Intervalltraining auf der Bahn geben“.

Damit fängt die Studentin (Lehramt Grundschule) erst im Juli an. Denn der erste Marathon ihres Lebens ist ja nur aufgeschoben. Im Oktober – wenn es Corona bis dahin zulässt – ist sie für den Marathon in Budapest gemeldet. Auch Paris wäre möglich, denn der für April geplante Lauf wurde nun auf Oktober verschoben. Rappold überlegt noch, aber Budapest scheint die besseren Karten zu haben. „Mein Freund stammt aus Ungarn. Deshalb sind wir auch oft dort. Ich stelle es mir sehr schön vor, mein Marathon-Debüt in dieser Stadt zu machen. Ich liebe Budapest.“

Unsere Serie:

„Wie halten sich unsere Spitzenathleten fit? – In den kommenden Tagen und Wochen berichten wir in loser Folge über die Leistungssportlerinnen und -sportler im Landkreis.   

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