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Maxi Dallinger in Peking: Zwischenstation für Olympia 2020

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Von: Dieter Priglmeir

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Gleich geht’s nach Peking (v. l.): Jolyn Beer (Hannover), Maxi Dallinger, Isabella Straub (Ebersberg) und Andre Link (Pforzheim) vor dem Abflug. © privat

Der Weg nach Tokio geht über Peking, und da flog Maxi Dallinger am Karfreitag hin. Um 19.15 Uhr düste der Lengdorfer in die Hauptstadt Chinas, wo in der kommenden Woche der Weltcup der Sportschützen stattfindet. Der Auftrag der gut 20-köpfigen deutschen Nationalmannschaft: Quotenplätze holen für Olympia 2020 in Tokio.

Lengdorf – Der Weg nach Tokio geht über Peking, und da flog Maxi Dallinger am Karfreitag hin. Um 19.15 Uhr düste der Lengdorfer in die Hauptstadt Chinas, wo in der kommenden Woche der Weltcup der Sportschützen stattfindet. Der Auftrag der gut 20-köpfigen deutschen Nationalmannschaft: Quotenplätze holen für Olympia 2020 in Tokio.

Höchstens zwei Startplätze pro Disziplin gibt’s für die Sommerspiele pro Nation. Und die müssen erst einmal bei den internationalen Wettkämpfen geholt werden, zu denen der Deutsche Schützenbund seine besten Leute schickt. Die Entscheidung, wer zu den Weltcups fliegt, treffen die Trainer anhand der aktuellen Wettkämpfe. „Da ich A-Kader-Status habe, durfte ich mir zwei aussuchen“, erklärt Dallinger, der den Neuneinhalb-Stunden-Flug nach Peking gern auf sich nimmt. „Kollegen haben vom Weltcup hier im Jahr 2010 geschwärmt. Außerdem bin ich sehr gern in Asien“, sagt der 22-Jährige, der 2018 in Südkorea Mannschaftsweltmeister wurde. Und er fügt schmunzelnd hinzu, „Das Essen hier mag ich ja auch sehr gern.“

Die Reise empfindet er ohnehin nicht als Strapaze. Auf die Zeitumstellung – China ist sechs Stunden voran – habe er sich schon die vergangenen vier Tage vorbereitet und jeden Tag eine Stunde angeglichen. „Wenn ich im Flieger sofort schlafen kann, wäre das optimal für die dortige Ortszeit. Und ich wäre zum ersten Trainingstag voll umgestellt“, so Dallinger.

Bei zwei Wettbewerben wird er antreten. Am Mittwoch geht es um den Dreistellungskampf. Mit dem Luftgewehr ist der Polizeianwärter dann am Freitag dran. Dallinger ist zuversichtlich. „Im Training läuft es zurzeit sehr gut“, berichtet er. Sein Ziel: „Vorne mitmischen. Möglichst neue Startplätze für uns sichern.“ Soll heißen: Er peilt in beiden Disziplinen die Finalteilnahme der besten Acht an. „Da geht es dann immer so eng zu, dass du keine Prognose abgeben kannst.“

Zumal in Peking die Besten der Besten am Start sind. „Es ist das Jahr vor Olympia. Alle wollen ihre Startplätze für Tokio sichern. Und wer das Ticket in der Tasche hat, nutzt den Wettkampf schon als Vorbereitung.“ Sein persönliches Ticket kann der Lengdorfer übrigens nächste Woche noch nicht holen. „Hier geht es nur um die Quotenplätze für Deutschland“, erklärt der Schütze von Isental Lengdorf. Für Tokio 2020 wird es eine eigene Ausscheidung geben. „Aber auch nur, wenn mehrere Sportler für den Startplatz in Frage kommen. Da wird einem nichts geschenkt.“, erklärt Dallinger.

Nach Peking wird Dallinger dann im Mai beim Münchner Weltcup in Hochbrück antreten. Im September steigt dann ein weiterer Wettbewerb in Rio de Janeiro. „Da wäre ich natürlich auch gern dabei, aber das ist auch aus beruflichen Gründen noch ungewiss“, erklärt er. Dallinger ist bei der bayerischen Landespolizei in der Ausbildung, die ab September bis Januar in die letzte Phase geht.“ Spannende Monate für den Lengdorfer Schützen.

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