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Meister Lengdorf macht die Nacht zum Tag

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Von: Markus Schwarzkugler

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Mit Schampus und wehenden Fahnen feierten die Lengdorfer Kicker und Verantwortlichen ihr Meisterstück. © Albrecht

Ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es muss: Ein Punkt reichte dem FC Lengdorf am Mittwoch bei der DJK Ottenhofen, um die Kreisklasse-Meisterschaft einzutüten. Mit einem 2:2 ist genau das gelungen. Es folgte eine Meistersause, die auch am Vatertag noch andauerte.

Ottenhofen – Einen besseren Tag hätten die Kicker des FC Lengdorf für das Klarmachen ihrer Meisterschaft nicht erwischen können. Mit einem 2:2 am Mittwochabend bei der DJK Ottenhofen haben sie den letzten dafür noch nötigen Punkt geholt. Perfekt, dass am folgenden Tag Vatertag war und so ausgelassen gefeiert werden konnte.

Trainer und Torhüter Florian Leininger war gestern, als ihn unsere Zeitung gegen 13.30 Uhr am Telefon erreichte, noch ein bisserl angeschlagen. „I bin grad ausm Bett rausgrabeed. Mich wundert’s, dass ihr mich erwischt habt“, sagte der Coach leicht hustend. Während des Interviews machte er sich schon wieder auf zum Party-Tatort: dem Sommerfest der Skiabteilung des FCL. Leininger hatte dort mit seinen Schützlingen bis 3 Uhr in der Früh gefeiert, dann ging’s für ihn nach Hause. „Ein paar sind aber immer noch da.“

Wer eine Saison von Anfang an so souverän durchmarschiert, der darf es krachen lassen. Zwei Spiele stehen nur noch aus, der FCL ist nach wie vor ungeschlagen. Nach Abpfiff der Ottenhofen-Partie ging es mit einem Autokorso zurück nach Lengdorf. „Wir haben ein paar Runden in Walpertskirchen gedreht“, berichtete Leininger verschmitzt. Beim Nachbarn und Ligarivalen schaut man nach so einem Triumph besonders gerne vorbei.

Allzu viel gezittert musste nicht werden, ehe gefeiert werden konnte. Auch wenn die DJK Leininger zufolge vor allem in der ersten Halbzeit gut gekämpft und gespielt hat: „Den Punkt hat sich Ottenhofen verdient.“ Und er kann noch ganz wichtig sein für die DJK. Denn damit hat sie ihr Polster auf die Abstiegsränge auf drei Punkte ausgebaut.

In Hälfte eins verteidigte Ottenhofen geschickt und setzte auf Konter. Dennoch ging der Tabellenführer bereits in der 10. Minute in Front. Ein Ball kam über außen ins Zentrum zu Manuel Gröber, der seinen Gegenspieler aussteigen ließ und den Torwart verlud. Beim Ausgleich spielte DJK-Trainer Tobias Grünewald zwei Mann aus und passte in die Spitze auf Christian Käser, der aus elf Metern satt ins lange Eck vollstreckte (26.).

In Halbzeit zwei standen die Gastgeber tiefer, der FCL übernahm nun die Kontrolle. Den Lohn dafür gab’s in der 82. Minute: Simon Wiethaus wurde gefoult, und Martin Lechner verwandelte den Strafstoß zum 2:1 für den FCL. „Dann waren wir sehr entspannt“, sagte Leininger, der verschmerzen konnte, dass ihn mit dem eingewechselten Alexander Reger in der 92. Minute per Kopfball-Verlängerung ein eigener Mann zum 2:2-Endstand überwand. Wenige Sekunden später war nämlich Schluss – und der FCL Meister.

Für die Kreisliga hat sich der FCL bereits mit Johannes Petrik (VfB Hallbergmoos) und Louis Müller (SV Buch) verstärkt. Leiningers Ziel: „Klassenerhalt – und fertig.“

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