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Im Konzert der Großen mischten die Altenerdinger E-Junioren gut mit. Gegen den FC Bayern München setzte es für die Mannschaft mit Alesio Kosta (l.) im Halbfinale aber eine 0:6-Niederlage.
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Grund zur Freude hatte SpVgg-Torwart Simon Martin (M.), der zum besten Torhüter des Finalturniers gewählt wurde. Stolz auf ihn und die Mannschaften waren seine Trainer Tom Ostermaier (l.) und Florian Aldinger.

Das große Finale

Merkur CUP: Die beste E-Jugend der Landkreis-Geschichte

SpVgg Unterhaching, TSV 1860 München, FC Bayern – und mittendrin statt nur dabei die SpVgg Altenerding. Im Merkur-CUP-Finale hatten die Veilchen am Samstag keine Angst vor großen Namen und schafften es am Ende sogar ins Halbfinale. Als erstes Team des Landkreis-Fußballs.

von Andreas Heilmaier

Altenerding – Erstmals in der 23-jährigen Geschichte des Merkur CUP hat es am Samstag in Warngau mit den U 11-Junioren der SpVgg Altenerding ein Team aus dem Erdinger Landkreis ins Halbfinale des großen Finals geschafft. Obwohl es dann für die Aldinger/Ostermaier-Schützlinge dann zwei herbe Klatschen gab, sah man nach dem Ende des Turniers nur zufriedene Gesichter. „Trotz der hohen Niederlagen überwiegt in jedem Fall die Freude, denn wir haben nur die drei Großen vor uns gelassen. Ich bin stolz auf das Team“, zog Trainer Florian Aldinger ein positives Fazit.

Der Auftakt verlief optimal, denn gegen den Kirchheimer SC glückte mit 1:0 Toren der erhoffte Auftaktsieg, der letztlich entscheidend für den Halbfinaleinzug sein sollte. Gleich zu Beginn konterte Altenerding nach einer gegnerischen Ecke blitzschnell, und Nikolas Meurer, der ein Zuspiel von Ioannis Petkos erfolgreich abschloss, sorgte für den ersten Treffer im Finalturnier. Im zweiten Durchgang drängte Kirchheim auf den Ausgleich, doch lediglich bei einem Lattenschuss hatten die Altenerdinger etwas Glück. Ansonsten stand die Defensive sicher.

Im zweiten Match zeigte man vor der SpVgg Unterhaching vor allem in der Anfangsphase zu viel Respekt. Unnötige Ballverluste im Spielaufbau luden die Hachinger zu Toren ein. Der Favorit wusste die SVA-Fehler zu nutzen, und schon nach vier Minuten stand es 3:0. Fast wäre Meurer der Ehrentreffer geglückt, doch sein Schuss ging um Zentimeter am Kasten vorbei.

Danach reichte den Altenerdingern ein Punktgewinn gegen den FT Starnberg. Zur Pause waren die Veilchen mit einem torlosem Remis noch im Rennen, doch als die Starnberger zwei Minuten nach Wiederbeginn in Front gingen, schien das Ausscheiden besiegelt. Aber die Veilchen ergaben sich nicht ihrem Schicksal. Zwei Minuten vor dem Ende der Partie sorgte Petkos mit einem Schuss ins lange Eck für den entscheidenden Ausgleich.

Faltermaiers Akrobatik-Künste

Die unverhoffte Halbfinal-Qualifikation ließ das Selbstbewusstsein steigen, und Torhüter Sebastian Pirschlinger erhoffte sich zunächst, „ein Tor gegen den FC Bayern zu erzielen. Mein Ziel war das Bezirksfinale, aber wenn man soweit ist, will man auch ins Endspiel. Gegen wen wir da spielen, ist mir egal“, scherzte der Keeper mit einem Schmunzeln im Gesicht.

Während sich seine Kameraden nach dem Abschluss der Vorrunde erholen konnten, gab es für Johannes Faltermaier keine Verschnaufpause. Er wurde von Fußballakrobat Alfred Reindl in dessen Programm eingebunden und verdiente sich mit seinen technischen Raffinessen den Applaus der zahlreichen Zuschauer auf der Anlage des SV Warngau.

Dann wurde es wieder auf dem Platz ernst. Die Veilchen hielten dem großen Druck des FCB, bei dem Maximilian, der Sohn des Eichenrieder Trainers Marc Hennig, eine sehr starke Vorstellung gab, nur fünf Minuten stand. Als dann ein Flachschuss die Bayern-Führung brachte, ging es dahin. Schon zur Pause stand es 0:4, am Ende 0:6.

Nach dieser herben Niederlage wollte man gegen den TSV 1860 München, der im anderen Halbfinale überraschend gegen den späteren Sieger SpVgg Unterhaching den Kürzeren gezogen hatte, einen erfolgreichen Abschluss schaffen. In der ersten Halbzeit hielt Altenerding gut dagegen. Erst zehn Sekunden vor dem Pausenpfiff war Torhüter Simon Martin nach einer schönen Kombination gegen einen Schuss aus kurzer Entfernung chancenlos. Dieser Gegentreffer zeigte Wirkung, und der Glaube auf eine Überraschung gegen den TSV 1860 ging nun verloren. Nach Wiederbeginn waren die Altenerdinger förmlich nicht mehr auf den Platz, sodass die Löwen noch ein halbes Dutzend Tore nachlegten und sich mit einem 7:0-Sieg den dritten Platz sicherten.

„Es war schade, dass wir uns zweimal haben so abschießen lassen, aber es haben zum Schluss der Wille, Glaube, aber vor allem die Kraft gefehlt. Es gibt keinen Vorwurf an meine Jungs“, sagte Trainer Aldinger. „Die kurzfristige Enttäuschung hat sich auch gelegt, und als wir den Pokal aus den Händen von Melanie Behringer erhielten, war uns klar, was wir geleistet haben. Wir können stolz auf uns sein.“

Simon Martin darf zu Philipp Lahm

Freuen durfte sich am Ende noch Keeper Martin, denn er wurde von der Jury zum besten Torhüter des Finalturniers gewählt und darf damit am Sommercamp der Philipp-Lahm-Stiftung teilnehmen. „Ich habe damit überhaupt nicht gerechnet, aber ich freue mich riesig, bei diesem Camp dabei sein zu dürfen. Es wird bestimmt toll, wenn ich den Weltmeister persönlich kennenlernen darf“, sagte Martin überglücklich. " hauptsport

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