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Unermüdliche Antreiberin: FCM-Spielführerin Lucy Schleicher im Auftaktmatch gegen Höhenkirchen.
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Gut lachen hatte Helmut Scharlach. Der Kleinfeldchef der FCM-Mädels war mit der Leistung seines Teams zufrieden.
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Gut aufgespielt hat derweil auch die Blaskapelle Moosinning, die die acht Mannschaften bei ihrem Einmarsch ins Heinrich-Vogl-Stadion anführte.
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Einschwörung auf das Spiel gegen Huglfing (v. l.): die Trainer Carina Wöll und Max Kaifel, Era Toplana, Veronika Wimmer, Coach Christian Anzinger, Angelina Weiß, Ronja Buttstedt, Anna Anzenberger, Emily Kirsch, Marla Emele, Lucy Schleicher, Emiliana Anzinger, Emilia Fischer und Hannah Jünke.
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Gespannte Gesichter auf der Tribüne.
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Das BRK-Trio (v. l.): Lena Dichtl, Stefan Luther und Nicole Faltermaier.
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Den Grill im Griff (v. l.): Georg Schindlbeck mit Helmut und Myriam Zollinger.
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Die Teams beim Einmarsch.

Das große Finale der E-juniorinnen beim FC Moosinning

Merkur CUP: Ein Traumtag in Gelb und Schwarz

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Der FC Moosinning hat sich als würdiger Ausrichter des großen Finals im Merkur CUP der E-Juniorinnen präsentiert. Auch sportlich lief es rund. Mit etwas mehr Glück wäre sogar die ganz große Überraschung möglich gewesen.

von Markus Schwarzkugler und Karl Thumbs

Moosinning – Für die E-Juniorinnen des FC Moosinning war es nicht nur die Krönung ihrer Meistersaison, sondern vor allem auch die Kür für eine beeindruckende Entwicklung ihrer Mädchenfußball-Abteilung. Beim großen Finale des Merkur CUP am Samstag haben die Gelb-Schwarzen vor heimischer Kulisse den dritten Platz belegt.

Der Kleinfeldchef der FCM-Mädels, Helmut Scharlach, hätte sich das vor fünf Jahren, als er die Fäden in die genommen hat, nicht zu träumen gewagt. Damals waren die Moosinningerinnen bei der Erstauflage der Mädchen-Variante des Merkur CUP Ausrichter der ersten Runde und schieden chancenlos aus. „Aber wir haben das allererste Tor in der Geschichte des Merkur CUP der Mächen geschossen“, sagt Scharlach schmunzelnd. Franziska Kratzer war das. Sie war eine von sieben Spielerinnen. Mittlerweile zählt der FCM 30 in der E-Jugend.

Eine beeindruckende Entwicklung, die die Mädels mit zwei souverän überstandenen Merkur-CUP-Runden unterstrichen. Und auch ins große Finale dahoam starteten sie richtig stark. Nach dem Einmarsch der Teams, die von der Blaskapelle Moosinning musikalisch angeführt worden waren, fegten die Moosinningerinnen trotz hochsommerlicher Temperaturen gleich mal über die SpVgg Höhenkirchen hinweg. Trainer Max Kaifel war das schon fast etwas zu wild: „Wir haben in der Vorrunde nervös und verträumt gespielt“, befand er. Trotzdem stand erst mal ein 2:0-Erfolg.

Torjägerin Era Toplana erzielte nach einem Doppelpass das 1:0. Nach einem weiten Abschlag von Torhüterin Veronika Wimmer tauchte Emily Kirsch alleine vor dem Tor auf und vollstreckte sicher rechts unten.

Ein harter Brocken war dann der spätere Überraschungssieger SC Huglfing. Hier setzte es eine 0:1-Niederlage. Die Huglfinger verteidigten geschickt und spielten schnell nach vorne. Beim FCM wollte kein Spielfluss aufkommen. Kurz vor Schluss dann das Gegentor: Torhüterin Wimmer konnte den ersten Schuss von Emma Tragl aus kurzer Distanz zwar noch abwehren, gegen deren Nachschuss hatte sie aber keine Abwehrmöglichkeit mehr.

Gegen Penzberg reichte den Gastgeberinnen ein 2:2 zum Einzug ins Halbfinale. Kirsch brachte ihr Team mit einem Flachschuss in Führung, und nur eine Minute später erhöhte Toplana nach einem Foul an Kirsch per Achtmeter auf 2:0.

Den Seriensieger insSchwitzen gebracht

Die Penzbergerinnen gaben aber nie auf und verdienten sich durch zwei Tore noch das Remis und ihren einzigen Punkt des Turniers.

Der FCM konnte das verschmerzen. Als Gruppenzweiter ging es für ihn gegen Seriensieger Wacker München, und beinahe wäre die Sensation gelungen. Am Ende stand aber eine knappe 0:1-Niederlage. Die Teams lieferten sich einen aufopferungsvollen Kampf und hielten die Partie zu jeder Zeit offen. Auf den Rängen herrschte bei diesem Spiel, das auch eines Finals würdig gewesen wäre, ausgelassene Stimmung. Den Treffer des Spiels erzielte Lisa-Marie Dicklhuber Mitte der ersten Halbzeit mit einem feinen Linksschuss unter die Latte. Hatten die Moosinninger in Halbzeit eins noch etwas zu viel Respekt, warfen sie in Abschnitt zwei alles in die Waagschale. Die große Chance zum Ausgleich hatte Kirsch vier Minuten vor Schluss, die ein Zuspiel von Toplana knapp am Pfosten vorbei setzte.

Nach der Niederlage herrschte nicht lange Tristesse, sondern das Team drehte im Spiel um Platz drei gegen den FC Fasanerie-Nord aus München nochmal so richtig auf. Die Mannschaft brannte vor allem in Abschnitt eins ein Offensivfeuerwerk ab und brachte die Tribüne ein weiteres Mal zum Beben. Die Tore beim 3:1-Erfolg erzielten Kirsch mit einem Flachschuss sowie zweimal Toplana. Bei ihrem ersten Streich hatte sie nach einem Solo die Kugel halbhoch ins rechte Eck gesetzt. Trainer Kaifel war begeistert: „Die letzten zwei Spiele waren supergeil. Das war eine perfekte Saison mit einem perfekten Ende.“

Die fleißigen Lieschen hinter den Kulissen

Ein Riesenevent wie das Merkur-CUP-Finale (siehe Bericht oben) kann nur gelingen, wenn viele fleißige Hände mit anpacken. Davon hat der FC Moosinning reichlich. Helmut Scharlach, der von seinen Kleinfeld-Mädchen „Präsident Schnulli“ genannt wird, bedankt sich unter anderem beim Bauhof. Dessen Mitarbeiter hätten den Sportplatz auf Vordermann gebracht. „Vor ein paar Tagen hat es hier noch ausgeschaut, als wäre eine Bombe eingeschlagen“, sagt der Organisationschef. „Auch die Unterstützung der Gemeinde ist sehr groß“, sagt Scharlach, der selbst im Gemeinderat sitzt und damit selbstredend auch ein bisserl Einfluss hat.

Wer bei dem über sechsstündigen Fußball-Marathon Stärkung brauchte, der war bei Myriam und ihrem Mann Helmut Zollinger bestens aufgehoben. Seit fünf Jahren sorgen die beiden bei Turnieren auf der FCM-Anlage fürs leibliche Wohl der Zuschauer, die am Samstag zu Hunderten angereist waren. Die hatten natürlich Kohldampf, der mit Schmankerln vom Grill, Salaten, Obstbechern, Rohstoffgetränken und Kuchen gestillt wurde. Außerdem im Küchenteam: Tochter Alina Zollinger, Georg Schindlbeck und Dominic Döllel. Die Zollingers haben mit den Söhnen Aaron und Anian zweite weitere Sprösslinge beim FCM. Ersteren begleitet der Papa als Trainer, aktuell in der D-Jugend.

Familienbande werden beim FCM groß geschrieben. Als Stadionsprecher fungierte der Altenerdinger Manfred Wöll, der als Radio-Moderator auf B5 aktuell und Bayern 3 zu hören ist. Seine Tochter Carina Wöll war als Co-Trainerin der Moosinninger E-Juniorinnen im Einsatz, während Tochter Emilia Fischer als Spielerin auflief. Gut übrigens, dass der Papa weniger auf seinen Rücken als auf seine Stimme angewiesen ist. Der schmerzte noch von den Aufbauarbeiten vom Vortag. „Ich habe acht Stunden lang Heringe reingeschlagen“, stöhnte Wöll.

Wenn sonst Schmerzen aufkamen, waren die Bereitschaftskräfte vom Roten Kreuz zur Stelle. Das Trio bildeten Lena Dichtl (19, aus Hohenpolding), Nicole Faltermaier (20, Moosinning) und Stefan Luther (23, Altenerding). Es dauerte nicht lange, schon mussten sie Sanitäter-Kollegen anfordern. Eine Huglfingerin hatte sich gleich in der Eröffnungspartie in der ersten Minute am Arm verletzt.

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