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Am Start hatte Marina Rappold (blaues Trikot, Nr. 1549) noch keine Ahnung, dass sie den größten Silvesterlauf Bayerns gewinnen wird. Foto: privat

Silvesterlauf-Gewinnerin Marina Rappold

Mit besten Empfehlungen in die Läufer-Hochburg Regensburg

  • VonOlaf Heid
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Marina Rappold hat Bayerns größten Silvesterlauf gewonnen. Tags darauf wechselte sie nach Regensburg.

Unterschwillach Das war noch einmal ein Paukenschlag am Endes des abgelaufenen Jahres, ein passender für Marina Rappold. Denn für die Leichtathletin von der LG Sempt war der überraschende Sieg beim größten Silvesterlauf Bayerns im Münchner Olympiagelände das Abschiedsgeschenk schlechthin. Mit Beginn des neuen Jahres ist die 20-Jährige zur Läufer-Hochburg LG Telis Finanz Regensburg gewechselt.

Obwohl durch Erkältungen im Dezember immer noch angeschlagen, ging Rappold in München an den Start und kam mit 36:42 Minuten, „einer guten Zeit“, als Siegerin der Frauenwertung ins Ziel. „Damit lässt’s sich arbeiten“, sagt die Langstreckenspezialistin lachend. „Das war ein toller, versöhnlicher Abschluss von 2017, es hat mich riesig gefreut“, meinte sie nach ihrem letzten Erfolg im lila Trikot. Zukünftig wird sie ein blaues tragen.

Doch die Studentin (Grundschullehramt, Hauptfach: Didaktik des Deutschen als Zweitsprache) wird der LG Sempt weiterhin treu bleiben. „Natürlich, ich betreue weiterhin meine zwei Kindergruppen“, bestätigt die Deutsche U 23-Vizemeisterin über 10 000 Meter. Zudem wird sie auch weiterhin unter der Anleitung von Heimtrainer Markus Gützlaff ihr Pensum mit einer Laufgruppe in Poing abspulen. „Ich bin ja zufrieden hier, weil ich alles habe und kenne: Trainer, Mitläufer oder Strecken. Das ist mit meinem neuen Trainer Kurt Ring so abgesprochen.“

Fahrten in die Domstadt in der Oberpfalz wird es eher wenige geben. Welche Vorteile hat dann der Wechsel? Es seien mehrere, listet Rappold auf. „Ich kann in die Trainingslager mitfahren. Regensburg ist eine Läuferhochburg und hat ein gutes, cooles U 23-Team. Da habe ich richtig Lust mit einer Mannschaft bei Wettkämpfen zu starten“, erklärt sie die dortige Konkurrenz- und Wettbewerbssituation, die so bei der LG Sempt nicht mehr gegeben ist.

Ihre einstigen Mitstreiterinnen sind nach dem Gewinn der U 20-DM im Crosslauf (2015) in der Welt verstreut: Felicia Körner studiert und trainiert in den USA, Alena Blume weilt derzeit in Neuseeland.

Am Donnerstag hat Rappold das nächste Kapitel ihrer Leichtathletik-Karriere begonnen. Sie ist mit dem Team der LG Telis Finanz nach Portugal ins Trainingslager geflogen. Dort in Monte Gordo „hat es 25 Grad. Da lässt sich gut an den Grundlagen arbeiten. Das werden zehn intensive Tage werden“, weiß die 20-Jährige. Danach werde sie sich mit ihren Trainern zusammensetzen und gemeinsam die Ziele für 2018 stecken.

„Ich bin optimistisch für das Jahr“, sagt Rappold. Sie möchte bei der deutschen Meisterschaft starten und „mal einen Halbmarathon laufen“, verrät sie. Obwohl einst eine 3000-Meter-Spezialistin, tendiere sie eher zu noch längeren Distanzen. „Die machen mir inzwischen mehr Spaß. Spurten konnte ich ja noch nie.“ Aber für Paukenschläge wird die Unterschwillacherin weiter zu haben sein, egal in welcher Trikotfarbe. olaf Heid

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