Siegte auf dem Jarun-See: Oliver Zeidler.
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Siegte auf dem Jarun-See: Oliver Zeidler.

RUDERN

Oliver Zeidler: Mit Gewichten an Bord zum nächsten Gold

  • Dieter Priglmeir
    vonDieter Priglmeir
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Was für ein Athlet: Der Schwaiger Oliver Zeidler macht sein Boot schwerer und gewinnt dennoch den Weltcup in Zagreb.

Zagreb/Schwaig – Das sind wirklich schlechte Nachrichten für die Konkurrenz. Oliver Zeidler hat nach dem Erfolg bei der EM in Varese auch die zweite Regatta in der Olympia-Saison gewonnen. Er fuhr sogar noch mit den Trainingsgewichten im Boot zum Erfolg, wie er der Heimatzeitung erklärte.

Viereinhalb Sekunden Vorsprung

Beim Weltcup in Zagreb ließ der 24-Jährige aus Schwaig der Konkurrenz weder im Vorlauf noch im Halbfinale eine Chance. Und auch den Endlauf am Samstag dominierte er. Der Ruder-Weltmeister fuhr auf dem Jarun-See mit viereinhalb Sekunden Vorsprung vor dem Norweger Kjetil Borch ins Ziel. Dritter wurde Lokalmatador Damir Martin.

Er sei sehr zufrieden mit seiner Leistung, sagte Zeidler und verriet dabei, dass er im Finale noch einiges ausprobiert habe. „Ich habe ein bisschen was an meiner Zuglänge gemacht, um einen längeren Schlag zu haben,“ Dadurch habe er die Frequenz etwas reduzieren können. Zudem sei er die Regatta mit Trainingsgewichten gefahren, „was das Boot schwerer macht und etwas bremst“. Es sei zwar nur rund ein Kilogramm, „aber bei einem Leergewicht von 14 Kilo ist das prozentual schon ein Unterschied, weil das ja tote Masse ist“. Soll heißen: Der 2,03-Meter-Mann zog zwei Kilometer lang über sieben Prozent mehr Bootsmasse übers Wasser als eigentlich nötig wäre.

Die Favoritenbürde belastet ihn nicht

Zeidler blickt schon auf die nächsten Rennen in Luzern (21. bis 23. Mai). „Wir haben noch viele Stellschrauben, an denen wir drehen können, aber ich bin rundum zufrieden“, sagte er in einem Interview, das der Deutsche Ruderverband auf seiner Homepage veröffentlichte. Die Favoritenbürde für die kommenden Rennen belasten den Studenten offenbar nicht. Zwar sei das Jagen leichter, meinte Zeidler, „aber ich fühle mich gut in der Position, in der ich gerade bin. Ich musste noch nicht alles geben, und deshalb kann es so weitergehen.“

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