Schachabteilung in Schieflage: Der gesamte Nachwuchs ist vom PSV Dorfen abgewandert.
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Schachabteilung in Schieflage: Der gesamte Nachwuchs ist vom PSV Dorfen abgewandert.

Jahreshauptversammlung PSV Dorfen

Postler mit personellen Problemen

Die vergangene Saison war beim Postsportverein (PSV) Dorfen ziemlich problembelastet.

Dorfen – Gesunkene Mitgliederzahlen infolge des Ausstiegs des Schachnachwuchses, der komplett zum neu gegründeten Club Isental abgewandert ist, sowie der Abstieg der 2. Tischtennis- und der 2. Schachmannschaft kratzen an der Erfolgsbilanz des Traditionsclubs.

Hinzu kam der völlige Stop des Sportbetriebs wegen der Corona-Pandemie. Deshalb gab es diesmal auch eine etwas andere Mitgliederversammlung. Vorstand und Ausschuss waren übereingekommen, bei einer Videokonferenz die Geschäfts- und Sportberichte offen zu legen.

Vorsitzender Heinz Meister berichtete von einem gelungenen Sommerfest und einer ebenso harmonischen Weihnachtsfeier. Diese soll im Dezember wieder veranstaltet werden. Ausfallen muss dagegen der geplante Vereinsausflug Ende August nach Heidelberg, der, wie Organisator Josef Mittermeier zusicherte, im nächsten Spätsommer nachgeholt werden soll.

Schriftführer Jochen Winterfeldt berichtete von einem Rückgang des Mitgliederbestands von 163 auf aktuell 136, davon 68 Tischtennis-, 61 Schachspieler und sieben Passive. 26 Abgänge gab es alleine in der Schachabteilung.

Die Tischtennis-Abteilung kam, wie Chef Toni Wesselky betonte, mit einem blauen Auge davon. Die Herren 1 belegten beim Corona-Stop Rang sieben in der Landesliga. „Wir wären wahrscheinlich abgestiegen, weil die Siegchancen gegen die letzten drei Gegner gering gewesen wären“, gab Wesselky zu.

Die Herren 2 sind dagegen aus der Bezirksliga abgestiegen. Die Herren 3 hatten als Aufsteiger die Bezirksklasse eigentlich gehalten, müssen jedoch in der neuen Saison wegen Personalmangel passen. Die Jugend konnte sich als Bezirksliga-Aufsteiger noch über den Strich retten.

Für die neue Saison können die Postler wegen der Personalprobleme nur noch zwei Sechser-Herrenteams und eine Jugend-Vierermannschaft melden. „Wir hatten eigentlich vor, mit der Ersten eine Klasse tiefer zu gehen, doch konnten wir dafür einige Sturköpfe nicht gewinnen“, beklagte Wesselky. Die Topspieler Reinhold und sein Sohn Alexander Lindner wollen sich höherklassig versuchen, „wobei ich den Wechsel unseres Jungtalents Alex in die Oberligamannschaft von Haiming-Altötting schon verstehen kann“, erklärte der Abteilungsleiter. Die erste Mannschaft müsse deshalb zwei Klassen tiefer für die 2. Bezirksliga gemeldet werden. Der Trainingsbetrieb sei zur Zeit nur auf Sparflamme durchführbar, und man wisse noch nicht, wie es ab September weitergehe. Wesselky bedauerte, dass es aus schulischen Gründen schwierig sei, aus dem Nachwuchs Spieler zu rekrutieren.

Von gleichen Problemen berichtete der neue Schach-Abteilungsleiter Michael Dobias. Das Restprogramm von zwei Spielen soll am 13. und 20. September nachgeholt werden, „was ich nicht unbedingt nachvollziehen kann“. Das Problem sei, ein Spiellokal zu finden. Er berichtete ferner, dass die Erste bis zur Saisonunterbrechung Rang fünf belegte. Die Herren 2 mussten sich aus der A-Klasse verabschieden.

Georg Brennauer

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