1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport
  4. Landkreis Erding

„Die Durchgeknallte“ macht den ersten Schritt

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Wolfgang Krzizok

Kommentare

Auf dem Weg durch die Highlands: Alexandra Mitschke beim Celtman auf der Marathonstrecke durch die Berge.
Auf dem Weg durch die Highlands: Alexandra Mitschke beim Celtman auf der Marathonstrecke durch die Berge. © Privat

Die Erdingerin Alexandra Mitschke hatte angekündigt, heuer vier Extrem-Triathlons zu absolvieren.

Erding – Sie nennt sich selbst „die Durchgeknallte“, und ist nun auf dem Weg, diesem Namen alle Ehre zu machen. Die Erdingerin Alexandra Mitschke hatte angekündigt, heuer vier Extrem-Triathlons zu absolvieren. Den ersten Schritt hat sie nun beim Celtman im schottischen Torridon gemacht.

In die Hall of Fame des Triathlons ist die Erdingerin schon als erste Frau eingezogen. 2014 absolvierte sie den Swissman, 2015 den Norseman und 2016 den Celtman. „Diese drei Rennen sind Voraussetzung, um dort aufgenommen zu werden“, erzählt sie. Heuer will Mitschke diese drei Herausforderungen sogar hintereinander meistern und dann auch noch beim neuen thorXtri in Norwegen starten. Ihr Antrieb: „Vier dieser Triathlons in einem Jahr zu finishen ist noch nie einer Frau gelungen.“

Beim Auftakt in Schottland musste die Erdingerin schon mal bis an ihre Grenzen gehen. Im Vergleich zum vergangenen Jahr spielte das Wetter diesmal überhaupt nicht mit. „Schwimmen ist nicht unbedingt meine Lieblingssportart“, sagt sie. 3,4 Kilometer mussten bewältigt werden. Außentemperatur acht Grad in der Früh, 13 Grad tagsüber, Wassertemperatur 13 Grad, starke Strömung, Wellen, Quallen – den Athleten wurde bereits hier alles abverlangt. Nach 1:06 Stunden hatte Mitschke diesen Teil hinter sich gebracht. Danach ging es auf die Radstrecke über 202 Kilometer. „Hier war mit Regen und Wind bis zu 45 km/h für meine stärkste Disziplin mentale Stärke und die Liebe zu Schottland meine einzige Motivation“, meint Mitschke. Nach 7:32 Stunden – vergangenes Jahr war sie fast eine Dreiviertelstunde schneller – stieg die Erdingerin mit der zweitbesten Endzeit vom Rad. Aufgrund des schlechten Wetters ging der Marathon diesmal nicht über den fantastisch schönen, aber auch sehr schwer zu überwindenden Berg Beinn Eighe, sondern über den Nachbarberg auf Trail- und Waldwegen: 42 Kilometer, 900 Höhenmeter. Den „Marathon über Stock und Stein“, wie Mitschke ihn nennt, meisterte die 45-Jährige in 4:44 Stunden „durchnässt, aber überglücklich“.

Die Erdingerin wurde in einer Zeit von 13:36:10 Stunden unter zehn weiblichen Finishern Dritte bei den Frauen – mit nur zehn Minuten Rückstand auf Platz zwei – und freut sich nun schon auf kommenden Samstag, wenn um 5 Uhr der Startschuss für den Swissman 2017 fällt, „bei hoffentlich schönem Wetter“.

Es ist der nächste Extrem-Triathlon, mit 5500 Höhenmetern auf dem Rad und knappen 2000 Höhenmetern beim Laufen. Das Ziel wird oben auf der kleinen Scheidegg sein. Im August folgen dann zwei weitere Herausforderungen, der Norseman und der thorXtri. Noch dreimal finishen, und „die Durchgeknallte“ ist am Ziel.  wk

Auch interessant

Kommentare