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Entschlossen zum Sieg: Mona Mayer (Nr. 199) lässt die Konkurrenz stehen und gewinnt das 400-Meter-Finale von Neubrandenburg.

Leichtathletik

Mona Mayer: Deutschlands schnellste 18-Jährige

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Die Hörlkofenerin Mona Mayer dominiert die deutsche 400-Meter-Konkurrenz.

Neubrandenburg– Kurz war es spannend bei den deutschen U 20-Meisterschaften über die 400 Meter in Neubrandenburg. Nach gut 100 Metern griff Lena Leege an. Die Berlinerin setzte sich hinter Mona Mayer, doch mehr war für sie nicht drin. Die 18-jährige Hörlkofenerin zog nämlich weiterhin ihr Tempo durch und ließ gar keine Zweifel daran, wer die schnellste U 20-Juniorin Deutschlands über 400 Meter ist. Die Läuferin derLG Telis Finanz Regensburg kam in 54,36 Sekunden ins Ziel und lag damit sechs Zehntel vor der Zweitplatzierten Marie Scheppan (LG Cottbus). Die Bronzemedaille ging an Anna Malia Hense (LG Olympia Dortmund, 55,06 sec), und als Letzte kam schließlich Leege ins Ziel (55,17). Wir sprachen mit Mona Mayer, die damit ihren vergangenes Jahr in Sindelfingen eroberten Titel verteidigt hat.

Frau Mayer, wenn man sich den Lauf ansieht, denkt man: souveräner Start-Ziel-Sieg. Wie sieht das die Läuferin selber?

Mein Ziel war, den Lauf zu gewinnen. Mit dieser Einstellung bin ich auch reingegangen. Lena Leege hat mich aber sehr gefordert. Es war schon überraschend, als sie nach 150 Metern an mich herangelaufen ist. Sie hat alles reingelegt. Vielleicht war das Tempo für sie dann doch zu schnell. Aber sie hat es einfach versucht.

Wie war Ihre Renntaktik?

Eigentlich so wie vergangenes Jahr in Sindelfingen. Nur dass ich noch schneller angegangen bin. Ich wollte einfach nach 150 Metern als erster reingehen, weil es in der Halle nun mal schwer ist, zu überholen.

Hat ja super geklappt. Wie haben Sie danach gefeiert?

Neubrandenburg ist halt weit weg. Wir mussten unseren Flug in Berlin erwischen. Und allein zum Flughafen sind es zwei Stunden Autofahrt. Deshalb haben wir nicht so viel gefeiert. Aber das holen wir nach den deutschen Meisterschaften der Frauen am kommenden Wochenende nach.

54,36 Sekunden – das ist eine tolle Zeit. Was ist heuer noch drin?

Ich freue mich sehr über die Zeit, aber da ist schon noch mehr drin – auch in der Halle. Schon am kommenden Wochenende möchte ich diese Zeit angreifen. Und draußen will ich meine Bestzeit, die ja bei 53,98 Sekunden liegt, um eine halbe Sekunde nach unten drücken – mindestens.

Ein ehrgeiziges Ziel.

Generell kann man im Freien von der Hallenzeit eine oder eineinhalb Sekunden abziehen. Außerdem darf man ja nicht vergessen, dass ich vergangenes Jahr wegen meiner Verletzung meine Zeiten nicht mehr verbessern konnte.

Sie hatten sich beim EM-Halbfinale einen Muskelfaserriss zugezogen. Belastet Sie das während Ihrer Rennen?

Natürlich steckt so ein Erlebnis im Kopf. Aber auch deswegen war die Hallensaison für mich so wichtig, damit ich die Blockade im Kopf bewältigen konnte. Und das hat gut geklappt. Ich konnte absolut befreit laufen. Ich hatte keine Angst, dass was passiert. Das liegt aber auch daran, dass ich muskulär absolut keine Probleme mehr habe.

Nächste Woche geht’s zur DM der Frauen. Was rechnen Sie sich da aus?

Ich freue mich schon sehr krass drauf. Mit der Staffel von der LG Telis Regensburg haben wir über 4  x 200 Meter definitiv gute Medaillenchancen. Und das ist eine realistische Einschätzung. Ich freue mich auf die anderen vier Mädels. Das ist schon eine coole Truppe. Wir verstehen uns sehr gut. Eine Medaille wäre das i-Tüpferl.

Und was werden die weiteren Saisonhighlights sein?

Nach der DM ist die Hallenzeit beendet. Draußen kommt dann relativ bald schon die DM der Männer und Frauen sowie in Mannheim der Qualiwettkampf für die WM in Nairobi, die der absolute Höhepunkt sein wird.

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