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Mona Mayer läuft zu Gold

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Von: Dieter Priglmeir

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Die Konkurrenz weit hinter sich ließ Mona Mayer bei den deutschen U 23-Meisterschaften in Wattenscheid. Die Hörlkofenerin gewann Gold über 400 Meter.
Die Konkurrenz weit hinter sich ließ Mona Mayer bei den deutschen U 23-Meisterschaften in Wattenscheid. Die Hörlkofenerin gewann Gold über 400 Meter. © Ralf Görlitz

Die Hörlkofenerin glänzt bei den U 23-Meisterschaften in Wattenseid. Für die EM in München wird’s aber wohl nicht reichen.

Wattenscheid/Hörlkofen – Den Angriff hatte sie erwartet. Schon nach 100 Metern im Wattenscheider Lohrheide-Stadion spürte Mona Mayer trotz Kurvenvorgabe den Atem der direkt hinter ihr laufenden Brenda Cataria-Byll. „Aber ich wusste ja, dass Brenda immer schnell angeht. Das ist ihr Stil“, erzählt die Hörlkofenerin. Sie selbst war als Favoritin ins DM-Finale der U 23 über 400 Meter als Favoritin gegangen – und jetzt diese frühe Attacke.

Mayer wurde nicht nervös, konzentrierte sich auf ihr Rennen. Ihr Blick galt der vor ihr laufenden Marie Scheppan, Mayer auf Bahn vier, die Cottbuserin auf der fünf. Zu früh wollte sie nicht angreifen, „denn dann hätte ich sie im Rücken“. Nach gut 200 Metern griff die Hörlkofenerin aber dann an, zündete in der Kurve den Turbo, flog an ihrer ewigen Kontrahentin vorbei und ließ die Dortmunderin Cataria-Byll einfach stehen.

Auf den folgenden 150 Metern lief Mayer ihr eigenes Rennen, baute den Vorsprung stetig aus und gewann in 53,16 sec die deutsche U 23-Meisterschaft vor der Leverkusenerin Babilon Rebekka (53,84 sec) und Antonia Glesche (MTG Mannheim, 54,09 sec). Scheppan (54,25 sec) verpasste knapp eine Medaille, Cataria-Byll wurde sogar nur Sechste (54,53 sec).

53,16 sec – mit der Zeit ist Mayer „ganz zufrieden“. Zwar hätte sie gern eine 52 vorne stehen gehabt, „aber das ist auch schwierig, wenn du die letzten 200 Meter allein läufst“, sagt die Studentin.

Doch bei einer Meisterschaft steht ohnehin die Platzierung im Vordergrund, und da hat Mayer abgeliefert. Das mit der Favoritenbürde sei auch so eine Sache, erklärt sie. Einerseits gebe es ihr das nötige Selbstvertrauen. „Ich weiß, dass ich das Rennen gewinnen kann. Andererseits habe ich schon den Druck, wenn es nicht klappt.“

Einen anderen Druck hat sie hingegen nicht mehr. Leider. Für die Leichtathletik-EM in München wird sie wohl nicht nominiert werden. „Die Namen werden zwar erst am Mittwoch bekannt gegeben, aber mein Ergebnis bei der DM der Frauen reicht da wohl nicht.“ Wie berichtet, war die 22-Jährige nach einer Corona-Erkrankung bei der DM angetreten und im Vorlauf ausgeschieden.

Die Saison ist für Mayer deswegen noch lange nicht vorbei. Erstmal freut sie sich auf Schifflange in Luxemburg, wo ein hochklassig besetztes europäisches Meeting steigt. Vielleicht schafft sie da bereits eine 52er-Zeit, „oder in einem der nächsten Rennen“, sagt sie lachend.

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