Mit Geschick und Geschwindigkeit manövriert sich Robert Scharl durch das Steinfeld.
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Mit Geschick und Geschwindigkeit manövriert sich Robert Scharl durch das Steinfeld.

Motorsport –Robert Scharl

Das verflixte Steinfeld

Robert Scharl startete beim zweiten Lauf zur Superenduro-WM im sächsischen Riesa in der nationalen Klasse. Letztlich landete er nach den beiden Läufen auf Platz drei.

TaufkirchenFür einen Privatfahrer ist die WM kurz nach dem Jahreswechsel kein leichtes Unterfangen. Die Internationale A-Lizenz musste kurzfristig ausgestellt werden, und parallel wurde die 2018er Beta Rennmaschine vom Dingolfinger Team MXtreme für dieses spezielle Event aufgebaut. Wegen den schlechten Wetterbedingungen in Deutschland war Scharl auch noch kurzfristig zum Testen nach Italien gefahren, denn die WM-Routen in der Halle sind sehr anspruchsvoll.

Dies bestätigte sich bereits bei der ersten Streckenbesichtigung in der Sachsen-Arena: ein Hindernis nach dem anderen, Baumstämme, Reifendoppel, Steinfelder, Wasserdurchfahrten und Sandpassagen – einfach alles, was das Enduroherz begehrt. Die Fahrer hatten im ersten freien Training auch ihre Schwierigkeiten, um die einzelnen Passagen flüssig fahren zu können.

Im Qualifikationsrennen sicherte sich Scharl mit der drittschnellsten Zeit den direkten Einzug in die Finalläufe. Mittlerweile war die mit 6000 Zuschauern restlos ausverkaufte Sachsen-Arena voll. Es herrschte eine tolle Stimmung während der spektakulären Eröffnungsshow.

Rasant verliefen auch die anschließenden Rennen. So musste Scharl im ersten Lauf beim Startgerangel gleich zu Boden und das Rennen von ganz hinten wieder aufnehmen. Geschickt kämpfte er sich Runde um Runde auf Platz drei nach vorne und betrieb damit Schadensbegrenzung, denn mit Lauf zwei war noch alles drin.

Während der Pause bekam Scharl von vielen bayerischen und sächsischen Fans Zuspruch und mentale Unterstützung. Danach gab er mächtig Gas. Der Speed und der Wille zum Sieg waren da, und so setzte sich Scharl im zweiten Lauf nach dem Start auch gleich an die Spitze. Doch es war wie verhext. Er strauchelte wieder an gleicher Stelle im Steinfeld, und so wechselte die Führung laufend zwischen Scharl und seinen Verfolgern. Letztlich kosteten ihm die Aufholjagden zu viel Kraft, und es blieb in der Endabrechnung der dritte Platz hinter Europameister Mike Hartmann und Tim Apolle.  red

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