Auf harte Zweikämpfe, so wie hier zwischen Philipp Michl von den Erding Gladiators (vorne) und Nico Vogl von den Waldkraiburger Löwen, dürfen sich die Fans bald wieder freuen - sofern es Corona zulässt.
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Auf harte Zweikämpfe, so wie hier zwischen Philipp Michl von den Erding Gladiators (vorne) und Nico Vogl von den Waldkraiburger Löwen, dürfen sich die Fans bald wieder freuen - sofern es Corona zulässt.

Keine Verzahnung mehr mit der Oberliga – Landkreisvereine sind sehr zufrieden

Neuer Modus in der Eishockey-Bayernliga

  • Wolfgang Krzizok
    VonWolfgang Krzizok
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So wie es im Moment aussieht, kann die Eishockeysaison 2021/22 pünktlich beginnen. Der Bayerische Eissport-Verband (BEV) hat jedenfalls seine Planungen soweit abgeschlossen.

Erding/Dorfen – Der Aufstiegsmodus der Eishockey-Bayernliga ändert sich in der kommenden Saison. Es gibt keine Verzahnungsrunde mit der Oberliga Süd – und auch der Meister steigt nicht mehr automatisch auf.

Der Modus für die Bayernliga-Saison 2021/22 steht fest. Die Eishockey-Kommission des Bayerischen Eissport-Verbands (BEV) hat den Rahmenterminkalender und das Spielsystem, wie von den Vereinen mehrheitlich beschlossen, abgesegnet. Neu ist im Vergleich zu den vergangenen Jahren: Eine Verzahnungsrunde mit der Oberliga wird es nicht mehr geben.

Die Bayernliga umfasst 15 Clubs, das bedeutet 28 Vorrundenspiele pro Team. Los geht’s am 1. Oktober, das offizielle Bayernliga-Eröffnungsspiel steigt jedoch erst am 2. Oktober zwischen den Erding Gladiators und den Kempten Sharks. Ab dem 21. Januar 2022 spielen die Teams auf den Plätzen eins bis acht in der Aufstiegsrunde eine Einfachrunde mit 14 Spieltagen, ehe die besten vier Mannschaften im Playoff-Halbfinale und -Finale, jeweils im Modus Best-of-three, den Bayerischen Meister ermitteln. Die Mannschaften, die nach der Vorrunde auf den Plätzen neun bis 15 stehen, spielen in der Abstiegsrunde ebenfalls eine Einfachrunde, ehe die vier letzten Mannschaften im Playdown-Halbfinale und -Finale den Absteiger in die Landesliga ermitteln.

Der Meister ist diesmal nicht automatisch auch Aufsteiger in die Oberliga. Dieser wird zwischen dem Bayernliga-Meister und dem Meister der Regionalliga Südwest – dem baden-württembergischen Pendant zur Bayernliga – ermittelt.

„Es entspricht dem Modus, wie er von uns Bayernligisten bei der Ligentagung mit großer Mehrheit beschlossen wurde“, sagt Manfred Detterbeck. „Ich finde den Modus sehr gelungen, weil er relativ einfach und verständlich gehalten wurde, nicht so wie wie in den letzten Jahren.“ Der Eishockey-Chef des ESC Dorfen freut sich vor allem darüber, „dass er für die Vereine Planungssicherheit bis Mitte März bringt, und dazu gibt’s noch als Salz in der Suppe die Playoffs beziehungsweise Playdowns hinten drauf“. Dettberbecks Fazit: „Insgesamt finde ich es für einen super Modus, und wir können damit sehr gut leben und sehr zufrieden sein.“

Ebenso sieht es sein Erdinger Kollege Michael Westphal. „Das ist mal eine interessante Variante. Ob die dann die nächsten Jahre so weiter fortgeführt wird, wird man sehen müssen“, findet Erding Eishockey-Abteilungsleiter. „Spannend ist sicherlich, wenn es sportlich passt, der mögliche Vergleich mit Mannschaften aus Baden-Württemberg.“ Westphal stellt fest: „Der Fokus liegt bei uns auf der Haupt- und Zwischenrunde, und wir wollen auf alle Fälle in den Playoffs vertreten sein.“ Er freue sich schon sehr auf die Liga, betont er, und vor allem darauf, „dass wir das Liga-Eröffnungsspiel gegen Kempten ausrichten dürfen, wozu ich alle recht herzlich einlade“.

Noch ist nicht klar, wie viele Zuschauer in die Eisstadien dürfen. Die BFV-Verantwortlichen um Eishockey-Obmann Frank Butz haben die Vereine ausdrücklich auf die Regelungen in Bezug auf die Corona-Pandemie hingewiesen. Das bedeutet: Meisterschaftsspiele müssen ausgetragen werden, wenn der Gesetzgeber dies zulässt, unabhängig von der Inzidenz oder der Zulassung von Zuschauern. Spielabsagen aufgrund hoher Inzidenz sind nun nicht mehr der höheren Gewalt zuzuordnen. Können sich die beiden Vereine nicht auf einen Nachholtermin einigen, so ist das Spiel für den absagenden Verein als verloren zu werten.

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