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Christian „Wiggerl“ Donbeck ist der neue Trainer des TSV Dorfen.

Noch vier Tage bis zum Start der Fußball-Bezirksliga

TSV Dorfen: Donbeck fährt die harte Eishockey-Linie

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Fußball-Bezirksligist TSV Dorfen steht mit dem Rücken zur Wand. Das Team hat nur zwei Punkte Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz, zudem wurde mitten in der Vorbereitung der Trainer gewechselt. Technischer Leiter Markus Listl sieht es gelassen: „Gejammert wird nicht.“

Dorfen – Die Vorbereitungsphase hatte unter dem langjährigen Trainer Michael Kostner begonnen, doch dieser wechselte völlig überraschend zum SV Kirchanschöring. Kurzerhand sprang Christian „Wiggerl“ Donbeck ein (wir berichteten). „Das war überraschend und sehr, sehr spontan“, erzählt Fußballchef Markus Listl. „Ich bin froh, dass der Wiggerl gleich eingestiegen ist.“

Nicht nur deshalb verlief die Vorbereitung ziemlich holprig. Aufgrund der Witterung konnte die Mannschaft bislang nur zweimal auf Rasen trainieren. „Dazu kommt, dass ein Trainer natürlich ein neues System mitbringt, an das sich die Mannschaft erst gewöhnen muss“, weiß der Technische Leiter. Außerdem gibt es zahlreiche verletzte Spieler beziehungsweise Abgänge, die den Kader zusätzlich ausgedünnt haben. Daniel Brechbühl hat seine Karriere wegen Knieproblemen beendet, Sebastian Dallmeier fällt nach seinem Kreuzbandriss noch länger aus, Hannes Hellfeuer hat sich in der Vorbereitung die Schulter ausgekugelt, und Kevin Kostner ist nach längerer Verletzungspause erst jetzt wieder ins Training eingestiegen. „Dazu kommt noch unser Sorgenkind Maxi Lechner“, berichtet Listl. „Er hat Leistenprobleme und ist derzeit unterwegs von einem Spezialisten zum nächsten.“ Er fällt folglich auf unbestimmte Zeit aus, „und das tut uns richtig weh“. Noch dazu, wo mit Cüneyt Pala nur ein einziger Neuzugang zur Truppe gestoßen ist.

Für den Technischen Leiter ist klar, „dass die Klasse nicht über Schönspielerei, sondern nur über Kampf zu halten sein wird“. Denn wie es der Name schon ausdrücke: „Es heißt Abstiegskampf.“ Er gibt auch zu: „Im Moment stehen wir nicht zu Unrecht da hinten, weil wir einfach zu wenige Punkte geholt haben.“

Große Hoffnung setzt er auf den neuen Coach. „Er ist ein ganz anderer Typ wie Michi Kostner“, erzählt Listl. „Er kommt vom Eishockey und fährt eine entsprechend harte Linie.“ Er habe seinen Spielern auch deutlich mitgeteilt, dass nur derjenige eine Chance habe, der regelmäßig und engagiert trainiere. „Der Wiggerl macht genaue Vorgaben, und wenn sich einer nicht daran hält, dann hat er ein Problem“, sagt der Technische Leiter. „Da gibt es auch bei Fouls kein Rumjammern, oder dass gleich der Sani aufs Feld läuft. Da heißt es aufstehen und weiterspielen.“

Unter Donbeck ist kein einziges Testspiel verloren worden. Das letzte ist am Montagabend über die Bühne gegangen. Gegen den Kreisligisten TSV Buchbach 2 gab es ein 2:2 (0:1). „Durch einen Elfmeter nach einem dummen Foul sind wir in Rückstand geraten“, berichtet Listl. „Und gleich nach der Halbzeit haben wir das 0:2 kassiert.“ Dann habe die Mannschaft aber recht gut dagegen gehalten und sei durch Treffer von Markus Mittermaier und Benedikt Hönninger noch zu einem 2:2 gekommen.

Am Sonntag um 14.30 Uhr erwartet der TSV Dorfen den Tabellenvierten VfB Forstinning zum Punktspiel. „Gleich ein richtiger Gradmesser“, weiß Listl. Er hat festgestellt, „dass die Jungs alle sehr motiviert sind“, und ist zuversichtlich, dass der Klassenerhalt mit dem neuen Trainer gelingen wird: „Der Wiggerl ist für uns Gold wert.“

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