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Es darf wieder Tennis gespielt werden.

Tennis-Medenrunde

Nur noch zehn Tage zum Tennis-Punktspielstart

  • Dieter Priglmeir
    vonDieter Priglmeir
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Mit dem BTV steigt der erste Sportverband in den Wettkampfbetrieb ein. Er verzeichnet aber bei den Teams 45 Prozent Abmeldungen.

Erding – Die Geburtswehen waren intensiv, aber jetzt ist das Baby da, und es heißt „Übergangssaison 2020“. Als erster Sportverband seit dem Lockdown in Bayern startet der Bayerische Tennis-Verband (BTV) sein Wettkampfangebot. Am 15. Juni beginnt die Medenrunde.

Auch im Landkreis Erding sehnt man sich die Punktspiele herbei, zumal der BTV zuletzt ja einige Auflagen gelockert hat (wir berichteten) – sehr zur Freude der SpVgg Altenerding übrigens, wie Pressesprecherin Caroline Radek berichtet. „Diese Regelung ermöglicht einen umsetzbaren Spielbetrieb.“ Die vier gemeldeten Mannschaften – Damen, zwei Herren 30-Teams und die Herren 50 – müssen nicht, wie befürchtet, zurückgezogen werden. „Gerade die Ermöglichung des Doppelspiels sowie der Anreise mit zwei Hausständen je Auto waren ausschlaggebend für den Nicht-Rückzug. Nun wird sich nach dem wackeligen Saisonstart engagiert auf die Punktspielsaison vorbereitet“, sagt Radek und macht kräftig Werbung für ein Mixed-Doppel-Gaudi-Turnier, das am kommenden Samstag stattfinden soll.

Beste Stimmung auch beim TC Dorfen, der schon im Vorfeld alle Mannschaftsspieler und bei den Kindern und Jugendlichen deren Eltern befragt hatte. Tennischef Klaus Huber: „Wir hatten das Gefühl, dass sich viele wieder nach etwas Normalität sehnten und haben daher viele positive Rückmeldungen erhalten.“ Das Ergebnis: Der TCD schickt 13 Mannschaften ins Rennen. „Alle Kinder- und Jugendmannschaften werden spielen“, kündigt Huber an und fügt hinzu. „Auch der Trainingsbetrieb läuft gut. Bei unseren Kleinsten haben wir allerdings nur Zweier- Trainingsgruppen, um die Sicherheit gewährleisten zu können. Wir trainieren nun statt einer Stunde nur 45 Minuten.

Rund 6800 Mannschaften werden laut BTV in ganz Bayern an der Medenrunde teilnehmen. Ursprünglich seien 12 410 Mannschaften gemeldet worden. Wie berichtet, hatten auch die meisten Erdinger Vereine von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, sich nachträglich von der Übergangssaison, in der es keine Absteiger geben wird, abzumelden.

Die meisten Abmeldungen gab es laut BTV in den Bezirken Niederbayern (60 Prozent) und Schwaben (59 %). Die wenigsten in Mittelfranken (31 %). In Oberbayern habe die Abmeldequote bei 39 % gelegen. In den BTV-Ligen (Bayern- und Landesligen) liege die Quote bei 55 %. Auf Bezirksebene kommt es nun teilweise zur Neueinteilung der Ligen, um vernünftige Gruppengrößen zu gewährleisten. Einige Bezirke haben die neue Gruppeneinteilung bereits unter www.btv.de veröffentlicht.

„Dass nun knapp die Hälfte der Teams nicht an den Start geht, ist zwar bedauerlich“, sagte BTV-Präsident Helmut Schmidbauer, aber kein Beinbruch: „Wir respektieren diese Entscheidung und hoffen, dass wir im nächsten Jahr einen Wettspielbetrieb unter normalen Bedingungen durchführen können.“

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