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Besser abschneiden als in Posen will der Schwaiger Oliver Zeidler. 

Rudern

Oliver Zeidler will eine EM-Medaille

  • Dieter Priglmeir
    vonDieter Priglmeir
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Der Weltmeister aus Schwaig startet in Varese. Es ist auch eine Standortbestimmung für Olympia. 

Schwaig/Varese – Die Ruder-Europameisterschaften stehen am Wochenende an. Für Oliver Zeider ist es ein Wettbewerb mit vielen Unbekannten. Auf dem See in Varese hat er noch nie ein Rennen bestritten. Auf das offene Gewässer kann der Wind von allen Seiten kommen. Wie stark ist die Konkurrenz, und wie gut ist er selbst drauf?

„Wenn man aus dem Winter kommt, ist man noch nicht in der Form seines Lebens“, sagt der 24-Jährige, „aber ich bin auf einem guten Weg“. Er habe sich beim Trockentraining auf dem Ergometer nochmals weiter entwickelt, „und meine Zeiten im Wasser waren für diese Jahreszeit auch nicht schlecht“. Sein Ziel: eine Medaille, die im Vorjahr bei der EM in Posen um zwei Hundertstel verpasst hat. Der Schwaiger fühlt sich fit und gut vorbereitet, sagt aber auch. „Die Chancen sind schwer einzuschätzen. Wir haben heuer noch keine Regatta bestritten. Die Konkurrenz kommt auch direkt aus dem Wintertraining und lässt sich nicht in die Karten schauen.“

Die härtesten Gegner sind seiner Einschätzung nach der Däne Sverri Nielsen und der Norweger Kjetil Borch. Bei seinem WM-Triumph 2019 in in Linz hatte er beide bezwungen, bei der EM 2020 wurde er geschlagen. Die Rennen in Varese dienen aber nicht nur der Wiedergutmachung, sie sind der Härtetest für die Olympischen Spiele Ende Juli, denn die besten Einer-Ruderer kommen aus Europa.

Seinen Vorlauf bestreitet Zeidler am heutigen Freitag um 12.50 Uhr. Nur der Erste zieht direkt ins Halbfinale ein, das am Samstag steigt. Das Finale am Sonntag gibt’s im Livestream auf worldrowing.com.  pir

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