Wie hält man sich in Corona-Zeiten fit? „Natürlich mit Laufen“, findet Marina Rappold, die Deutsche U23-Meisterin über zehn Kilometer. Und so einfach geht das eigentlich.
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Dehnen ist wichtig: Marina Rappold und ihr Freund Maximilian Janussek bereiten sich auf den Lauf vor.

Fit halten in Corona-Zeiten

Wir Paarlaufen jetzt – Tipps von Marina Rappold

  • Dieter Priglmeir
    vonDieter Priglmeir
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Wie hält man sich in Corona-Zeiten fit? „Natürlich mit Laufen“, findet Marina Rappold, die Deutsche U23-Meisterin über zehn Kilometer. Und so einfach geht das eigentlich.

Unterschwillach – Wie hält man sich in Corona-Zeiten fit? „Natürlich mit Laufen“, findet Marina Rappold, die Deutsche U23-Meisterin über zehn Kilometer. „Echt jetzt?“, stöhnt ihr Freund Maximilian Janussek, der lieber Handball spielt und sich im Fitness-Studio quält. Beides geht aber momentan nicht. Also doch gemeinsames Laufen. Das funktioniert, wenn man die Tipps beherzigt, die die 22-jährige Unterschwillacherin in ihrem Blog Frontrunner vorstellt. Auszüge daraus:

... „und hilft, den Kopf durchzulüften und während der verordneten Quarantänemaßnahmen nicht verrückt zu werden“, rät Rappold. Es reichen schon 15 Minuten um den Block. „Natürlich nur dort, wo gerade nicht viele Menschen anzutreffen sind.“ Rappold läuft derzeit lediglich mit ihrem Partner, die eigentliche Laufgruppe ist gerade tabu. „Nach 15 Minuten hast du dich schon mehr bewegt als alle Menschen, die beschlossen haben, den kompletten Tag das Sofa zu wärmen“, so Rappold. „Bereits 15 Minuten regen das Herz-Kreislauf-System an, bringen den Verdauungstrakt in Schwung und schütten Serotonin aus.“

Die Pulsuhren bleiben am Ladekabel hängen. Heute geht’s ohne technischen Schnickschnack, ohne Trinkgürtel, Energieriegel und pacemessenden Apps und Funktionen auf die Strecke. „Einfach mal ohne Plan und Geschwindigkeitsvorgaben loszulaufen, einfach solange es Spaß macht – das kann unglaublich befreien und sogar eine meditative Wirkung haben“, meint die Unterschwillacherin. „Es profitiert also nicht nur unser Körper, sondern auch unser Geist von einer Runde schnacken mit dem Freund.“ Und falls der nach 200 Metern nicht mehr viel schnackt?: „Einfach mal bewusst Ein- und Ausatmen, die Umwelt wahrnehmen, den Wind auf der Haut spüren. Das ist besser als jedes Yoga“, verspricht die Lehramtsstudentin.

3. Der Schwächere bestimmt das Tempo

Rappold vergleicht das mit der ersten Fußballstunde, in denen der Ungeübte nie den Ball bekommt und danach nie wieder Fußballschuhe anzieht. „Die Chancen, dass unser Partner noch einmal mit uns laufen gehen wird, können also maximiert werden, indem wir ihm beim ersten gemeinsamen Lauf etwas den Ball zuspielen“. Der Partner bestimmt Strecke und Tempo. Nebenbei können die stärkeren Läufer den Partner etwas „entertainen“, um ihn abzulenken und generell versuchen, den Druck etwas rauszunehmen. „Natürlich sollte man trotzdem ein Auge auf die Streckenwahl sowie die Witterungsverhältnisse haben. „Die 20-Kilometer-Runde bei Windstärke 10 empfiehlt sich bei unerfahrenen Läufern tendenziell weniger. Lieber bei Sonne und der erprobten Gassirunde den ersten gemeinsamen Lauf absolvieren.

4. Dehnen ist Pflicht

„Mit einem Aufwand von zehn Minuten können wir Verletzungsprophylaxe betreiben und die Funktionsfähigkeit unseres Muskelapparats aufrechterhalten“, sagt Rappold. Die Muskulatur wird auf die Belastung vorbereitet, Krämpfe treten nicht so schnell auf, und das allgemeine Wohlbefinden wird erhöht. „Wir laufen ein paar Meter, dehnen uns dann kurz und knapp.“ Der Fokus beim Andehnen liegt auf der Beinmuskulatur, speziell die Waden (besonders anfällig für Krämpfe) und Pomuskulatur. „Wer Bock hat, macht noch ein paar Mobilisationsübungen für die Fußgelenke und läuft dann die Runde zu Ende. Das hat auch den Vorteil, dass die Runde nicht auf einmal gelaufen werden muss, sondern in zwei Etappen“, so Rappold.

Dieter Priglmeir

Rappolds Blog: Alle Tipps von Marina Rappold gibt es in ihrem Blog unter www.asics.com/de/de-de/frontrunner/

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