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Das waren noch Zeiten: So bunt ging es vor zwei Jahren zu, als die SpVgg Altenerding am Kronthaler Weiher den Chakalaka-Cup veranstaltete.

Handball

Der Plan B heißt Beachhandball

In der Halle geht nichts, jetzt sucht der Verband Auswege. Gut, dass wir in Erding die Anlage am Kronthaler Weiher haben.

VON BERND HEINZINGER

Landkreis– Wann Handball in den Hallen wieder möglich sein wird – das steht wegen der Corona-Pandemie noch in den Sternen. Der Bayerische Verband setzt daher auf die Variante „Outdoor“, den Beachhandball. Dafür verstärkte er die Infrastruktur an den drei bayerischen Stützpunkten, einer davon befindet sich in Ismaning.

Die Altersklassen wurden erweitert, Nachwuchsspieler der Jahrgänge 2004 bis 2008 können jetzt dort kostenlos unter der Anleitung lizensierter Coaches trainieren. Wie sehen die Landkreisvereine dieses Angebot, was halten die Verantwortlichen vom Beachhandball generell?

Dass das Angebot in Ismaning an sich nichts Neues sei, betont Stefan Leitner, Jugendleiter der SpVgg Altenerding: „Das gibt es ja schon länger, unser Severin Henrich beispielsweise hat es dort bis in die Nationalmannschaft geschafft.“ Das Stützpunkttraining sei allerdings nur etwas für die ambitionierten Nachwuchskräfte: „Es ist zwar eine tolle Geschichte. Die Fahrt ist aber weit, und ich weiß nicht, ob dieses Jahr überhaupt einer von uns teilnimmt“, so Leitner.

Ganz sicher ist allerdings, dass man Altenerdinger Handballer in großer Anzahl auf der Anlage am Kronthaler Weiher finden wird. Weil sie die Plätze pflegen, haben die SpVgg-Athleten dort immer Vorrang und können sich austoben. Stefan Leitner: „Beachhandball ist fast ohne Kontakt. Und da werden von den Großen bis zu den Kleinen sicher regelmäßig Spieler von uns anzutreffen sein.“

Falls es denn erlaubt sein sollte. Bislang dürfen sich die Nachwuchshandballer bis hinauf zur U 14 draußen wieder treffen. Leitner hofft, dass es auch bald bei den Älteren wieder der Fall sein wird. Zunächst geht’s aber erst einmal auf die Hartplätze vor der Halle, damit der Ball überhaupt einmal wieder durch die Hände fliegen kann.

Beim TSV Wartenberg habe man sich mit der Thematik Beachhandball noch gar nicht beschäftigt, sagt Andrea Angermaier. „Der Weg nach Ismaning ist zu weit, und bei uns selbst haben wir keine Möglichkeit dafür.“ Es könnte höchstens auch einmal zum Kronthaler Weiher gehen: „Da müssten wir aber Glück haben, dass dann ein Platz frei ist.“

Das Outdoor-Training wird in Wartenberg daher auf der Rasenfläche stattfinden: „Wir haben für den Kunstrasenplatz angefragt. Noch wird es aber zu früh dunkel. Ich denke, dass es frühestens im April starten wird.“ Ansonsten hat Angermaier die Hoffnung, baldmöglichst wieder in die Halle zu dürfen.

Ebenfalls die Anlage am Kronthaler Weiher sei für die Handballer vom TSV Taufkirchen die einzige Möglichkeit, dieser Variante nachzukommen, so Abteilungsleiter Gerhard Mühlenbeck. Das Angebot des BHV findet er zwar gut: „Der Verband muss alle Richtungen abchecken. Für unsere Spieler ist das aber nichts.“ Dann lieber zum Weiher, wo es für die Frauen und Männer immer eine riesige Gaudi sei. Bis runter zur B-Jugend wolle man nach Erding fahren.

Die jüngeren Jahrgänge müssten wegen der Aufsichtspflicht dagegen passen. Für sie beginnt demnächst das Konditionstraining im Freien in Taufkirchen. Mühlenbeck: „Hoffentlich kommen beim Start dann viele Jugendliche wieder zurück. Ich bin in dieser Hinsicht aber optimistisch.“

Perfekte Anlage am Kronthaler Weiher

Auch Taufkirchen
fährt nach Erding

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