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Voll konzentriert an den Start gingen nicht nur die erwachsenen Läufer, sondern auch die Bambini.
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Mit flotten Klängen machte der Isentaler Schalmeien-Express den zahlreichen Läufern an der Strecke mächtig Dampf. Für die Athleten ging es zweimal über den 5000 Kilometer langen Rundkurs.
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Die Schnellsten: Ursula Seisenberger und Kristijan Ivanovic.
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16. Dorfener Stadtlauf

Die Schnellsten kommen aus Armstorf

Nach einer Pause in den Jahren 2015 und 2016 ist Dorfens Stadtlauf nun beliebter denn je: Bei der 16. Auflage am Sonntag gab’s einen Teilnehmerrekord mit über 700 Läufern. Souveräne Stadtmeister wurden zwei Armstorfer: Ursula Seisenberger und Kristijan Ivanovic.

von Hermann Weingartner

Dorfen – „Der Wahnsinn. Mit so einem Riesenansturm hatten wir nicht gerechnet“, freuten sich gestern Vormittag der Förderkreisvorsitzende Stefan Tremmel und Bürgermeister Heinz Grundner über den Teilnehmerrekord und die „grandiose Stimmung“ beim 16. Dorfener Stadtlauf. Rund 30 Läufer waren es noch beim ersten Stadtlauf 1998 gewesen, diesmal kamen 766 Starter, darunter über 200 Kinder und Jugendliche. Projektleiter Martin Heilmeier und sein Organisationsteam mussten sogar kurzfristig Startnummern nachbestellen.

Veranstalter waren wieder der Förderkreis und die Stadt Dorfen, zusammen mit den bewährten Organisatoren vom Ski-Club Wasentegernbach sowie Helfern vom TSV Dorfen (Leichtathletik und AH). Insgesamt sorgten etwa 80 fleißige Kräfte am Start- Ziel-Bereich, aber auch entlang der Strecke für einen reibungslosen Ablauf der Rennen. Heuer wurde erstmals auch neueste Messtechnik für die Zeitnahme eingesetzt, sodass alle Ergebnisse direkt nach dem Lauf auf einem Großbildschirm gezeigt werden konnten.

Kurzweilig kommentiert wurden die Läufe wieder von Radiomoderator Alex Wangler. Nach einem kollektiven Aufwärmprogramm am Unteren Markt ging’s mit dem 9-Uhr-Glockenschlag der Marktkirche und dem Startschuss von Bürgermeister Grundner auf die Zehn-Kilometer-Strecke. Diese führte wieder in die Isenauen westlich der Stadt. Bereits am Marienplatz feuerte eine Trommler-Gruppe die Läufer an, und mitten auf der Strecke im Grünen machte der Isentaler Schalmeien-Express den Sportlern mit flotten Klängen mächtig Dampf.

Der amtlich vermessene Rundkurs von 5000 Metern musste zweimal bewältigt werden. So sahen die vielen Zuschauer im Altstadtzentrum die Läufer gleich doppelt vorbeikommen. Beim Fünf-Kilometer-Hobby- und Jugendlauf war nur eine Runde zu drehen. Die Kleinen sprinteten je nach Alter eine oder zwei Innenstadtrunden (590/790 Meter). Am Ende gab’s für sie ein T-Shirt und Medaillen, für die Besten beim Stadtlauf auch Geldprämien.

Die Heimatzeitung verfolgte die Rennen, wobei unser Reporter mit dem E-Bike mitten im Läuferfeld dabei war und vom Fahrrad aus interviewte. Auf die Frage, wie es denn so läuft (nach drei Kilometern), bekam er zu hören: „Super Strecke“, „ist schön hier draußen“, „da komm ich wieder“. Richtig beflügelnd sei der Schalmeien-Express – „der ist mega!“. Die Spitzengruppe dürfte sich für die Musik wohl weniger interessiert haben. Sie konzentrierte sich voll auf den Lauf. Es galt, die Streckenrekorde der Stadtmeister von 2014, Khelifi Mehdi (31:30,56 Minuten, Bari/Italien) und Julia Kick (38:17,96 Minuten, Regensburg) zu knacken, was letztlich nicht gelang.

Im Starterfeld war unter anderem der Stadtmeister 2017, Sportlehrer Bernd Katterloher vom Gymnasium Dorfen. Er wurde Dritter und machte dann mit seiner Schülergruppe auch noch mal beim Hobby-Lauf mit. Auch Markus Kalb trat wieder an, der 2018 Sieger im Hobby-Lauf war und heuer Dritter (18:16,0) wurde.

Nicht zu schlagen auf der Zehn-Kilometer-Strecke war Kristijan Ivanovic, der mit 35:57,8 Minuten eine Hammer-Zeit lief. Der kroatische Triathlet wohnt in Armstorf. „Die Strecke hat mir gut gefallen“, sagte er . „Ich war 2017 schon da und wollte es heuer noch mal versuchen.“ Als Heimspiel bezeichnete Stadtmeisterin Ursula Seisenberger den Lauf. Sie wohnt in München, stammt aber auch aus Armstorf. „Ich kenne hier jeden Meter, jeden Stein. Die Strecke war perfekt.“ Ihr 43:22,2 Minuten kurzer Lauf aber auch.

Unter den Läufern waren mehrere Gruppen, wie die Jugendfeuerwehr, das Stadtwerke-Team oder die Bezirksliga-Fußballer des TSV Dorfen. Deren Trainer Christian Donbeck sagte: „Wenn in Dorfen was los ist, muss man als Verein doch mitmachen. Das war ein schöner Spaß und ein gutes Training.“

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