Nicht ganz zufrieden war diesmal Trainer Elvir Mangafic mit seinem Schützling Amelie Zachenhuber.
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Nicht ganz zufrieden war diesmal Trainer Elvir Mangafic mit seinem Schützling Amelie Zachenhuber.

Schwimmen

Schnupfen bremst Zachenhuber

Ein erfolgreiches Wochenende liegt hinter den Schwimmern aus dem Landkreis.

Erding Ein erfolgreiches Wochenende liegt hinter den Schwimmern aus dem Landkreis. Während Amelie Zachenhuber (Jahrgang 2004) bei den bayerischen Meisterschaften über die langen Strecken ihre Vielseitigkeit einmal mehr unter Beweis stellte, räumten die Erdinger Delphine beim 1. Kauferinger Lechtal Cup ab.

Eigentlich gehören die langen Strecken ja nicht zu Amelie Zachenhubers Lieblingsdisziplin. Aber wer einst ein erfolgreicher Sportler sein will, muss sich in der Jugend auf allen Ebenen beweisen. So startete sie in Würzburg lediglich über die 400 m Lagen. Auch wenn sie in der Vorwoche mit einem üblen Schnupfen zu kämpfen hatte, meldete Trainer Elvir Mangafic sie mit ihrer Bestzeit der letztjährigen Deutschen Jahrgangsmeisterschaften. Im letzten Lauf durfte sie auf Bahn 2 starten und ging die 100 Schmetterling in 1:05,22 Minuten an. Die anschließenden 100 m Rücken waren in Ordnung, mit den 100 m Brust danach war sie jedoch gar nicht zufrieden. Normalerweise ist das aber oft auch ein Ansporn für Zachenhuber, um auf den letzten 100 m Kraul nochmal alles zu geben. Aber sie hatte Probleme mit der Atmung, sodass sie kaum Luft bekam und an einen richtigen Sprint nicht zu denken war. Auch wenn der Trainer nicht zu hundert Prozent zufrieden war, reichte es am Ende für den Titel des Bayerischen Meisters ihres Jahrgangs, in der Gesamtwertung belegte sie sogar den dritten Rang.

In Kaufering prüften die Delphine des TSV Erding, ob sich das intensive Training nach den Weihnachtsfeiertagen bezahlt gemacht hat. Die größte Überraschung war schließlich die Leistung von Youngster Sophia Geyer (2006). Zwar war Trainer Ralf Alscher durchaus bewusst, dass die Jüngste der Trainingsgruppe in den vergangenen Wochen gut trainiert hatte, dass sie aber dermaßen abliefert, war nicht zu erwarten. Das größte Ausrufezeichen setzte sie über die 50 m Schmetterling. Bereits im Vorlauf konnte sie eine neue Bestzeit von 32,32 Sekunden einstreichen, eine Verbesserung von fast vier Zehnteln. Im Finale kämpfte sie, als ginge es um ihr Leben, und so schlug sie in einer phänomenalen Zeit von 31,51 Sekunden an. Wäre sie diese Zeit auf der Langbahn geschwommen, hätte sie sich bereits für die deutschen Jahrgangsmeisterschaften qualifiziert.

Großartige Sprünge machte außerdem Mavie Milde (2007), die bei den Delphinen noch in der Nachwuchsmannschaft trainiert. Ihre gute Form über die Freistilstrecken stellte sie über 100 m und 200 m unter Beweis. Über die 100 m Freistil gelang ihr eine Bestzeit von 1:15,43 Minuten, und somit blieb sie erstmals weit unter den 1:20 Minuten. Über 200 m Freistil steigerte sie sich um über neun Sekunden auf 2:48,27 Minuten.

Einen weiteren Paukenschlag setzte Sander Liebig (2004), der schon fast zu den alten Hasen gehört. Über 100 m Freistil gelang es ihm endlich, die magische Grenze von einer Minute zu knacken. So holte er in 59,08 Sekunden eine von vielen Goldmedaillen an diesem Tag. Carina Michaelis (2000), die auf den 50 m Strecken einige Finals erreichte, ging am Ende mit 50 Euro Siegprämie nach Hause.

Die Mannschaftsstärke zeigte sich dann besonders in den Staffeln. Mit der 4 x 50-m-Freistil-Staffel erreichten Marco Simeth (1999), Carina Michaelis, Stephan Rauscher (2003) und Sophie Köhler (2004) den zweiten Platz, während die 4 x 50-m-Lagen-Staffel mit Felicitas Ambros (2004), Sander Liebig, Carina Michaelis und Stephan Rauscher sogar klar den Sieg holte. So standen am Ende 30 Gold-, 14 Silber- und 13 Bronzemedaillen auf der Liste der zwölf Erdinger. Eine beeindruckende Bilanz.

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