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Zachenhubers und März’ Erlebnisse mit dem Bundeskader

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Ein Duo auf Reisen: Amelie Zachenhuber und Andreas März nach der Rückkehr aus Heidelberg.
Ein Duo auf Reisen: Amelie Zachenhuber und Andreas März nach der Rückkehr aus Heidelberg. © Scharfe

Amelie Zachenhuber (13) und Andreas März (15) sind weiter auf dem Vormarsch: Für 2018 sind die beiden Schwimm-Talente erstmals in den Bundeskader des Deutschen Schwimmverbands (DSV) berufen worden.

Reisen/Wörth Amelie Zachenhuber (13) und Andreas März (15) sind weiter auf dem Vormarsch: Für 2018 sind die beiden Schwimm-Talente erstmals in den Bundeskader des Deutschen Schwimmverbands (DSV) berufen worden.

Die Einladung kam von Jugend-Bundestrainerin Beate Ludewig. Nach den schlechten Olympia-Ergebnissen hat der DSV die Struktur in Sachen Bundeskader komplett geändert. März, der sein Startrecht bei den Stadtwerken München hat, durfte im Mai vergangenen Jahres schon mal bei einem Formtest in Lignano (Italien) ein wenig Kader-Luft schnuppern, doch auch für ihn war die Berufung in den Nachwuchskader 2 nach den Erfolgen bei den deutschen Jahrgangsmeisterschaften im Juni eine große Ehre. „Es zeigt, dass meine Leistungen nicht nur im Verein, sondern auch von den Bundestrainern gesehen werden“, sagt der Wörther stolz.

So kam es, dass Zachenhuber und März vergangenes Wochenende zu einem Kaderlehrgang nach Heidelberg eingeladen wurden. Allerdings machte nicht nur Sturmtief Friederike die Anreise zu einer Herausforderung.

Schaffner mit Abzockversuch

„Bei der Hinfahrt versuchte uns ein Schaffner abzuzocken, da er meinem Kumpel Markus (Fischer, Schwimmer bei Prinz Eugen München und ebenfalls Teilnehmer des Kaderlehrgangs; Anm.d. Red) trotz eines gültigen Tickets ein neues für 77 Euro abdrückte. Im DB-Store in Heidelberg wurde dann bestätigt, dass wir im Recht waren. Das wird noch ein Nachspiel für den Schaffner haben“, erzählt März.

In Heidelberg angekommen, konnten sich die Nachwuchstalente dann ganz ihrer Leidenschaft widmen. Dort traf Amelie beispielsweise auch auf Schwimmerinnen, die sie bereits von ihrem Trainingslager in Pretoria (Südafrika) kannte, was das Kennenlernen etwas leichter machte.

Der Schwerpunkt des Lehrgangs lag auf den Starts und Wenden, aber auch ein Mix aus kurzen und langen Strecken, sowie ein Athletik-Schwerpunkt prägten das Wochenende. März’ Baustelle: „Insbesondere am Eintauchwinkel meiner Beine muss ich noch gezielt arbeiten. Hier spritzt zu viel Wasser auf, was bedeutet, dass die Eintauchfläche zu groß ist und wertvolle Zeit verloren geht.“ Auch seiner Reisener Schwimmkameradin haben die vielen neuen Übungen zur Verbesserung der Starts und Wenden gut gefallen. „Abends,“ erzählt sie, „waren Teammeetings, bei denen der Tag noch mal aufgearbeitet wurde.“

Das erste Mal zum Dopingtest

Für März gab es eine besondere Premiere: Nach der ersten Trainingseinheit standen die Dopingtester auf der Matte. Zwar kannte er die Prozedur in der Theorie, da jedes Kadermitglied vor Aufnahme diesbezüglich einen Onlinekurs absolvieren und dies mit einem Zertifikat nachweisen muss. Aber in der Praxis ist es eben dann doch noch mal was anderes, meint März.

Zachenhuber hingegen genoss die Vorteile des Trainings an einem Olympiastützpunkt in vollen Zügen: „Es war einfach viel mehr Platz zum Schwimmen. Jedem einzelnen Schwimmer wurde sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt. Man musste sich aber auch Kritik der Bundestrainerin gefallen lassen“, schwärmt die Reisenerin, für die es eine Spezialaufgabe gab. Denn als die Bundestrainerin fragte, wer in Deutsch eine Eins im Zeugnis habe, meldete sich Reisenerin und wurde prompt dazu verpflichtet, über den Lehrgang einen Artikel für die DSV-Seite zu schreiben.

Und was sind die Ziele der beiden für 2018? Für März ganz klar: „Ich möchte bei den deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin auf alle Fälle wieder um die Podestplätze mitschwimmen. Da oben zu stehen, ist jedenfalls ein hammermäßiges Gefühl.“

Zachenhuber denkt sogar noch einen Schritt weiter – und zwar international: „Ich versuche, die Pflichtzeiten für die Junioren-Europameisterschaften zu schwimmen und mich dafür zu qualifizieren. Das wäre ein echtes Highlight, wenn ich das schaffen würde.“

aleksandra scharfe

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