Sebastian Busch trainiert nach den Plänen von Felix Schütz.

Eishockey

Sebastian Busch: „Ich schinde mich lieber allein“

  • Wolfgang Krzizok
    vonWolfgang Krzizok
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Der Langengeislinger Eishockey-Profi Sebastian Busch des EV Landshut absolviert sein Sommertraining an drei Orten.

Erding/Landshut– Wann geht die Eishockeysaison wieder los? „Keine Ahnung, aber ich hoffe bald“, sagt Sebastian Busch. Der 27-jährige Langengeislinger, der vom Zweitligisten Bayreuth zum Ligakonkurrenten EV Landshut gewechselt ist, schwitzt, wie alle seine Kollegen, im Moment beim Sommertraining. Das absolviert Busch allerdings an drei Orten.

„Ich bin derzeit noch oft in Bayreuth, da trainiere ich allein nach dem Plan vom Felix Schütz.“ Die beiden hatten in den letzten Jahren im Sommer oft zusammen in der Erdinger Eishalle trainiert, im Schnitt drei- bis viermal pro Woche. „Das geht heuer nicht, aber ich schinde mich sowieso viel lieber allein“, verrät der 27-Jährige. „Das ist ein tolles Gefühl, wenn man den inneren Schweinehund überwunden hat.“

Wenn er daheim bei den Eltern in Langengeisling ist, „dann trainiere ich ab und zu auch mit meinem Bruder Vale, dann schauen wir, wer schneller ist“, meint Sebastian Busch grinsend. Die Pendlerei zwischen Langengeisling und Bayreuth hat jedoch bald ein Ende. „Mitte Juli ziehe ich mit meiner Freundin nach Erding“, erzählt er.

Der dritte Ort, an dem sich Busch quält, ist bei seinem neuen Verein in Landshut. „Ich war bis jetzt zweimal unten, aber wenn ich in Erding wohne, dann fahre ich regelmäßig nach Landshut“, erzählt der 27-Jährige. Eine größere Eingewöhnungszeit benötigt er nicht, hat er doch in jungen Jahren schon beim EVL gespielt, „da kenne ich viele noch von früher“.

Und noch aus einem anderen Grund freut sich der Langengeislinger auf die Einheiten in Landshut: Sie werden geleitet von Ales Jirik, dem neuen Co-Trainer beim EVL. „Als ich noch ein kleiner Zwack war, da war der Ales mein Trainer in Erding“, erzählt Busch. „Wir verstehen uns geht, reden natürlich viel über Erding und die alten Zeiten.“ Der 39-jährige Deutsch-Tscheche musste seine aktive Laufbahn nach einigen schweren Verletzungen beenden und gehört nun zum Trainerstab des Zweitligisten.

„Co-Trainer ist für den Ales perfekt, das genießt er richtig“, glaubt Busch. „Als Trainer hast du Druck und musst eine gewisse Distanz zur Mannschaft wahren. Als Co dagegen bist du mehr Kumpel und Vermittler zwischen Trainer und Mannschaft.“

Busch kann es kaum erwarten, wieder aufs Eis zu gehen, in Landshut soll die „Eiszeit“ am 1. August beginnen. „Aber definitiv sagen kann man halt nichts.“ Manager Ralf Hantschke hält die Spieler auf dem Laufenden, aber noch gibt es keine festen Termine. „Das macht es halt schwierig, denn das Sommertraining ist ja abgestimmt“, erklärt Busch. „Ich kann jetzt nicht Sprints wie ein Verrückter trainieren, und in drei Monaten geht’s erst los. Wir können nur abwarten und hoffen.“

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