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Ein letztes Mal berichtete SG- Urgestein Bernd Grabert von der SG-Tennisabteilung.

SG Reichenkirchen

Es darf noch ein bisserl mehr sein

Die SG Reichenkirchen traf sich zur Jahreshauptversammlung im Gasthaus Rauch in Grucking. 

Reichenkirchen – „Erstmals konnten wir aus den Jahreseinnahmen unsere Verbindlichkeiten nicht bezahlen“, berichtete Schatzmeisterin Gertraud Brielmair in der Jahreshauptversammlung der SG Reichenkirchen im Gasthaus Rauch in Grucking. Vor den 42 anwesenden Mitgliedern breitete sie die Zahlen aus. Demnach habe der 410 Mitglieder starke Verein einen Jahresumsatz von fast 100 000 Euro. Zwar habe die SG (Ausgaben: 43 000 Euro, Einnahmen: 48 000 Euro) einen Überschuss von 5000 Euro erwirtschaftet. „Letztendlich reichten 2017 unsere Einnahmen nicht, um unsere jährliche Tilgung über 6400 Euro zu tätigen“, sagte Brielmaier. Tenor des Vorstands: „Wir müssen was machen, damit Geld reingeht.“

Da kommt das im vorigen Jahr beschlossene dreitägige Siggi-Wanner-Gedächtnisturnier von 6. bis 8. Juli gerade recht. Die SG plant ein Spiel der Fußballherren gegen den FC Fraunberg, ein Jugendturnier, ein Turnier der Vereinsmannschaften sowie Public Viewing zur Fußball-WM. Vorsitzender Hans Scheffzick hatte noch weitere Vorschläge: So sollen neue Bandenwerber kontaktiert werden, und erstmals ist eine Christbaumversteigerung geplant. Weitere Pläne wollte Scheffzick noch nicht verraten. „Dazu muss ich die Gemeinde mit ins Boot holen.“ Gründungsvorsitzender Bernd Grabert regte an, den Beitrag um zehn Euro zu erhöhen.

Ein harter Schicksalsschlag war im doppelten Sinne der überraschende Tod von Hans Gruber für die Stockschützen. Abteilungsleiter Thomas Grabrucker berichtete, dass die SG ohne ihren Top-Schützen die Bezirksoberliga Mannschaft nicht weiterführen könne. „Für ein Jahr haben wir uns nun abgemeldet, was zugleich bedeutet, dass wir dann zwei Klassen tiefer wieder anfangen müssen.“

25 Turniere hatten die Stockschützen 2017 absolviert. Angeregt wurde, den Beitrag für die Stockschützen, von denen viele Rentner sind, von derzeit 55 auf 25 Euro zu senken, wie es beim SSV Maria Thalheim der Fall ist.

Ein letztes Mal berichtete Tennis-Abteilungssleiter Bernd Grabert, der nach 42- jähriger ununterbrochener Vorstandstätigkeit gestern Abend sein Amt abgab (Bericht folgt). Höhepunkt sei neben dem jährlichen Knödelfest die Renovierung der Zuschauertribüne gewesen. Drei Erwachsenen- und fünf Jugendteams habe die 139 Mitglieder starke Abteilung im Punktspielbetrieb. Grabert freute sich zudem über die Meisterschaften der Junioren 18 und der Kleinfeld-U 8. Großen Zuspruch findet auch die Gymnastikabteilung mit 60 Teilnehmern.

Erfreut zeigte sich Scheffzick über die vielen Arbeiten rund um die Sportanlage. So wurden Bäume geschnitten sowie der Graben geräumt. Großes Lob gab es für Mark Schulz. Er hatte sich angeboten, die Hompage aufzupolieren und zu betreuen. „Nun brauchen wir uns nicht mehr zu verstecken“, lobte Scheffzick.

Und das tat auch Bürgermeister Hans Wiesmaier: „Es ist schön, dass ihr unseren Jugendlichen ein Stück Heimat gebt.“ Der Gemeindechef hatte danach auch als Wahlleiter leichtes Spiel. Wie berichtet, wurden alle Vorstandsmitglieder einstimmig in ihren Ämtern bestätigt.

Thomas Obermeier

Der SGR-Vorstand:

Vorsitzender: Hans Scheffzick – Stellvertreter: Michael Liegl – Schriftführerin: Michaela Scheffzick – Schatzmeisterin: Gertraud Brielmair – Jugendleiter: Norbert Strobel.

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