Ein Markenzeichen der Showfunken sind die imposanten Hebefiguren sowie die Fledermausärmel, die während des Tanzes zeitweise durch extragroße silberne und blaue Flügel (links und rechts im Hintergrund) ergänzt werden.
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Ein Markenzeichen der Showfunken sind die imposanten Hebefiguren sowie die Fledermausärmel, die während des Tanzes zeitweise durch extragroße silberne und blaue Flügel (links und rechts im Hintergrund) ergänzt werden.

Showfunken

Neue Heimat, alter Glamour

  • Dieter Priglmeir
    VonDieter Priglmeir
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Die Showfunken glitzern wieder. Bei ihrer Premiere begeisterte die Tanzgruppe das Publikum. Diese fand übrigens 45 Kilometer von Taufkirchen entfernt statt – aus gutem Grund.

Furth/Taufkirchen – Früher war mehr Lametta? Von wegen. Die Showfunken haben sich an alte Zeiten erinnert. „Wir leuchten wieder wahnsinnig“, sagt Diana Wimmer. Die Schriftführerin erzählt vom Silber und Glitzer auf den Kostümen der Showtanzgruppe. Damit hatten sie schon in ihren Anfangsjahren das Publikum fasziniert, und das taten sie auch nun bei der Premiere ihres Programms im niederbayerischen Furth.

Seit der Fusion mit der dortigen DJK ist die örtliche Turnhalle des Maristen-Gymnasiums die Heimatbasis, von der es dann zu den Auftritten in ganz Bayern geht. „Augsburg, Nürnberg, Ingolstadt“, zählt Wimmer als Beispiele auf. Und der Landkreis Erding? „Am 3. Februar sind wir beim Bürgerball in Fraunberg und am Faschingsdienstag vermutlich in Taufkirchen“, sagt die Schriftführerin. Da sei zwar noch nichts Festes ausgemacht, „aber da waren wir immer“.

Noch keine Termine für Meisterschaften

Schließlich liegt an der Vils die Wiege jener Showtanzgruppe, die einen WM- und neun EM-Titel eingefahren hat und Rekordsieger bei der Wahl der Heimatzeitung zur „Mannschaft des Jahres“ ist. Einst als Abteilung des TSV Taufkirchen gegründet, machte sich das Team früh selbstständig, war aber weiter als „Taufkirchener Showfunken“ ein Aushängeschild für die Marktgemeinde. „Dabei haben wir offiziell immer nur ,Showfunken e.V.‘“ geheißen, erklärt Wimmer.

Der Anteil an Tänzerinnen und Tänzern aus dem Landkreis (siehe Textende) hat sich im Lauf der Jahre auch deutlich verringert. Doch ein Blick auf den Vorstand zeigt nochmal deutlich, wo die Wurzeln des Vereins liegen. Und die Premiere zeigte, dass der Verein seinem Stil treu geblieben sind: wie erwähnt viel Glitzer und auch Pyrotechnik. „Die werden wir auch bei den künftigen Auftritten einsetzen, sofern es die Brandschutzbestimmungen erlauben“, kündigt Wimmer an.

Ob die Showfunken nach der Wettkampf-Pause im vergangenen Jahr heuer an Meisterschaften teilnehmen werden, stehe noch nicht fest. „Es ist halt terminlich und finanziell sehr aufwändig, wenn du dreimal nach Sachsen-Anhalt fahren musst“, erklärt die Funktionärin. Sportlich aber hätte das die Truppe definitiv im Kreuz, versichert sie.

Hebefiguren auf hohem Niveau

In der abgelaufenen Saison seien 46 Tänzerinnen und Tänzer auf dem Parkett gewesen. Da sei die Choreografie schon aus Platzgründen etwas statisch angelegt gewesen. Mit zehn Leuten weniger seien mehr Positionswechsel möglich. „Da bewegt sich mehr.“ Die Hebefiguren seien vom Schwierigkeitsgrad her anspruchsvoller. „Die Aufbauten kommen für den Zuschauer wie aus dem Nichts“, schwärmt Wimmer.

Und so ernteten die Showfunken, die heuer zu Rock- und Popsongs von Avicii, Sunrise Avenue und Volbeat tanzen, bereits bei der ersten Hebefigur tosenden Applaus. Die Fledermausärmel, die während des Tanzes zeitweise durch extragroße silberne und blaue Flügel ergänzt werden, nennt sie „einen zusätzlichen Wow-Effekt“ neben den schwungvollen Tanzschritten und vielfachen Formationswechseln.

Konzept und Choreographie der Show kamen wie immer von Anna Maria Wimmer, das Training leitete sie gemeinsam mit Erhard Gagger. Unterstützt wurden sie dabei von Chantal Müller. Die Kostüme schneiderten Irmgard Lutz und Anna Hein. Diese sind in den Farben Blau und Silber gehalten.

Nannte sich die Gruppe intern im vergangenen Jahr „Der Wahnsinn in Pink“, fühlen sich die Mädels diesmal als die „Eisprinzessinnen on tour“. Einen Tag nach der Premiere waren sie schon beim Showtanzfestival in Pfeffenhausen. 40 Auftritte sind laut Diana Wimmer bereits gebucht. Weitere dürften hinzukommen – vielleicht auch im Kreis Erding.

Das sind die Showfunken:

Tänzerinnen

Annalena Betz (Schatzhofen), Cynthia Hofmann, Teresa Braun, Magdalena Bucher, Antonia Cramer, Veronika Ganslmayer, Luisa Huber, Elisabeth Kindsmüller, Theresa Kindsmüller, Anja Koziel, Melanie Kuttner, Teresa Melzl, Celina Mirlach, Julia Schindler, Lena Schlicht, Michaela Wackerbauer, Marina Weinzierl, Veronika Wenleder, Nadine Wimmer (alle Furth), Sabrina Ciriello (Niederaichbach), Karin Ecker, Christine Hohenester, Anne Sophie Schlutterhofer (alle Weihmichl), Rebecca Kindsmiller, Jessica Kindsmiller (beide Schmatzhausen), Katrin Scheidhammer, Alena Zwerschina (beide Arth), Franziska Scheuerer (Unterneuhausen), Stefanie Winbeck (Essenbach), Julia Fenk (Inning am Holz), Jennifer Schreiner, Franziska Heindle (beide Taufkirchen/Vils).

Tänzer

Steve Alexi (Essenbach), Josef Anneser (Schatzhofen), Christoph Dickert (Mirskofen), Jakob Sigl (Arth), Jürgen Speier (Landshut), Johann Vorbuchner (Taufkirchen/Vils), Maximilian Leitner (Erding), Sascha Fiedler (Massing).

Techniker

Lucas Anneser (Schatzhofen), Michael Plewa (Altdorf), Georg Wackerbauer (Furth).

Trainer

Erhard Gagger (Landshut), Chantal Müller (Geisenhausen), Anna Maria Wimmer (Furth).

Management & Vorstand

Julia Fenk (Inning am Holz), Erhard Gagger (Landshut), Nicole Ullrich (Erding), Stefanie Winbeck (Essenbach), Diana Wimmer (Schwindegg), Regina Hartl (Dorfen), Martina Regineri (Taufkirchen/Vils), Katrin Scheidhammer (Arth), Marina Weinzierl, Anna Maria Wimmer (beide Furth), Elisabeth Pflügler (Altdorf).

von Dieter Priglmeir

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