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Der Jubel der Skiclubs: Über die Auszeichnung freuen sich die Vereinsvertreter, darunter der Dorfener Skischulleiter Flo Zehetmeier und 2. Vorsitzender Alfons Grundner (vordere Reihe, 3. und 4. v. l.) sowie Pressesprecherin Gitte Widl (hintere Reihe, 5. v. l.). 

Ski Alpin

Skiclub Dorfen: Im Kreis der deutschen Preisträger

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Die Skischule des Jahres hat nun seinen Preis erhalten. Vier Dorfener freuten sich über den Auftritt in Oberstdorf.

DorfenDas Quartett vom Skiclub Dorfen hat ja schon einiges gesehen, doch die Skischanzen von Oberstdorf nötigte schon noch einen gehörigen Respekt ab. „Unglaublich, auf welchem Steilhang die da nach über 200 Metern landen“, sagte Gitte Widl. „Ich würde mich da mit meinen Brettern nicht runtertrauen. Und da fliegt ein 17-Jähriger als Vorspringer.“

Die Pressesprecherin gehörte zur vierköpfigen Delegation des Skiclub Dorfen, die zur Skiflug-WM ins Allgäu reiste. Neben dem großen Sport ging es dort nämlich noch einen ganz besonderen Preis: Die „Skischulen des Jahres“ wurden hier nun auch offiziell ausgezeichnet.

Zu eben einer solchen hatte der Deutsche Skiverband (DSV), dem 4500 Vereine in 20 Landesverbänden angehören, die Dorfen Skischule ernannt (wir berichteten).

Der Verband hatte „kreative und innovative Skischulkonzepte“ gesucht und sich sieben Bewerbungen ganz besonders angesehen.„Insgesamt waren alles gute Konzepte, so dass letztlich Nuancen in der Bewertung der angelegten Kriterien (Innovationsgrad, Übertragbarkeit, Nachhaltigkeit, Wirkung, Erkenntnis, Qualität) den Ausschlag gegeben haben“, erklärte Patricia Finster, die beim DSV für den Bereich „Ausbildung und Projekte“ zuständig ist. Ziel des Vereinspreises sei es, Möglichkeiten für die Mitgliedergewinnung und -bindung zu prämieren. „Hiervon sollen möglichst auch andere Vereine etwas lernen können“, sagte Finster.

Diese Übertragbarkeit und Anwendbarkeit des Dorfener Konzepts habe letztlich den Ausschlag für die Entscheidung der Jury gegeben.

Das Dorfener Erfolgsrezept? „Wir haben für alle etwas im Angebot – vom Dreijährigen bis zum Senior“, so Widl. „Die Jüngste bei der Erwachsenen Skigymnastik ist 14 Jahre alt, der älteste 81.“ Außerdem werde der Mitgliedsbeitrag von jährlich 29,50 Euro (12,50 Euro für Kinder, 19,50 für Jugendliche ab 15) niedrig gehalten, obwohl der Skiclub dadurch nicht staatlich unterstützt wird. Der Bayerische Landessportverband verlangt Mindestbeiträge. „Wir müssten mehr als das Doppelte verlangen. Das ist für uns keine Option, weil wir das Skifahren auch weiterhin für Familien attraktiv halten wollen“.

Jetzt gibt’s erstmal 2000 Euro vom Verband. So hoch ist die Auszeichnung dotiert. Ein Teil des Geldes werde für eine neue Musikanlage für die Skigymnastik verwendet. Außerdem hat der Skiclub nun ein Banner, auf das nun „Beste Skischule des Jahres 2018 gestickt wurde.“

Die Preisverleihung dauerte übrigens keine zehn Minuten. Die Dorfener Delegation – neben Gitte Widl waren noch ihr Mann Franz (SCD-Kassier), Flo Zehetmeier (Skischulleiter) und Alfons Grundner (2. Vorsitzender) dabei – fand das nicht schlimm. So blieb mehr Zeit, die Skiflieger zu bewundern.

Ausgezeichnete Vereine

So stellte der DSV seine Preisträger kurz vor:
„DSV-Skischule des Jahres 2018“ – Skiclub Dorfen:
Mit einem Mehrgenerationenkonzept und Familienskikursen unter dem Motto „Vom 3. bis zum 70.+ Lebensjahr ... für alle was dabei“ und weiteren unterstützenden Vereinsangeboten schafft der SC Dorfen eine große Vielfalt an Schneesportmöglichkeiten für die ganze Familie.

„DSV-Kooperation des Jahres 2018“ – Skiclub Schonach: Mit der Nordischen Talentwoche, einer Kombination aus DSV-Talenttag Skilanglauf und „DSV on tour“ im Verein und in der Schule, gewinnt der SC Schonach neue Mitglieder und bindet bestehende Mitglieder an den Verein. Gemeinsam mit der Dom Clemente Schule Schonach und dem örtlichen Kindergarten sowie einer FSJ-Stelle wird die Begeisterung der Kinder für den Schneesport geweckt und gefördert.

„DSV-Verein des Jahres 2018“ –

1. Preis: Ski-Club Gottmadingen:Der SC Gottmadingen verpflichtet sich mit der Definition und konsequenten Einhaltung seiner „Werte & Prinzipien“ der Förderung des Breitensports, schafft umfangreiche Angebote für alle Zielgruppen und fördert so den Wintersport.

2. Preis: Ski-Club Weißenburg: Mit dem Projekt „fit for future SCW2022“ spricht der SC Weißenburg gezielt Jugendliche und junge Erwachsene an, die als Vorbilder fungieren und früh als Helfer in den Verein integriert werden, den sinkenden Mitgliederzahlen entgegenwirken und die Mitgliederstruktur hin zu jungen Skifahrern positiv beeinflussen.

3. Preis: SC 111NN Braunschweig: Der SC 111NN Braunschweig hat es mit vielfältigen Angeboten und emotionaler Bindung der Vereinsmitglieder geschafft, sich als Ganzjahressportverein zu präsentieren und sich mit knapp 3000 Mitgliedern als größter Skiverein der Region etabliert.

„Newcomer des Jahres 2018“

Skiclub Karsee-Amtzell:Der SC Karsee-Amtzell zeigt, dass man mit Engagement, dem richtigen Konzept und der Zusammenarbeit mit den örtlichen Skiliften sowie Nutzung „moderner Medien“ auch in Zeiten des viel zitierten „Vereinssterbens“ einen neuen Verein gründen und erfolgreich neue Mitglieder gewinnen kann.

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