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Seit 53 Jahren erfolgreich: der Skiclub Dorfen.

Wintersport

Skiclub Dorfen ist „Deutschlands Skischule des Jahres“

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Glückwunsch an die Isenstadt:  Der Deutsche Skiverband (DSV)  hat die Skischule des Skiclub Dorfen zur „DSV-Skischule des Jahres“ gekürt.

Dorfen– Riesenjubel beim Skiclub Dorfen: Der Deutsche Skiverband (DSV), dem 4500 Vereine in 20 Landesverbänden angehören,hat die Dorfener Skischule zur „DSV-Skischule des Jahres“ gekürt. Das ist nicht nur eine schöne Auszeichnung. Sie ist auch noch mit 2000 Euro dotiert.

„Wir wollten uns eh eine Musikanlage für die Skigymnastik kaufen“, sagte Pressesprecherin Gitte Widl. „Was wir mit dem Rest des Geldes machen, weiß ich noch nicht. Wir freuen uns jetzt erst einmal riesig über diese große Ehre.“

Erstmals hatte der DSV diesen Preis in Aussicht gestellt. „Die DSV-Skischulen motivieren und begeistern Menschen für den Schneesport“, heißt es in der Ausschreibung. Der Verband suche „kreative und innovative Skischulkonzepte zur Gewinnung und/ oder Bindung von Mitgliedern“.

Eine offizielle Begründung, warum die Dorfener auserkoren wurden, hat der Verein noch nicht erhalten. Das habe die Jury anhand ihrer Kriterien entschieden, nach denen es unter anderem darum geht, wie nachhaltig die Skikursteilnehmer ins Vereinsleben integriert werden.

Eben das zählt zum Dorfener Erfolgsrezept. „Wir haben für alle etwas im Angebot – vom Dreijährigen bis zum Senior“, erklärt Widl. „Die Jüngste bei der Erwachsenen Skigymnastik ist 14 Jahre alt, der älteste 81.“

Stolz ist der Verein darauf, dass er mit der günstigste weit und breit ist. Der Mitgliedsbeitrag von jährlich 29,50 Euro (12,50 Euro für Kinder, 19,50 für Jugendliche ab 15) sind so niedrig, dass der Skiclub nicht staatlich unterstützt wird. Der Bayerische Landessportverband verlangt nämlich Mindestbeiträge, bevor er die staatlichen Zuschüsse leistet. „Wir haben das mal durchgerechnet. Wir müssten mehr als das Doppelte verlangen“, erklärt Widl. Für den Verein sei das keine Option, „weil wir das Skifahren auch weiterhin für Familien attraktiv halten wollen“.

Andererseits verlangt der Skiclub auch mehr Engagement von den Familien, denn bei den Skikursen gibt es keine Mittagsbetreuung. „Das wird immer wieder mal moniert“, sagt Widl. „Während der Kursstunden werden die Kinder von uns sehr gut betreut – wir haben zwei Skilehrer für sechs Anfänger-Kinder und auch sonst sehr kleine Gruppen –, aber wir wollen, dass sich die Eltern mittags selbst um ihre Kinder kümmern“. Das habe zwei Vorteile: Der viertägige Kurs koste so nur 65 Euro, und außerdem werden die Skikurstage zu wahren Familienausflügen. „Da sind dann bis zu 600 Dorfener vor Ort – und daheim ist es fast ausgestorben“, meint Widl lachend. Längst sei der Skiclub eine große Familie mit Mitgliedern, die schon in dritter und vierter Generation ehrenamtliche Aufgaben übernehmen.

Seit 53 Jahren gibt es den Skiclub, „seitdem haben wir jedes Jahr im Schnitt über 250 Teilnehmer bei unseren Skikursen“, erzählt die Pressesprecherin. Schauspielerin Angela Ascher habe hier das Skifahren gelernt, jetzt ihre Kinder. Oder auch Ralf Holzer, der inzwischen selbst im Bundeslehrteam ist, weil er zu den 40 besten Vereinsskilehrern Deutschlands gehört.

Widl freut sich auch für ihre Vereinskollegen, die seit Jahren den Verein vorantreiben: Vorsitzender Rudi Braun, der seit 1970 im Skiclub ist, oder sein Vize Alfons „Ben“ Grundner, der erst vor kurzem das Skilehrer-Training organisiert hatte. „Oder die drei Kronseder-Schwester Linda, Lissy und Janette. Oder die Familien Schimschal und Linsmayer, die sich ums Rennteam kümmern.“ Widl könnte noch mehr aufzählen.

Dass sie die genaue Begründung für die Ernennung zur Skischule des Jahres noch nicht kennt, macht ihr nichts aus. „Das werden wir spätestens bei der Preisverleihung erfahren“, sagt sie. Die findet nämlich in Verbindung mit einer nordischen Weltcup-Veranstaltung in Oberstdorf oder Oberhof statt. Beim Skiclub freut man sich schon auf die Fahrt dorthin. Dürfte ein netter Familienausflug werden.

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