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Skier an und los: Derzeit sind die Skikurse unterwegs – zum Beispiel der SV Hörlkofen. 

Wintersport

Skikurse im Landkreis Erding: „Das Interesse ist ungebrochen“

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Winterferien bedeutet gleichzeitig Skischul-Zeit. Die Skiclubs im Landkreis kennen das seit Jahren und sind dafür gerüstet. Was ist wo los? Wir haben uns bei einigen Vereinen umgehört.

 

Erding– Winterferien bedeutet gleichzeitig Skischul-Zeit. Die Skiclubs im Landkreis kennen das seit Jahren und sind dafür gerüstet. Was ist wo los? Wir haben uns bei einigen Vereinen umgehört.

FC Lengdorf: Nebenbei Schneeschuhwandern

Die Anzahl: Der FC Lengdorf hatte heuer 80 Skischüler im Alter von vier bis 40 Jahren, betreut von 16 Skilehrern und Helfern. „Wir waren mit vier Bussen unterwegs“ erklärt Claudia Hondl, denn viele Mitfahrer hatten den Kurs zum Skiausflug nach St. Johann in Tirol oder Scheffau genutzt. So seien es insgesamt 190 Personen gewesen.
Wie war’s?„In St. Johann und auch am zweiten Tag in Scheffau hatten wir traumhaftes Wetter und gute Schneeverhältnisse“, erzählt Hondl. „Am dritten Tag machten es uns Schnee und Wind etwas schwer, aber die Kinder hatten im Neuschnee trotzdem sehr viel Spaß.“
Neuer Trend: Schneeschuhwandern. Gemütliche ein bis zwei Stunden bis zu Hütte. Pause. Dann wieder zurück. Besonders beliebt sei dies bei Eltern, deren Kinder im Skikurs dabei sind, so Hondl. Der FCL bot dies bereits zum zweiten Mal an.
Besonderes Specialfür Erwachsene: „Tipps & Technik“. Das sind Tagesworkshops, bei denen jeder sein Fahrkönnen mit einem erfahrenen Skilehrer verbessern kann.
Kosten: Drei-Tage-Skikurs kosten 95 Euro für FCL-Mitglieder mit Busfahrt, der Erwachsenen-Workshop 40 Euro pro Tag, der Zwergerlkurs 80 Euro für vier Tage.

Ski-Club Buch: Der Clou ist die Talabfahrt

Anzahl: Am Weihnachts-Skikurs (27. bis 29. Dezember) haben 59 Kinder im Alter von drei bis 14 Jahren teilgenommen. „Hier konnten wir vor allem durch die Werbung in den umliegenden Kindergärten wieder neue, junge Skitalente dazu gewinnen“, sagen die beiden Sprecherinnen Sabrina Pfab und Theresa Notka. Vier Jugendliche übten sich im Snowboarden. Bezüglich des Kurses im Januar (19./20.) laufen die Anmeldungen noch.
Die Nachfrage: Das Interesse am Skifahren habe nicht nachgelassen. „Natürlich darf man aber auch nicht vergessen, dass es aufgrund der unbeständigen Schneeverhältnisse, vor allem im Dezember, herausfordernd war, die Skikurse stattfinden zu lassen. Das wechselnde Klima wird uns auch in den nächsten Jahren weiter begleiten“, meinen die beiden.
Wo? „Die Kurse führen wir schon sehr lange in Niederau (Österreich) durch, da dort die Pistenverhältnisse für alle Niveaus gegeben sind“, melden die Bucherinnen. Es gebe mehrere Anfängerhänge, aber auch für die Fortgeschrittenen Hänge mit roten und schwarzen Pisten sowie eine sehr herausfordernde Talabfahrt.
Wie war’s? Strahlender Sonnenschein an allen Tagen, wunderschöne Pistenverhältnisse „und auch ein wenig abseits der Piste“ – was besonders den Kinden gefällt.
Die Kosten: Der Weihnachtsskikurs kostet für alle drei Tage inklusive Liftkarten und Busbetreuung für die Kinder 160 Euro. Der Wochenendkurs im Januar beläuft sich auf 110 Euro.
Besonderheit: Jede Kursklasse wird laut SCB von mindestens einem Skilehrer mit Grundstufe geführt (DSLV Prüfung Level 1). Hierzu kommt noch ein Hilfsskilehrer pro Kursgruppe.

WSV Langenpreising: Snowboarden ist out

Anzahl: Bei den Samstagskursen kümmert sich der WSV Langenpreising laut Michael Braun um etwa 50 Teilnehmer im Alter zwischen sechs und 47 Jahren. Grundsätzlich werden alle Teilnehmer untergebracht, da ausreichend Übungsleiter zur Verfügung stehen, um die Gruppen möglichst klein zu halten.
Nachfrage:Tendenziell sei die Nachfrage eher rückläufig, sagt Braun, „wobei Ski fahren an sich wieder Zuspruch erfährt“. Snowboarden sei aber immer weniger gefragt.
Wann und wo?Die Kurse finden ab 12. Januar in St. Johann/Tirol statt. Der Kindergartenkurs steigt am 4. Februar wie gehabt am Geißkopf, wo die Schneeverhältnisse passen dürften.
Kosten: Die Kurse kosten 95 Euro inklusive Busfahrt, zuzüglich Liftkarte.
Trends und Neues in der Skilehre?Braun: „Grundsätzlich wird es eher offener. Wichtig ist, dass man sicher fährt.“

Skiclub Dorfen: Skischule des Jahres

Anzahl:260 Skifahrer im Alter von 3 bis 60 Jahren haben sich laut Pressesprecherin Gitte Widl angemeldet. Hinzu kommen noch die Rennkinder. „Wir konnten alle Anfragen annehmen.“
Wo? Die Kurse finden in St. Jakob am Pillersee statt. „Und da schneit’s und schneit’s und schneit’s“, stöhnt Widl.
Kosten: 65 Euro kostet der Vier-Tages-Kurs ohne Mittagsbetreuung.
Nachfrage: „Das Interesse ist ungebrochen, trotz Preisen und Klimawandel.“

Trends?„Es gibt leider nicht nur Positives“, berichtet die Pressesprecherin. „Die Eltern melden ihre Kinder nur bis zum Kurs drei an. Da ist das Ziel paralleles Fahren. Und dann melden sie ihre Kinder oft ab. Ob es an den Kindern liegt, weil sie eventuell in ein Alter kommen, wo sie bockig werden. Oder ob sie sagen: Jetzt können sie Ski fahren, und das reicht für unseren Skiurlaub, weiß ich nicht.“ Widl bedauert das, „weil sie deswegen noch nicht Ski fahren können. Es wäre schön, wenn die größeren Kinder auch noch Kurse belegen würden bis zum perfekten Skifahrer“. Seit den vergangenen zwei, drei Jahren sei das so.
Besonderheit: Der Skiclub Dorfen wurde vom Deutschen Skiverband als Skischule des Jahres ausgezeichnet (wir berichteten).

SV Hörlkofen: Run auf Langlaufkurse

Anzahl: 75 Leute nehmen an den Kursen teil, die noch bis zum Sonntag in St. Johann in Tirol stattfinden. Und das sind nicht nur Kinder, denn der HSV bietet auch zwei Erwachsenenkurse an. Zusätzlich gibt es laut Sprecherin Ruth Riepl seit heuer auch noch Langlaufkurse.
Warteliste:Gibt’s lediglich beim Langlaufkurs.
Nachfrage: Die Kurse sind laut Riepl weiterhin gut besucht. Die Anmeldungen bei Skikursen ähneln denen der vergangenen Jahre. Allerdings verzeichnet auch der HSV einen Rückgang bei den Snowboard-Anmeldungen.
Wie läuft’s? „Sehr viel neuer Schnee, und oben ist es sehr windig“, meldet Riepl direkt vom Skilift. Das Tolle daran ist: Eigentlich findet das nur neben der Piste statt, „aber heuer ist wegen des Neuschnees auch Powdern auf der Piste möglich“, berichtet die Hörlkofenerin und schwärmt von den Tiefschneeerlebnissen für die Kinder. Nach Rücksprache mit dem Busunternehmen hat der HSV beschlossen, dass auch an diesem Samstag gefahren wird „und eventuell dann am Sonntag nicht. Nachdem wir am Mittwoch wegen des Schnees vier Stunden für die Heimfahrt gebraucht haben, sind wir hart im Nehmen“, meint sie lachend.
Kosten:Kinder zahlen 75 Euro, Erwachsene 80 Euro für jeweils vier Kurstage. Ein Einzelskikurs kostet 140 Euro pro Tag.
Besonderheit:Seit heuer bietet der HSV auch einen Langlaufkurs auf. Der ist so gefragt, dass es eine Warteliste gibt. Außerdem verwendet der HSV blaue Feuerwehrschläuche bei den Anfängerkursen zum Vorlegen von Kurven, die dann nachgefahren werden, sowie als Aufstiegshilfe. Riepl: „Da sparen die Kinder Kraft beim Hochlaufen, weil sie nicht wegrutschen.“

Ski-Club Erding: Plätze für Faschingskurs frei

Anzahl: „Wir haben insgesamt 156 Teilnehmer beim ersten Skikurs, darunter acht Erwachsene“, meldet Thomas Frauendorfer vom Ski-Club Erding. Die Teilnehmer seien zwischen fünf und 48 Jahre alt. Der Kurs läuft seit Donnerstag und endet am Sonntag. „Für unseren zweiten Skikurs in den Faschingsferien am 7., 9. und 10. März haben wir aktuell noch Plätze frei. Ferner üben sieben Teilnehmer beim Snowboardkurs mit und weitere neun im Nordic Skiing.
Die Nachfrageist im Kinderbereich weiterhin sehr hoch. „Man kann aber feststellen, dass es im Snowboardbereich durchaus rückläufig ist“, so Pressesprecher Maximilian Renninger.
Wie läuft’s? St. Jakob am Pillersee ist tief verschneit. Ob der Kurs in den kommenden beiden Tagen ausfällt, ist ungewiss. Bis Redaktionsschluss gab es aber keine Absage.
Kosten: Der Drei-Tages-Kurs kostet jeweils ohne Skipass 75 Euro beziehungsweise inklusive Busfahrt 105 Euro.
Trends: In der Skilehre gibt es keine keine großen Neuerungen. „Das hat sich seit dem Thema Carvingski ziemlich eingerüttelt“, so Renninger. Generell könne man sagen: Freeriding und Tourenski ist im Mainstream angekommen.

SC Wasentegernbach: Kleine Lehrgruppen

Anzahl: 24 Skilehrer und Übungsleiter fahren mit 90 Skischülern an diesem und am nächsten Wochenende nach Kössen. Die Kurse finden unter der Leitung von DSV-Skilehrer Ingo Fiebiger und dem Sportvorstand Richard Stadler statt.
Kosten:Der Vier-Tages-Kurs kostet 155 Euro für Anfänger und 170 Euro für Fortgeschrittene inklusive Busfahrt, Liftkarte und Mittagessen.
Besonderheit: „Das Maximum ist erreicht. Mehr können wir nicht mitnehmen“, sagt Wasentegernbachs Vorsitzender Stefan Gruber. Die Gruppen sollen nicht größer als sechs Leute sein. Gruber: „Sobald es mehr werden, fährt ein zweiter Skilehrer mit.“

Sehr rührig ist seit vielen Jahren auch der Skiclub Auerbach. Die Verantwortlichen waren aber dieser Tage nicht erreichbar.

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